Viele tausende PC-Spieler streamen ihre Spiele auf verschiedenen Plattformen und geben damit einen Teil ihrer Anonymität und Persönlichkeit preis. Während sich die Streamer meist mit einer Kamera präsentieren und damit auch sichtbar sind, sind die Zuschauer weiterhin anonym. Dies verleitet dazu, dass die Zuschauer Äußerungen tätigen, die sie ohne den Deckmantel der Anonymität nicht äußern würden. Selten wird den ,,Tätern“ dabei der Spiegel vor das Gesicht gehalten und noch seltener kriegen sie die Auswirkungen ihrer Mobbing-Attacken live mit.
Der 14-jährige August übertragt seit einiger Zeit seine CS:GO-Gehversuche und schwamm bisher als kleiner Fisch im großen Teich. Als er seinen Stream auf einer schwedischen Facebook-Gruppe promotete, begann eine Gruppe von Zuschauern / Facebook-Usern ihn zu beleidigen und mit Morddrohungen zu attackieren. Es gipfelte in einer Intrige. August wurde eine Geldsumme versprochen und im Zuge dessen seine Telefonnummer in Erfahrung gebracht, denn die Transaktion sollte auf einer schwedischen Appseite stattfinden, die auf den Handynummern basiert. Mit diesen Daten gelang es einer Person die Anschrift von August herauszufinden und sie zu veröffentlichen.
An diesem Punkt war der junge Schwede geschockt und wollte seine Kamera ausstellen. Als er sich unbeobachtet fühlte, ließ er seinen Gefühlen freien Lauf und weinte. Die Kamera lief weiter und die Szene wurde auf Twitch live übertragen.
Und dann begann der Love-Storm. Die Mobbing-Attacke wurde ebenfalls auf der schwedischen Plattform geteilt und es begann ein Sturm der Solidarität. Der Stream wurde in kürzester Zeit bekannt und viele Leute sprachen ihm Trost aus, überwiesen eine Spende oder spendeten ihm Skins. Die größte Freude macht ihm der Fnatic-Star Jesper ‚JW‘ Wecksell. Er fügte den jungen Streamer zu seinen Steam-Freunden hinzu und sprach ihm ebenfalls Mut zu. Nicht verwunderlich, denn JW sprach bereits im Gespräch mit Thorin darüber, dass er selber unter den ,,Oink“-Schmährufen zu leiden hatte und erst mit der Zeit über den Dingen zu stehen lernte.
Was lernt man aus der Geschichte? Man kann schnell selber Opfer von Mobbing sein und sollte sich darüber bewusst sein, dass das Verhalten im Internet nicht folgenlos bleibt. Ein tolles Zeichen der Community, die sich gegen das Mobbing stellte.





























































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