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Die Gamescom 2013: Darf’s ein bisschen mehr sein?

imageMit dem ersten heiß erwarteten Schlagabtausch auf der E3 zwischen der XBOX One und der PlayStation 4 und mindestens genau so spannenden Neuerscheinungen für den PC, hat die Electronic Entertainment Expo in Los Angeles bereits einen ersten Vorgeschmack für das geliefert, was uns auf der diesjährigen Gamescom in Köln erwarten wird. Damit diese ihre mittlerweile vier Vorgängermessen seit dem Umzug in die Rheinmetropole im Jahre 2009 in allen Belangen in den Schatten stellen kann, wurde auch entsprechend viel getan. Die Hauptgänge sollen in diesem Jahr breiter angelegt sein, so dass man auch am besucherstarken Samstag eine Chance haben könnte, etwas von den aufwändig gestalteten Ständen der Publisher zu sehen, die auch in diesem Jahr wieder zahlreich die Kölnmesse aufsuchen, um ihre neuesten Spiele der breiten Masse vorzustellen.

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Die Gamescom 2013 auf escene.de wird präsentiert von Raubtierbrause und QPAD Pro Gaming Gear

An Spielern wird es erwartungsgemäß nicht mangeln. „Der Run auf die Tickets ist deutlich früher gestartet”, sagte Tim Endres, Projektmanager der Gamescom, bereits Anfang des Monats und fügte hinzu, dass besonders für Samstag, bei dem schon im vergangenen Jahr die Tageskasse bis zum Nachmittag geschlossen blieb, „nur noch 15 Prozent der kontingentierten Karten” übrig seien. Zahlen, die den Verantwortlichen sicherlich leichter über die Lippen gekommen sind, als die Bekanntgabe der Absagen von Spielegiganten wie Nintendo, Sega, Microsoft oder THQ im vergangenen Jahr. Sogar über das Aus der weltgrößten Spielemesse wurde in den Medien gemutmaßt. Alles Humbug und rund zwölf Monate später rückblickend nicht mehr als eine Momentaufnahme.
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Dass es der Spieleindustrie gut geht, beweisen auch die Lineups der Publisher, die sich im Windschatten der neuen Konsolengeneration auf der Überholspur befinden und mit aufwendig produzierten und inszenierten Spielen den Umsatz weiter anheben und damit dem Machtkampf mit der Film- und Musikbranche ein neues Kapitel hinzufügen wollen. Ein Paradebeispiel für ein auf Hollywoodniveau in Szene gesetztes Spiel ist in diesem Jahr sicherlich Battlefield 4 von Electronic Arts. Auch wenn der Multiplayershooter nach dem bereits atemberaubend gutaussehenden Vorgänger keine neue Grafikgeneration einläuten kann, so wurde an vielen Details geschraubt und beispielsweise die Gesichtsanimationen und die Wassereffekte weiter verfeinert. Von neuen „WOW-Erlebnissen”, wie das aus frühen Gameplay-Videos bekannte einstürzende Hochhaus, ganz zu schweigen. Ebenfalls aus dem Hause EA meldet sich eine legendäre Spielereihe wieder, die in den vergangenen Jahren einige Kratzer abbekommen hat und nun in neuem Free2Play-Gewand sein Image wieder aufpolieren möchte: Command & Conquer. Besonders viele Infos gibt es zum Strategiespiel nicht und auch der Free2Play-Aspekt gibt vielen Spielern zu denken. Kann das wirklich was werden? Die spielbare Version auf der Gamescom 2013 wird die Frage hoffentlich beantworten können.
Von den drei Highlights aus dem Hause Ubisoft wirft indes nur die neue Marke Watch Dogs Fragen auf, dafür aber einige ganz essenzielle: Funktioniert das ambitionierte Spielprinzip, wie viel Freiheiten werden dem Spieler in der riesigen Stadt gelassen und welchen Einfluss können wir mit unseren technischen Spielereien wirklich nehmen, oder bekommt der Spieler mal wieder einen interaktiven Kinofilm präsentiert, in dem ihm nur vorgegaukelt wird, dass sich um ihn herum mehr als eine Anreihung von Scriptszenen abspielt? Splinter Cell: Blacklist und Assassin’s Creed 4: Black Flag liefern indes mehr vom bewährten Spielprinzip und dürften daher auf der Gamescom lediglich das bestätigen, was die bisherigen Spielszenen suggeriert haben.
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Gewohnt geheimniskrämerisch gibt sich auch in diesem Jahr Blizzard Entertainment. Standen im vergangenen Jahr noch die Massen Schlange, um sich in einer Multiplayerpartie StarCraft 2: Heart of Swarm die neuen Einheiten um die Ohren zu hauen oder in der neuesten World of WarCraft-Erweiterung Mists of Pandaria die namensgebenden Pandaren anzuspielen, müssen in diesem Jahr andere Marken aus dem Blizzard-Universum die Erwartungen der Fans erfüllen. Zum einen wäre das Hearthstone: Heroes of WarCraft, das Free2Play-Kartenspiel, dessen Beta erst kürzlich gestartet ist und dann gibt es da ja auch noch Diablo 3, das nach einem für viele Käufer enttäuschenden Release die Gunst der Kämpfer gegen die Höllenbrut zurückgewinnen will. Die Präsentation der Konsolenportierung wird dazu wahrlich nicht reichen, besteht doch der Großteil der Fanbase noch immer aus eingefleischten PC-Spielern. Ein erstes Addon würde hingegen definitiv für Jubelstürme sorgen und Blizzard nach der sich häufenden Kritik wieder mit positiven Schlagzeilen ins Rampenlicht rücken.
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Die Vorzeichen für eine grandiose Gamescom 2013 könnten also kaum besser sein. Mehr von allem ist das Motto. Mehr vorverkaufte Karten, mehr Platz in den Hallen, mehr AAA-Titel und damit aber auch einhergehend eine größere Erwartungshaltung der Spielergemeinschaft. Ob diese nach fünf Tagen Messewahnsinn zufrieden aus der Domstadt abreist, wird sich spätestens am Sonntagabend entscheiden, wenn die fleißigen Menschen von der Putzkolonne zum letzten Mal in diesem Jahr die verdreckten Gänge der Kölnmesse von Flyern, Betazugängen und Probemagazinen der Gamescom befreien.

Fotos: Gamescom / www.gamescom.de

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