Roman ‚Buddy‘ Schön ist der zweite Vorsitzende des eingetragenen Vereins Stofftiere Online. Bereits seit Ende 1999 besteht die Organisation. Damals noch unter dem Namen „Soldiers for tactical operations“. Besonders das „Wir“ wird bei SFTO groß geschrieben. In der letzten Zeit stand der Verein besonders wegen ihres des Lineups rund um Daniel ‚KrowNii‘ Michel in den Schlagzeilen. Nach einigen Cheat-Vorwürfen, musste er das Team verlassen. Später folgten auch seine anderen Teamkollegen. Im Interview mit escene.de redet Roman ‚Buddy‘ Schön über das alte Team, die Organisation SFTO und den deutschen eSport.
escene.de: Stofftiere Online e.V. besteht mittlerweile schon seit über zehn Jahren. Wie die meisten Organisationen musstet auch ihr einige Tiefen durchmachen. Gerade über das ehemalige CS:GO-Lineup um Daniel ‚KrowNii‘ Michel wurde viel debattiert. Wie wurde die ganze Situation seitens des Managements betrachtet? Wie schätzt Du die Reaktion der Community ein?
Wir vom Management haben diese Situation und die damit verbundene Entscheidung bewusst abgewartet. Grade der Boost um Daniel war anfangs nicht wirklich der Rede wert. Immer mehr Bans kamen nach der ESL und uns blieb dann nichts mehr übrig, als auch den Schritt zu gehen und ihn zu entlassen.
Euer Motto ist: „Friendship Lasts Longer Than Skill“, frei übersetzt: „Egal welche Höhen und Tiefen im Laufe der Zeit zu überwinden sind, in unserem Verein zählt immer die Freundschaft und der Zusammenhalt untereinander“.
Gerade nach dem Kick von Daniel ‚KrowNii‘ Michel sieht die Community das Ganze sehr kritisch. Warum habt ihr euch letzten Endes doch gegen KrowNii entschieden?
Ja, das mag sein. Aber unser Motto bleibt unser Motto. Nur haben wir in unserer Vereinssatzung auch eine klare Struktur, wo wir uns ganz klar von Spielern trennen, die Bans in manchen Ligen bekommen.
Nachdem KrowNii das Team verlassen hat, ist auch das restliche Lineup aus der Organisation ausgetreten. Wie seid ihr nach nur ca. zwei Wochen an ein neues CS:GO-Team gekommen? Wie lief die Verpflichtung ab?
Das ging recht zügig. Viele Teams klingelten schon während der Saison an und wollten unser Team ersetzen. Daher ist es für einen Verein mit einem Core-Slot nicht schwer ein neues Team zu bekommen.
Als zweiter Vorsitzender einer Organisation fallen sicher einige Arbeiten an. Kannst Du uns einen Einblick in deine Hauptaufgaben und Deinen allgemeinen Wochenablauf geben?
Meine Arbeit bezieht sich nur auf Vertragliches sowie die Verteilung und Planungen von Finanzausgaben. Durch meine langjährigen Freund Pascal ‚CoxX‘ Langhoff, der mit mir im Vorstand von den Stofftieren sitzt, sowie Ertem als ersten Vorsitzenden, haben wir hier klare Aufteilungen der Arbeiten. Hinzu kommen unsere Manager in den verschiedensten Bereichen, sodass wir hier Familie, Freunde und Verein gut unter einen Hut bekommen. Man muss aber auch sagen: Ohne das Orga-Team jetzt, wäre Stofftiere nicht immer in der Lage, frühzeitig allen Teams und Mitgliedern gleichmäßig guten Support zu bieten.
Neben Deinen Verwaltungsarbeiten bist Du auch für das Sponsoring verantwortlich. Wie einfach ist es mittlerweile an Sponsoren zu kommen? Hat sich das Ganze durch den Zuwachs einiger eSport-Sympathisanten verbessert?
So einfach wie früher in den 1.6-Zeiten ist das nicht mehr. Viele mögliche Investoren sehen noch immer kaum einen nutzen im deutschen eSport, bzw. haben auch nicht mehr so einfach das Geld locker in der Tasche. Die meisten Partner oder Sponsoren, die viele Clans und Vereine auf ihren Seiten anpreisen, bieten halt nur Rabatte oder Partnerprogramme.
Neben einem CS:GO-Team habt ihr auch einige professionelle FIFA-Spieler. Sind weitere Spiele neben CS:GO und FIFA 17 geplant?
Ja, der FIFA-Bereich ist aber auch so eine Sache. FIFA-Spieler sind anstrengend. (lacht) FIFA erinnert mich an meine Kindergartenzeit. Viele dieser Spieler nehmen ein Gegentor so, als würde die Welt untergehen und am nächsten Tag ist alles vergessen. Das stresst hin und wieder, aber es macht auch Spaß mit allen zu arbeiten. Weitere Teams und Spieler sind bei uns immer auf dem Schirm, aber das Passende zu finden ist schwer.
Wie lange bist Du bereits bei Stofftiere Online e.V. und wie hat sich der CS:GO-eSport entwickelt? Welche positiven wie auch negativen Veränderungen nimmst Du wahr?
Ich weiß es nicht genau. Ich habe die Zeit bei SFTO vergessen. Eigentlich bin ich ja schon zum zweiten mal hier. Zur Entwicklung so im Generellen kann ich echt nichts sagen außer: Das viele Jammern, Flamen und Cheaten ist weiterhin ein echtes Problem.
Die ESL Meisterschaften haben seit neuestem ein Ligasystem. Laut der ESL wird dieses System von vielen Teams bevorzugt, zwecks der besseren Planung. Findest du das überraschungsreiche Cupsystem besser oder bevorzugst du das Ligasystem?
Ich finde das Ligasystem ganz klar besser für die ESL Meisterschaft. Wenn es hierzu wie beim Fußball auch eine Relegation geben wird, also Absteiger und einen Relegationsplatz, fände ich es gut. Alles weitere zu diesem System und ob es sich bewährt, werden wir sehen.
Mit dem Wachstum des eSports in Deutschland werden auch immer mehr Kontrahenten geboren. Was hebt euch von der Masse hervor? Sind in Zukunft Neuerungen in der Organisation geplant und wenn ja, welche?
Neuerungen wie Webpräsenz, eine neue Smartphone-App oder auch Fanartikel sind geplant und in der Anschaffung. Aber generelle Änderungen wüsste ich bis dato nicht. Wir fühlen uns mit unseren Teams sehr wohl, diese fühlen sich bei uns wohl, warum soll man dann Veränderungen herbeirufen?
Was ist für Dich der wichtigste Punkt zum Erfolg einer Organisation? Was fehlt vielen deutschen Organisationen und was könntet ihr besser machen?
Es gibt nur eins, was meines Erachtens zum Erfolg führen kann und das ist in meinen Augen: Freundschaft und Zusammenhalt. Man beobachtet fast nur noch Teams, die sich drei Monate kennen und sich dann wieder auflösen, weil der Bezug zueinander fehlt. Was man besser machen kann, muss jeder Verein für sich erkennen. Es ist schwer Tipps zu geben.
Wir von escene.de wollen uns recht herzlich für das Interview bedanken und wir wünschen Dir und Stofftiere Online e.V. noch viel Erfolg.





























































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