Als hätten sie nicht schon genug Ärger: Nachdem Ubisoft bereits zum Release von Assassin’s Creed: Unity in der letzten Woche aufgrund schwerwiegender Performance-Probleme und zahlreicher Bugs massiv in der Kritik stand, hagelt es nun erneut Beschwerden gegen die Entwickler. Diesmal jedoch von Seiten französischer Politiker, die die Darstellung des Revolutionärs Robespierre kritisieren.
Der neuste Teil der Assassin’s Creed Reihe spielt in Frankreich zu Zeiten der französischen Revolution. Der französische Rechtsanwalt und Politiker Maximilien Marie Isidore de Robespierre war eine der führenden Persönlichkeiten in dieser Revolution. Im Spiel wird Robespierre als ein gewalttätiger Psychopath und Tyrann dargestellt, der die Hauptverantwortung für tausende Tode trägt. Aufgrund dieser Darstellungen hagelt es nun massive Kritik der französischen Linksparteien.
„Die Menschen werden als Barbaren, als blutrünstige Wilde dargestellt. Und ein Mann, der einst unser Befreier war, wird als Monster porträtiert. Sie beleidigen uns um zu zerstören, was uns als Franzosen zusammenhält. Sie schreiben die Geschichte um und glorifizieren jene, die verloren haben und diskreditieren die Republik.“
Dieses Statement ließ der Europaabgeordnete und Vorsitzende der Parti de Gauche, Jean-Luc Melechon, bezüglich der Darstellung Robespierres verlauten. Obwohl Robespierre mitverantwortlich für die Schreckensherrschaft von 1793/1794 war, in der mehr als 40.000 Menschen, vornehmlich Gegner der Revolution, hingerichtet wurden, gilt er als Befreier des französischen Volkes.
Ubisoft gab zwar zu, dass sich einige Freiheiten in Bezug auf die Fakten der Revolution genommen wurden, betonte aber gleichzeitig auch, dass es sich bei Assassin’s Creed Unity um ein Spiel für die Massen und nicht um eine Geschichtsstunde handelt. Auch andere französische Parteien halten die scharfe Kritik für übertrieben. „Das sei so, als würde man eine politische Diskussion über die Darstellung Amerikas in Batman Begins anfangen.“
Abgesehen von den inhaltlichen Streitigkeiten arbeiten die Entwickler zumindest weiterhin tatkräftig an Patches, um euch die (wenn auch leicht verfälschte) Geschichte immerhin spielbar zu machen. In diesem Rahmen wird Ubisoft in Kürze den dritten Patch veröffentlichen, der größer ist als die beiden bisherigen und das Spielerlebnis „drastisch verbessern“ soll. Ob dem allerdings auch so ist, bleibt abzuwarten.





























































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