8 Erfolgstipps für eSport-Turniere

18.03.2021 02:20

eSport ist mittlerweile ein professioneller Sport wie Fußball oder Basketball und kann in der Tat eine Möglichkeit sein seinen Lebensunterhalt zu verdienen – sofern man denn langfristig erfolgreich bleibt. Und wie jede Sportlerkarriere braucht es dafür Disziplin, Widerstandsfähigkeit, Ausdauer, Selbstbeherrschung und vor allem natürlich eine Menge Übung. Wir präsentieren die acht wichtigsten Tipps, um nicht vorzeitig aus einem Turnier auszuscheiden und wie man nach einer Niederlage wieder auf Erfolgskurs geht.


Die Popularität von eSport ist mittlerweile nicht mehr zu bestreiten. Eine Umfrage im September 2020 ergab, dass 34 Prozent aller Befragten und 38 Prozent alle Gamer professionelles Videospielen in der Tat für Sport halten. Immer mehr junge Player kommen in der Szene zu Berühmtheit, werden von eSport-Teams unter Vertrag genommen und oftmals sogar von bekannten Sportvereinen gesponsert.

Gerade Fußballvereine haben inzwischen eine eigene eSport-Abteilung, der Vfl Wolfsburg war 2015 der erste Club, der FIFA-Spieler unter Vertrag nahm, viele anderen zogen mittlerweile nach.

Umso höher ist jedoch der Druck von Fans und Team dem Profi-Player standhalten müssen, besonders nach einer herben Niederlage. Da unterscheidet sich der elektronische Sport wenig von anderen offline Sportarten. Ein wichtiger Bereich ist dabei auch der der Sportwetten, wo die Quote wie auch die Erfolgsbilanz der Spieler über die Wetteinsätze entscheidet. Sogar jüngere Fans finden mittlerweile ihre Leidenschaft und Adrenalin-Kicks beim „Betting“ – die Anbieter locken dabei oft mit einem attraktiven Sportwetten Bonus zum Willkommen neuer Wettbeteiligter. Die Wetteinsätze geben auch dem eSport-Profi selbst einen Einblick darauf, wie er von der Fangemeinde gewertet wird – was den Erfolgsdruck erhöht.

1. Geduld und Motivation

Dies sind zwei extrem wichtige Eigenschaften eines professionellen eSportlers, wobei Motivation hier wie in jedem anderen Sport in erster Linie mit andauerndem Engagement gleichzusetzen ist. Nicht jeder wird sich jeden Tag zum Spielen motiviert fühlen, wer sich jedoch einem Team angeschlossen und zu einer Karriere entschieden hat, muss das Üben als konstante Verpflichtung sehen, auch nach Frustration und Niederlage. Wer es im eSport an die Spitze schaffen und ein Weltklassespieler werden will, muss sich bewusst sein, dass dies ein langer Weg ist, der Geduld und Ausdauer erfordert und durch viele schwere Phasen führt.


2. Frust bekämpfen und Pausen machen

Viele professionelle eSportler werden psychologisch betreut und mentales Training ist Teil ihres täglichen Übungspensums. Die Frustration kann hoch sein, und sich noch erdrückender anfühlen, wenn man nur virtuell mit den Teamkameraden verbunden ist. Sich bewusst zu sein, wenn Frustration aufkommt, um dann die nötigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, ist wichtig. Ein geübter Spieler weiß, wann er eine Pause machen muss und wie er seine Emotionen effektiv kontrolliert, gerade wenn ein Spiel nicht gut läuft.


3. Übung ist alles

Sich einfach auf einem Turnier anzumelden und aufs Beste zu hoffen, ist Amateur-Verhalten. Professionelle eSportler trainieren den ganzen Tag, und das in vielen Fällen 12 Stunden lang. Dazu gehört natürlich nicht nur das Üben von Zielgenauigkeit bei Shooter-Games wie League of Legends oder das Entwickeln solider Strategien in DOTA 2, sondern auch Meetings mit den Teamkollegen und Absprachen mit dem Trainer wie auch das Abhalten von Übungsturnieren mit befreundeten Mannschaften. Alle Profis studieren zudem die Spieltaktik der Weltbesten ihres Spiels und haben sich konstantem Lernen verschrieben.


4. Alle Facetten des Spiels kennen

Die meisten Spiele bekommen laufend Updates, und auf die muss ein Profi vorbereitet sein, um nicht während eines Turniers von einem neuen Feature überrascht zu werden, was ihm schnell den Sieg kosten kann. eSportler konzentrieren sich auf ein Spiel, um dieses zu perfektionieren, andere Spiele würden hier nur zur Ablenkung. Meister seiner Disziplin zu werden ist hier ebenso wichtig wie in jedem anderen Profisport.

5. Das Equipment anpassen

Das Equipment muss natürlich stets auf dem neuesten Stand sein und sich neuen Gegebenheiten anpassen – vor allem, da sich Games technologisch ständig weiterentwickeln. Glasklarer Sound über einen Gamer-Kopfhörer kann entscheidend sein, um rechtzeitig auf Angriffe reagieren zu können. Die Spiele werden immer rasanter, weshalb auch die Maus schnell reagieren muss, und wer zwölf Stunden am Tag am Computer oder der Konsole verbringt, braucht natürlich einen die Augen schonenden Bildschirm sowie ergonomischen Stuhl, um der körperlichen Belastung gewachsen zu sein.


6. Eigene Strategien entwickeln und Gegner analysieren

Natürlich hilft es andere Profis zu studieren und von ihnen zu lernen, doch mit einfachem Kopieren einer Strategie ist es nicht getan. Gute Spieler betreiben Denksport, entwickeln eigenes Spielverhalten und Techniken, mit denen sie die Gegner überraschen können. Die weltbesten Gamer wurden so erfolgreich, weil sie sich von anderen absetzen konnten. Dazu gehört jedoch auch die Spiele der schärfsten Gegner oder anstehenden Turnier-Kontrahenten ganz anzusehen, deren Strategie zu lernen und vor dem Spiel zu üben auf deren bekannte Spielzüge effektiv zu reagieren.

7. Aus eigenen Fehlern lernen

Nur wer willens ist sich ständig zu verbessern und aus eigenen Fehlern zu lernen, hat auf Dauer Erfolg. Die besten Sportler der Welt, wie Michael Jordan on LeBron James sind bekannt dafür die Wiederholungen ihrer eigenen Spiele haargenau zu studieren, um Fehler zu entdecken und sie in Zukunft zu vermeiden.

8. Auf ausreichend Erholung achten Abschalten und Regeneration ist im eSport ebenso wichtig, um bei Turnieren erfolgreich sein, wie in anderen sportlichen Disziplinen, die mehr körperlich beanspruchen. eSport ist Denksport, verlangt starke Konzentration und beansprucht die Augen. Erholung bedeutet nicht ein anderes Spiel spielen, sondern ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und sportlicher Ausgleich, fern von der Elektronik.

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Redaktion escene.de

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