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Gaming

Batla im Test

imageKostenlose Spiele aus dem Shooter-Genre sind ja immer wieder so eine Sache. Entweder, sie fesseln den Spieler von Beginn an nicht oder ziehen auch noch die letzten Kröten aus dem Geldbeutel, ohne das deutlicher Mehrwert spürbar ist. Das Entwicklerstudio aus Kiew konnte im osteuropäischen Raum bereits einen positiven Trend verbuchen. Im Mai 2015 wurden die Arenen für Spieler aus aller Welt geöffnet.

Als kleiner Roboter auf der Welt gestrandet, geht es um die Beschaffung von Ressourcen, auf denen es auf dem Planeten mehr als genug zu geben scheint. Blöd nur, wenn die Welt um einen herum so riesig zu sein scheint, dass man sich verloren fühlt. Wem Unreal Tournament noch ein Begriff ist, der wird sich in diese Lage versetzen können, denn auch dort gibt es bereits große Maps, auf denen man als Winzling um das Überleben kämpfen muss und nur mit einer Scout weitaus mehr Erfolg verbuchen kann. Weite Strecken müssen überwunden und Waffen auf den unterschiedlichen Ebenen ergattert werden, um das Überleben zu sichern. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Klassen, die sich in Soldier, Scout und Tank unterteilen.

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Drei Klassen stehen zur Auswahl

Während der Soldier in seiner ungeschliffenen Standard-Version bereits zu Beginn zur Verfügung steht, muss man – wie soll es auch anders sein – für die beiden anderen Klassen in die Geldbörse greifen und rund 5 EUR locker machen. Wer sich mit seinem Soldier zufrieden geben und nur ein paar Veränderungen vornehmen möchte, der kann für nur 2 EUR acht Gesichter aus dem zweiten Weltkrieg und 250 Granaten erwerben. Ob man die Gesichter tatsächlich benötigt, lasse ich in diesem Fall einfach mal im Raum stehen. Einfluss auf das Spielgeschehen haben sie zumindest nicht.

Der Scout ist durch sein Rad, welches anstelle von Beinen angebracht ist, die schnellste Klasse und bringt zudem noch ein Energieschild mit, welches den erhaltenen Schaden absorbiert. Auch unterscheiden sich die Waffen ganz klar zu dem Soldier. So kann man mit der Discobol seinen Gegner in Stücke schneiden oder mit dem Crossbow die gegnerische Einheit blenden. Die dringend benötigte Energie für das Schild kann – wie auch die Lebensregeneration – auf dem Schlachtfeld eingesammelt werden.

Mit weitaus mehr Rüstung und Gesundheit im Gepäck, zählt der Tank auch in Batla zu der wohl stärksten Klasse überhaupt. Er ist deutlich größer als die anderen, wenn dadurch auch weniger wendig, als seine Kollegen, dennoch kann er bei der richtigen Handhabe sogar schneller agieren als der schnittige Scout. Wer Wert auf gute Rüstung und ordentlich Wumms legt, der wird mit dem Tank zufrieden sein. Die Waffen machen deutlich mehr Schaden und bringen so, richtig eingesetzt, die gegnerischen Einheiten schneller zur Strecke.

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Links: Überblick über den Item-Shop – Rechts: Die aktuelle Map-Auswahl


Spielmodi, Waffen und der Item-Shop

Ähnlich wie in Quake und Unreal Tournament, beinhaltet auch der Shooter aus Osteuropa vier Spielemodi, die allesamt für Abwechslung sorgen. Neben einem „Fangspiel“ namens King of the Hill, gesellen sich auch Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Candy dazu. Letzteres basiert auf dem bekannten „Capture the Flag“, jedoch ist anstelle einer Flagge, ein großer  Lolli zu der teameigenen Basis zu schmuggeln. Doch auch in puncto Waffen ist eine weitere Ähnlichkeit spürbar. So sind auf den Maps unter anderem Rocket Launcher, Shotguns, Railguns sowie Plasma und eine Lightning Gun verstreut, die von allen Klassen aufgenommen und eingesetzt werden können.

Wer seinen Roboter aufpeppen möchte, der hat im hauseigenen Item-Shop die Möglichkeit dazu. Neben diversen Rüstungen, die zu mehr Schaden und Abwehr verhelfen können, stehen auch Dronen und Granaten zur Auswahl. Wer sich jedoch aktiv auf den Karten bewegt, nicht zum Stillstand kommt und die Health-Packs einsammelt, der wird kaum einen weitreichenden Unterschied merken. Die Ingame-Währung sind Büroklammern, was auch immer diese mit dem Spiel zu tun haben. Diese Büroklammern können, wie gewohnt, im Steam-Shop eingekauft und für Items ausgegeben werden.

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Links: Die Köpfe rollen – Rechts: Sicht auf die komplette Map


Grafik, Sound und Steuerung

Insgesamt betrachtet, wirkt das Spiel zwar bunt und in der Tat hat es auch einen Hauch von Comic, dennoch reißt es einen durch die verwendete Unity-Engine nicht sonderlich vom Hocker. Die Umgebung wirkt hin und wieder leicht verpixelt und die Maps lieblos. Als hätte man einen kleinen Jungen mit Bauklötzen in eine Kiste gesperrt, um diese darin verstreuen zu lassen. Ja, es ist relativ detailliert gestaltet worden, dennoch fehlt das gewisse Etwas. Wer also Titel der Grafik wegen spielt, der wird von Batla nicht überzeugt werden können. In Sachen Sound fährt das Entwicklerstudio auch auf dem minimalen Pfad, denn weder Musik, noch actiongeladenen Sound während einem erbitterten Kampf sucht man Vergebens. Dieser Aspekt lässt sich aber sicherlich verschmerzen.

Batla – Krieg der Mini-Roboter
Publisher: Abyss Lights Studio Releasetermin: 14. Mai 2015 Preis: F2P Plattform: PC
Alles in allem ein solider Simulator mit Luft nach oben. Mir fehlt eindeutig die Abwechslung. Oft hätte ich mir mehr „Action“ im Leben des Brummifahrers gewünscht. Es fehlt die freie Bewegung auch außerhalb des Trucks. Man darf zwar nicht vergessen, dass es ein Simulator ist, jedoch wäre dies ein nettes Gimmick, um beispielsweise Unfälle realistischer darzustellen, Zollabwicklungen mit einbeziehen zu können oder die Pausen auf dem Rastplatz und der Tankstelle weitaus netter und realistischer zu gestalten. Hier funktioniert alles, ja wirklich alles per Klick & Tastendruck, was auf Dauer sehr ermüdend sein kann.  Enge Straßen sind zwar ein Fluch jeden Fahrers, dennoch benötigen sie volle Konzentration und bringen einen „wachen Moment“ herbei. Das Gejuckel auf der geraden Autobahn jedoch ist nicht jedermanns Sache. Zumindest nicht in einem Videospiel und schon gar nicht, wenn Opa wieder einen Sonntagsausflug macht und in einer 80er Zone mit 40 vor dem Riesen herumeiert.

Gefallen habe ich an der realistischen KI der herbeirasenden Fahrzeuge gefunden. In manchen Städten hat man das Gefühl, dass der Führerschein im Lotto gewonnen wurde. Mal kann man von seiner Vorfahrt Gebrauch machen, ein anderes Mal wird vor einem viel zu früh eingeschert. Stupide und unrealistische KI ist hier Gott sei Dank nicht angesagt. Die Streckenerweiterung durch das neue Add-On war dringend notwendig, sodass neue Aufträge an Land gezogen und Streckenabschnitte erkundet werden können.

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Grafik: 6/10 Zielgenauigkeit: 5/10 xxxxx: xx/10
Schwierigkeit: 4/10 Langzeitmotivation: 6/10  Steuerung: 9/10
  • Abwechslungsreiche Spielmodi
  • Einfache Steuerung
  • Kein Kaufzwang von Items
  • Wenig Individualität möglich
  • Sehr ungenaue Hitboxen
  • Veraltete Grafik

 

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