Er ist einer der herausragenden Stars der League of Legends-Szene: Alexey ‚Alex Ich‘ Ichetovkin, der mit Moscow 5 berühmt und berüchtigt wurde und mit Gambit zusammen einen Sieg nach dem anderen holte, steht nun anscheinend kurz vor dem Karriere-Aus. Nachdem Alex Ich Ninjas in Pyjamas verlassen hat, läuten bei dem Profi die Alarm-Glocken. Seine Möglichkeiten, aktuell ein Team zu finden, für das er auch spielen kann, sind nach eigenen Angaben gering.
Das ganze Unglück nahm nach dem Abgang des Teams bei NiP seinen Lauf: Ichetovkin hatte eigentlich nicht vorgesehen, noch ein weiteres Jahr auf die LCS-Teilnahme zu warten. Aber mit der verpatzen Saison in der Challenger Series hatte Alex Ich im Prinzip keine andere Wahl, als es in einem neuen Anlauf noch einmal zu probieren. Allem Anschein nach erhielt das ehemalige Team der Ninjas in Pyjamas aber keine Berechtigung, an dem Expansion-Turnier teilzunehmen, welches wohl der letzte Ausweg für Alex Ich gewesen wäre.
Nun hat sich das Team zerschlagen und der junge Russe muss sich ernsthaft Gedanken machen, wie es für ihn weiter geht. Eigentlich könnte man meinen, dass sich dem talentierten Profispieler viele Möglichkeiten und auch Angebote von Teams eröffnen. Die Realität sieht aber laut Alex Ich ganz anders aus:
„Ich wollte nicht mehr länger in dieser Organisation (Ninjas in Pyjamas) bleiben, die mir immernoch Geld schuldet (Gehalt & Preisgelder). Die Summe beträgt ca. 5000 Euro.“
– Alex Ich zu seinem Agbang bei NiP.
Zudem beklagte Alex Ich, dass die Organisation sein ausgelaufenes Visum nicht erneuern wollte und er somit keine Chance hat, weiterhin in Schweden zu arbeiten. Zudem konnte er mit dem schwedischen Visum ohnehin nicht in Deutschland arbeiten, dem Ort, an dem die LCS stattfindet. Resigniert berichtete der Russe auf Facebook über seine letzten Möglichkeiten:
„Momentan habe ich nicht viele Möglichkeiten:
1) Ich finde eine deutsche Organisation um in der LCS zu spielen.
2) Ich versuche ein amerikanisches Team zu finden, um in der LCS zu spielen. Das Team muss mir aber helfen meine Familie und mich nach Amerika zu bringen.
3) Nach Brasilien gehen, da man dort kein Visa benötigt.
4) In Russland bleiben und in der russischen Liga spielen. (Keine wirkliche Option, da ich mit dem Geld dort meine Lebenskosten nicht decken könnte.)
5) Zurücktreten.“
Am wahrscheinlichsten sah bis vor kurzem die erste Variante aus, denn Gerüchten zufolge wollte der jetzige Midlaner von SK Gaming ‚Jesiz‘ die Organisation verlassen und ein neues „Super-Team“ gründen. Der Weg für Alex Ich wäre somit frei gewesen, um in der deutschen Organisation an der LCS teilzunehmen. Das wäre sogar sehr wahrscheinlich gewesen, da Alex Ich den CEO von SK Gaming seit längerem sehr gut kennt und er ihm sicherlich den Schritt nach Deutschland erleichtert hätte.
Nun postete der Midlaner aber auf Facebook, dass er in einem neuen Team am Expansion-Turnier teilnehmen will. Das Team besteht zudem auch aus den ehemaligen Spielern von SHC, ‚Impaler‘ und ‚Kasing‘, die zurzeit beide keinem Team angehörten. Allem Anschein nach möchte Alex Ich also doch über das Expansion-Turnier versuchen, sein Team für die LCS zu qualifizieren.

Das neue Team von Alex Ich
Dies würde bedeuten, dass er leichter an ein Arbeitsvisum in Deutschland käme, da Riot sein Arbeitgeber wäre. Ob dieser gewagte Plan am Ende auch erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. Das Team hat immerhin noch genügend Zeit, um sich für das Turnier zu qualifizieren und ausreichend Praxis zu sammeln, um es mit den besten Teams in Europa aufzunehmen. Es ist der letzte Ausweg einer Koryphäe dieses Spiels. Eigentlich unvorstellbar, solch einen Vorzeigeprofi künftig nicht mehr in der Szene zu sehen.




























































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