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Battlefield 4 im Test: Der beste Teil der Serie, jedoch noch mit Startschwierigkeiten

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Es ist Donnerstag, der 31. Oktober 2013, Null Uhr. Es ist endlich soweit und das lange Warten hat ein Ende. Battlefield 4 ist nun offiziell verfügbar und all jene, die es sich bereits preloaden durften, können sich ab sofort auf das virtuelle Schlachtfeld werfen. In der Theorie. Zunächst muss man jedoch erst das Browser-Plug-In herunterladen, damit man das Spiel via Battlelog überhaupt starten kann. Battlefield 3-Veteranen kennen das schon. Ist das erst einmal erledigt, werden Besitzer einer AMD Grafikkarte darauf hingewiesen, dass sie sicher stellen sollten, dass der neuste Treiber installiert ist, denn sonst könnte die geplante Spielsession zu einem instabilen Erlebnis werden. Welch böses Omen. Sind die ersten Hürden erst einmal überwunden, geht es auch schon los. Wir haben einen Blick auf den neusten Modern-Military-Shooter aus dem Hause Dice geworfen und schildern hier unsere Eindrücke.




Dramatische Inszenierung

Nachdem wir die Hauptkampagne gestartet haben, finden wir uns nach einem kurzen Intro in jenem Auto wieder, was schon im Trailer zu „Fishing in Baku“ zu sehen war und sich geradewegs auf den Grund eines Flusses zubewegt. Wir bekommen nach einer kurzen Konversation mit unseren Beifahrern unsere erste Waffe ausgehändigt und werden angewiesen, einen Schuss auf die Windschutzscheibe abzugeben. Was wir auch machen, schließlich haben wir keine Alternative.
Wir sind ein Soldat namens „Recker“, der sich aufgrund einer Aneinanderkettung fataler Ereignisse nun mit seinem Tombstone-Squad in dieser misslichen Lage befindet. 
Unüblich für die Battlefield-Serie und eher typisch für die Call of Duty-Ableger: Innerhalb der ersten 20 Minuten fackelt Dice ein Feuerwerk an Scriptereignissen ab, dass man gar nicht weiss, wo man zuerst hinschauen soll. Dank der neuen Frostbite 3-Engine wird alles noch bombastischer und epischer in Szene gesetzt, als noch im Vorgänger. Die Grafik- und auch die Soundkulisse sind derzeit das Maß der Dinge.

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Neu ist auch die „Levolution“ genannte Spielmechanik, bei der verheerende Events, wie z.B. das Brechen eines Damms, ein aufziehender Sturm oder aber auch ein einstürzender Wolkenkratzer das Schlachtfeld drastisch verändern. Das hat bei uns schon für mancherlei Gänsehaut gesorgt, als ein solcher Event eingetreten ist. Generell wirkten die Multiplayer-Maps wesentlich interaktiver und erinnerten stark an die Verwüstungsorgien in Bad Company 2. Keine Deckung hält mehr ewig und es kann schnell passieren, dass das Haus, was uns gerade noch als Unterschlupf diente, über unseren Köpfen zusammenbricht und uns begräbt.

Dieses hohe Niveau, was auf der technischen Seite vorgelegt wird, kann Dice allerdings nicht in allen Bereichen aufrecht erhalten. So fällt schon nach recht kurzer Spielzeit auf, wie unglaublich dumm die K.I. ist. Sie sucht zwar aktiv Deckung auf und kann auch ganz passabel zielen, dennoch macht sie keinerlei Anstalten den Spieler zu flankieren oder Ähnliches. Dabei wäre das sicherlich im Bereich des Möglichen gewesen, schließlich hatte es Crytek ja bereits mit dem ersten FarCry gezeigt, wie es geht. In manchen Passagen erinnert die Singleplayer-Kampagne von Battlefield 4 -mal abgesehen von der grandiosen Inszenierung- an Moorhuhn. Aufgrund der vielen Scriptsequenzen, welche der Spieler auslösen muss, büßt das Spiel viel an Freiheit ein. So stößt man öfters mal auf unsichtbare Wände oder geschickt platzierte NPCs versperren den Weg, den der Spieler keinesfalls gehen soll. Alles in allem ist der Einzelspielermodus sehr linear gehalten.
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Der Multiplayermodus: Die Spielspaß-Garantie! 
Nach wie vor ist es der Multiplayermodus, wo Battlefield seine Stärken ausspielt. Es stehen insgesamt acht Spielmodi zur Auswahl, wobei zwei Neue hinzugekommen sind: Obliteration (Vernichtung) und Defuse (Entschärfung). In Obliteration spawned (meist) in der Mitte der Map eine Bombe, welche von beiden gegeneinander spielenden Teams aufgesammelt und zur jeweils gegnerischen Basis gebracht werden muss, um sie dort zu zünden. Jedes Team hat drei MCOM-Stationen, welche es zu zerstören gilt. So entstehen rasante Gefechte um den Bombenträger und es kann mitunter sehr lange dauern, bis ein Team punktet. 
Anders, und viel langsamer hingegen, spielt sich Defuse. Ein Team übernimmt die Rolle der Verteidiger, das andere die der Angreifer. Die angreifende Seite muss eine Bombe an drei Möglichen Bombspots platzieren, was die verteidigende Seite verhindern muss. Der Clou: Jeder Spieler hat nur ein Leben und kann nicht respawnen. Wer stirbt, muss bis zum Ende der Runde zuschauen. Die anderen Modi sind bekannt, als da wären: Conquest, Conquest Large, Rush, Team Deathmatch, Squad Deathmatch und Domination.

Ein alter Bekannter feiert ebenfalls seine erneute Auferstehung: Der Commander ist wieder da! Battlefield 2-Veteranen kennen diesen Modus noch, in dem einer der Spieler die Rolle des Commanders übernimmt. Dieser betrachtet sich eine 2D-Karte vom Spielgeschehen und versucht sein Team bestmöglichst mit Versorgungskisten, Angriffsbefehlen und sogar Cruise-Missile-Schlägen zu unterstützen. Je nachdem, wie sehr ein Team auf seine Befehle hört, desto schneller kann eine Partie entschieden werden. Das hat in der Praxis allerdings noch nicht so wirklich funktioniert und es bleibt abzuwarten, ob der Commander in Zukunft eine wichtige Position darstellen oder ein Schattendasein fristen wird.
Der erste Tag, die ersten Bugs
Wie bereits befürchtet, so ist auch die Release-Version von Battlefield 4 nicht frei von Bugs. Viele konnten das Spiel erst gar nicht starten – sie bekamen lediglich eine kryptische Fehlermeldung zu Gesicht.

Die, die es starten konnten, hatten indes mit anderen Querelen zu kämpfen. So kam es beispielsweise auf der Map „Lancang Damm“ zu Sound Bugs, wo wir zwar die Umgebungsgeräusche und auch Funknachrichten hören konnten, jedoch keinerlei Schüsse und selbst die eigenen Schritte nicht wahrnehmen konnten. Dabei schien das auch abhängig davon zu sein, in welchem Teil der Map wir uns aufgehalten haben, denn an manchen Stellen war alles vollkommen in Ordnung. Ein anderes Mal, wurde in der ersten Singleplayer-Mission ein Teil der Map nicht geladen und wir fanden uns im Niemandsland vor, umgeben von einer flachen Graßtextur. Erst ein Neustart von Battlefield 4 sorgte hier für Abhilfe. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen stürzte das Spiel zweimalig komplett ab. EA hat bereits reagiert und einen Patch nachgereicht, der einige dieser Probleme behoben hat. Es werden sicherlich noch mehrere solcher Patches folgen.
 
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Zukunftspläne
Im Dezember soll bereits das erste Expansion Pack „China Rising“ erscheinen. Das beinhaltet neben neuen Waffen auch vier neue Maps. Insgesamt sind fünf Expansion Packs angekündigt und es werden auch Neuauflagen beliebter Battlefield 3-Maps darin enthalten sein. So geht es zurück an die Kaspische Grenze oder auch abermals hinunter in die Metro. Spieler haben die Wahl, ob sie sich jedes Expansion Pack einzeln kaufen möchten, oder aber eine Premium-Mitgliedschaft erwerben wollen, die alle fünf Expansion Packs beinhaltet und es ihnen auch ermöglicht, diese zwei Wochen vor Release zu spielen. Des Weiteren bringt eine Premium-Mitgliedschaft Vorteile wie „Double-XP-Events“, Unique Customizations (Skins und Dog Tags), sowie Premium-exklusive Waffen. Ob es im Einzelfall nun rund 50,- EUR wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Battlefield 4
Publisher: EA Releasetermin: 31.10.2013 Preis: 59,99 – 69,99 € Plattform: PC, Xbox One, X360, PS3, PS4

Fazit: Mal abgesehen von den Startschwierigkeiten ist Battlefield 4 der beste Teil der Serie. Die technisch überragende Frostbite 3 Engine demonstriert eindrucksvoll, wie Next-Gen-Gaming aussieht. Der Singleplayer Modus ist sehr linear aber macht durchaus Spaß. Der wirkliche Spielspaß kommt allerdings erst im Multiplayer Modus auf. Bleibt zu hoffen, dass EA und Dice die vielen Bugs schnell beheben.

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Grafik: 94/100 Sound: 96/100 Steuerung: 90/100
Atmosphäre: 95/100 Singleplayer: 90/100  Multiplayer: 92/100
  • geniale Technik
  • atemberaubende Atmosphäre
  • einfache Bedienung
  • zerstörbare Umgebung
  • bombastisch inszenierte Singleplayer-Kampagne
  • noch viele Bugs 
  • Singleplayer Modus sehr linear
  • äußerst hardwarehungrig
  • Commander Modus größtenteils überflüssig
  • zu kurz geratene Story

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