Führt man sich vor Augen, in welchem Tempo Blizzards Kartenspiel Hearthstone, sowohl in der Community, als auch im Esport, gewachsen ist, kann es durchaus vorkommen, auf noch unbekannte Namen zu treffen. Ein Beispiel dafür war Lars ‚Bors‘ Bodach von Vination eSports e.V., der sich auf der Dreamhack gegen 127 andere Spieler durchsetzen musste und es unter die besten acht in seinem ersten internationalen Hearthstone Turnier geschafft hat.
Im Vergleich zu anderen Hearthstone-Events, entschloss man sich auf der Dreamhack für das sogenannte „Swiss-Format“, um die besten Spieler für die K.O.-Phase zu ermitteln. Dabei wurde für die 128 Spieler der erste Gegner zufällig ausgelost und danach wurden ihnen Kontrahenten mit ähnlichen Ergebnissen zugeteilt. Sprich, wenn jemand nach seinen ersten vier Runden bei einem Ergebnis von 4-0 landet, tritt er als nächstes gegen jemanden an, der auch bei 4-0 steht. So gesehen funktioniert das System wie das der Arena in Hearthstone und wird bei anderen Kartenspielen gerne verwendet.
Als einer von fünf Spielern, die die Vorrunde mit 8-1(!) beendeten – ja, acht Siege und nur eine Niederlage -, zog Bors dann ins Achtelfinale ein. Von dort an wurde der Dreamhack-Champion dann über Single Elimination Matches bestimmt. Bors musste sich im Viertelfinale leider James ‚Greensheep‚ Luo geschlagen geben und schied nach dem Sieg gegen SKs Dawid ‚Zetalot‚ Skalski (16tel-Finale) aus.

Am Ende war es Ryan ‚Purple‚ Murphy-Root, der sich gegen sämtliche Gegner durchsetzen konnte und zum Champion der Dreamhack Winter 2015 ernannt wurde.
Vinations Team Manager Thomas ‚Johnny Gambler‚ Grohganz gab zu Bors spektakulärem Run auf der Dreamhack folgendes Statement ab:
Wir sind sehr stolz auf Bors und seinen Erfolg
auf der Dreamhack Winter. Das Vination Hearthstone-Team unterstützte
ihn zur Vorbereitung auf das Event, jedoch war ausschlaggebend seine
eigene Expertise. Bors ist ein TCG-Veterean, der bereits vor
Hearthstone diverse Kartenspiele auf professioneller Ebene spielte.
Darunter Magic: The Gathering, L5R und WoW Trading Card Game. Doch
auch in Hearthstone konnte er sich bereits in der ESL als deutscher
Vizemeister durchsetzen und steht auch nächsten Samstag erneut in
Krefeld im Wettkampf um den Titel. Seine Chancen dafür sehe ich
extrem hoch. Weiterhin danke ich auch unserem Sponsor Tt eSPORTS, die es uns möglich machten die Dreamhack in diesem Maße realisieren zu können und
dem Headmanagement Vinations, welches sich immer um die Belänge unserer Spieler kümmert. Abschließend sei zu sagen,
dass ich mich sehr über die weitere Zusammenarbeit mit Bors freue
und wir unser bestes geben, um auf großen Events erfolgreich zu
bleiben.
Zwar stehen uns seine Decklisten nicht zur Verfügung, aber aus den VODs seiner Matches kann man sich ein gutes Bild von ihnen machen. Da bei anderen gängigen Turnieren in Hearthstone selten so viele Spieler teilnehmen, verzichtete Bors wie viele andere auf Tech-Karten für bestimmte Matchups, sondern entschloss sich stattdessen schlichte und starke Decks mitzubringen. Neben dem Secret Paladin, der nach wie vor als das beste Deck auf der Rangliste gilt, und dem klassischen Ramp Druiden, sticht lediglich Bors Tempo Mage heraus. Die neue Karte aus der Erweiterung „Forscherliga„, den Astralen Beschwörer, nahm er nämlich gleich in doppelter Ausführung mit. Was von den Castern als „gierig“ bezeichnet wurde, schien sich aber letzten Endes auszuzahlen, schließlich konnte Bors knapp 2,500$ Preisgeld mit nach Hause nehmen.





























































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