Nach dem ganzen Trubel und den Schlagzeilen rund um die Krise bei Crytek gab nun Mitgründer und CEO Cevat Yerli dem Magazin Eurogamer ein ausführliches Interview. In diesem sprach er über die finanziellen Probleme, den Verkauf der Marke Homefront sowie im Allgemeinen über die Ereignisse der letzten Monate. Laut Yerli war die Umstellung zu F2P einer der Hauptgründe für die Ereignisse in der Vergangenheit.
Auf Eurogamer.net gab der CEO von Crytek, Cevat Yerli, jetzt ein detailliertes Interview und äußerte sich zu den Ereignissen der letzten Wochen. Die negativen Schlagzeilen über das deutsche Entwicklerstudio in Bezug auf verspäteten Gehaltszahlungen, den Verkauf der Marke Homefront und die schlechte finanzielle Situation nahmen in letzter Zeit kaum ein Ende. Auf die Frage zu den finanziellen Problemen gab Yerli eine typisch bürokratische Antwort:
»Der Hauptgrund war die Umstellung. Wir beobachten, wohin sich die Branche entwickelt. Wir wussten, dass Free2Play-Titel und Spiele als Dienste – Online-Dienstleistungen im Allgemeinen – die Zukunft des Spielens werden würden. Wir wussten das schon eine Weile. Aber wir haben unsere Retail-Spiele fertiggestellt oder hatten sie noch Entwicklung, Homefont als Beispiel.
Aber dieser Wechsel benötigte eine ganz andere Kapitalausstattung, als auch eine zusätzliche Auswahl an Talenten und neue Arten von Ausgaben und Prognosen. All das führte zu zeitlich reduzierten Kapitalressourcen, darüber sind wir jetzt allerdings hinweg. Das war der Hauptgrund für die Situation – die gesamte Umstellung von Crytek.«
Der CEO erklärte, dass Crytek weder gekauft wurde noch dass man einen Investor habe. Stattdessen soll es einen Deal über kommende Erlöse mit einem Partner gegeben haben. Mehr Details ließ sich Yerli aber nicht entlocken. Denkt man jedoch drüber nach, so wäre der Verkauf der Marke Homefront mit der erhaltenen Finanzspritze nicht nötig gewesen. Aber auch hier dementierte der Crytek-Chef einen finanziellen Grund für den Verkauf. Der Deal kam lediglich aus strategischen Gründen, im Rahmen der Neuausrichtung, zustande und hatte laut Yerli keine finanzielle Notwendigkeit als Hintergrund.
Und was ist mit den nicht bezahlten Mitarbeitern? Auch Eurogamer.net wollte darauf eine Antwort wissen. Der Crytek-Gründer erklärte hierzu, dass man vor einer Entscheidung stand. Entweder den Mitarbeitern zu kündigen oder diese eine Weile nicht zu bezahlen. Warum diese Entscheidung gefällt werden musste, wurde allerdings nicht erklärt. Mittlerweile seien aber alle Gehälter und Bonuszahlungen verteilt worden.
Cevat Yerli verzichtete sogar auf sein eigenes Gehalt und hat sein Privatvermögen für die Firmenumstellung eingesetzt. Gleichzeitig beteuerte er jedoch, dass man nie vor einer Insolvenz gestanden habe. Nach der Verkleinerung des Mitarbeiterstamms von ca. 900 auf 700 Angestellte und dem „All-In“ von Yerli sei Crytek nun aber wieder auf lange Sicht finanziell gesichert. Laut dem CEO freue sich die gesamte Firma auf die Gamescom, um das aktuelle Spiele-Lineup präsentieren zu können.




























































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