Auf den Tag genau ein Jahr lang ist Sonys PlayStation 4 nun bei uns erhältlich. Grund genug, die noch junge Vergangenheit der Konsole Revue passieren zu lassen und sich den eindrucksvollen Erfolg noch einmal vor Augen zu führen. Denn die Geschichte der PS4 ist definitiv ein Erfolg: Sie hat den Konkurrenten Xbox One sowie die Rekorde aller hauseigenen Vorgänger überflügeln können. Prophezeit wird gar eine baldige Kontrolle des Konsolenmarkts durch Sony.
Dabei hatte die PlayStation 4 zum Launch mit einigen Problemen zu kämpfen: Nicht nur war die Auswahl der Launch-Titel sehr bescheiden, höflich ausgedrückt. Maximal Killzone: Shadow Fall konnte etwas Interesse wecken, wurde aber keinesfalls zum Straßenfeger. Dazu kam, dass viele Käufer monatelang auf ihr Exemplar der Konsole warten mussten, denn Sony kam mit der Auslieferung überhaupt nicht mehr hinterher. Auch hierzulande waren die Läden, ob vor Ort oder im Internet, in kürzester Zeit ausverkauft und kaum Nachschub in Sicht. Wenn das Spielgerät dann irgendwann kam, war es in einigen Fällen gar funktionsuntüchtig: Laut offiziellen Angaben etwa jedes 200. Gerät machte den Besitzer wegen Problemen mit der HDMI-Buchse nicht glücklich.
Trotzdem stieß die Next-Gen-Konsole auf viele Abnehmer. Vielleicht unter anderem auch, weil sie stolze 100 Euro weniger kostete als ihr Konkurrent, die Xbox One. Am ersten Verkaufstag in Nordamerika wurden über 1 Million Exemplare ausgeliefert, etwa fünfmal so viel wie der Vorgänger PlayStation 3 nach einer Woche erreichen konnte.
Mittlerweile sind die Kindheitsprobleme aber auch behoben: Seit dem Sommer bestehen keine Lieferengpässe mehr, die Zahl und die Qualität der Exklusivtitel hat sich enorm verbessert. Fürs kommende Jahr wird Sonys Konsole in der Hinsicht auch definitiv die Nase vorne haben im Rennen gegen Microsofts Konkurrenz.
Technisch hingegen tun sich die beiden Konsolen nicht viel: Die Hardware-Spezifikationen lesen sich praktisch identisch. Jedoch wurde in der PlayStation 4 statt DDR3-Arbeitsspeicher der deutlich schnellere DDR5-Standard verwendet. Derweil hat die PS4 noch einige andere Vorzüge: So ist sie schlanker und leichter als ihr Konkurrent, das Netzteil wurde zudem im Gehäuse verbaut. Ein paar Macken bestehen dennoch: Teilweise wird das Gerät wohl recht heiß, außerdem lässt sich keine externe Festplatte anschließen.
Und dennoch feiert die PlayStation 4 einen schier unaufhaltbaren Siegeszug. Selbst nachdem der Preis der Xbox One gesenkt wurde, verzeichnet Sonys Gerät die deutlich höheren Verkaufszahlen. Es ist gar so erfolgreich, dass die japanische Firma schon seit einem halben Jahr Gewinne mit dem Verkauf macht – mit dem Vorgänger PlayStation 3 war das erst nach vier Jahren der Fall.
Über 14 Millionen verkaufte Exemplare sind es nach einem Jahr in etwa. Eine ganz schöne Marke. Ob die PS4 während ihres Lebenszyklus an den Zahlen der PS2 (155 Millionen verkaufte Exemplare) kratzen werden kann? Vermutlich nicht – Sony hat aber für 2015 wohl noch einige Asse in Form von Exklusivtiteln in der Hinterhand. Ein Einbruch des Erfolgs ist also kaum abzusehen. In dem Sinne: Alles Gute, PlayStation 4.





























































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