Nachdem wir Assassin’s Creed: Rogue, den diesjährigen Assassinen-Ableger
für die LastGen-Konsolen, bereits auf der Gamescom anspielen durften,
hatten wir im Rahmen des Ubisoft-Events in Köln Zugriff auf weiteres Gameplay-Material. Erneut ging es mit Shay Cormac ins Eismeer, erneut macht es riesigen Spaß, wie Ubisoft die guten Eigenschaften Black Flags übernimmt und mit kleinen Neuerungen noch weiter verfeinert.
Für die Demonstration durften wir während des späteren Spielverlaufs einsteigen. Mit unserem Schiff im River Valley herumplätschernd galt es erst, sich nähernde feindliche Schiffe auszuschalten. An den Seeschlachten hat sich nicht viel verändert. Allein die brennenden Fässer sind nun keine brennenden Fässer mehr, sondern wir legen eine brennende Ölspur hinter uns aus. Neu sind die im Wasser treibenden Eisberge, gegen die wir nicht fahren sollten, welche wir aber zerstören können, um darin eingeschlossene Ressourcen zu erhalten.
Eisberge? Ja, in Rogue wird es ziemlich kalt. Dementsprechend sieht auch die Landschaft aus: Statt der hellblauen Karibik mit weißen Stränden und saftig grünen Palmen fahren wir in dunkelgrünem Wasser durch einen Flussverlauf, umgeben von schneebedeckten Felsen. Auf der Xbox 360 sieht das zwar von Nahem ziemlich pixelig aus, an sich zeichnet Rogue aber eine stimmige Atmosphäre mit glaubwürdigen Schneelandschaften.
Geht es einmal nicht in einer Mission zur Sache, schippern wir durch das offene Gebiet, um eine Mission zu finden. Da gibt es einige Nebenaufgaben, die wir freischalten, wenn wir sie entdecken. Beispielsweise können wir Häfen befreien oder ein Assassinen-Ziel vor den Meuchelmördern beschützen. Wir konnten derweil eine Story-Mission anspielen: In dieser trafen wir auf den aus Black Flag bekannten Quartiermeister Adéwalé. Nur nicht mehr ganz so jung: Rogue spielt wesentlich später als Black Flag, schließlich steht auf unserem Schiff, direkt neben dem Steuerrad, Haytham Kenway, der Sohn von Edward.
Flink ist Adéwalé dennoch, und das sollte er auch sein: Umgeben von seinen Assassinen-Brüdern versteckt er sich vor uns. Anscheinend haben der Templer-Protagonist Shay Cormac und er ein dickes Problem miteinander: Das Spiel möchte nämlich, dass wir Adéwalé finden und töten.
Weil sich Adéwalé in einem kleinen Fort versteckt, müssen wir in dieses gelangen, auf dem Weg dahin gilt es, diverse Gegner zu überwinden. Das Level ist zwar recht linear, bietet aber immer wieder Freiheiten, sich an den Gegnern vorbeizuschleichen, sie hinterrücks zu meucheln oder sich einfach in den Kampf zu stürzen. So konnten wir zu Beginn der Reihe nach die Soldaten töten oder uns auf eine höhere Ebene begeben und über ihre Köpfen hinwegkraxeln. Im Fort angekommen wartet jedoch eine komplexere Herausforderung auf uns: Scharfschützen auf Türmen, Dutzende Gegner am Boden und überall verteilte Alarm-Glocken.
Zum Glück ist Shay ordentlich ausgerüstet: Mit seinem Luftgewehr lässt sich einiges anfangen. Neben normalen Kugeln können wir Schlaf- und Berserker-Pfeile verschießen. Dazu kommen Schlaf-, Berserker- und Rauchgranaten. Auf die Weise können wir wunderbar Kämpfe vermeiden und Gegner manipulieren. Teilweise können wir sogar Gift-Fässer explodieren lassen und so viele Gegner auf einmal ausschalten. Sollten wir doch einmal entdeckt werden, hüllen wir uns in den Schutz einer Rauchgranate und verschwinden ungesehen auf ein Dach.
Bei so vielen Möglichkeiten müssen wir aber auch mit etwas schwereren Gegnern leben: Bspw. verhalten sich die Assassinen, die wir bekämpfen, auch wie Assassinen und verstecken sich immer wieder in Büschen, um uns mit einem Satz zu töten. Dafür haben wir in der Adlersicht eine Art Kompass, der uns anzeigt, in welcher Richtung sich ein Assassine versteckt.
Insgesamt ist Rogue ein Titel, den besonders Serien-Fans unbedingt gespielt haben müssen. Zumindest sah es für uns bislang so aus. Gerade von der Atmosphäre her gesehen: Nicht nur treffen wir auf bekannte Charaktere wie Haytham Kenway und Adéwalé, was neue Einblicke in die Assassin’s Creed-Story geben dürfte. Auch die Umgebung sieht toll aus und erinnert mit den Schnee-Landschaften an Assassin’s Creed III, mit den Schiffahrten aber auch an Black Flag. Gameplay-mäßig haben wir nun noch mehr Möglichkeiten, wobei offensichtlich das Schleichen etwas wichtiger gemacht wurde. Eine durch und durch solide Assassin’s Creed-Erfahrung.































































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