Riot Games hat das Format der EMEA Masters Spring 2026 kurzfristig angepasst. Hintergrund war deutliche Kritik aus der Community an der ursprünglichen Turnierstruktur und der Verteilung der Startplätze für die europäischen Regional-Ligen.
Vor allem kleinere ERLs hatten sich benachteiligt gefühlt, nachdem Riot ursprünglich mehrere Regionen auf nur einen einzigen Slot reduziert hatte. Zusätzlich sorgte das geplante Play-In-Format mit Single-Elimination für Unverständnis.
Nun reagiert Riot mit einem erweiterten Teilnehmerfeld und einem deutlich überarbeiteten Qualifikationssystem.
Riot erweitert EMEA Masters auf 28 Teams
Ursprünglich sollte das Spring-Turnier stark abgespeckt stattfinden. Zeitprobleme im kompetitiven Kalender führten dazu, dass Riot das Event auf lediglich acht Tage begrenzte.
Jetzt wächst das Teilnehmerfeld immerhin auf 28 Teams an.
In einem offiziellen Statement erklärte Riot:
„Wir haben uns zusätzliche Zeit genommen, um das Format und die Slot-Verteilung erneut zu prüfen – gemeinsam mit internen Diskussionen und Community-Feedback, insbesondere bezüglich der ERL-Repräsentation.“
Eine Verlängerung des Turniers sei laut Riot zwar nicht möglich gewesen, man habe aber versucht, innerhalb der bestehenden Zeit „eine bessere Balance“ zu schaffen.
Prime League und LFL erhalten wieder drei Slots
Besonders wichtig für viele Fans: Die Prime League und die französische LFL dürfen erneut drei Teams entsenden.
Damit kehrt Riot zumindest teilweise zur gewohnten Struktur zurück.
Direkt für das Main Event qualifiziert sind:
Main Event Teams und Regionen
LFL (Frankreich)
- Platz 1
- Platz 2
Prime League (Deutschland, Österreich, Schweiz)
- Platz 1
- Platz 2
LES (Spanien)
- Platz 1
- Platz 2
TCL (Türkei)
- Platz 1
- Platz 2
Arabian League
- Platz 1
HLL (Griechenland und Zypern)
- Platz 1
LIT (Italien)
- Platz 1
Rift Legends (Polen und Baltikum)
- Platz 1
Play-Ins deutlich erweitert
Noch stärker fällt die Änderung bei den Play-Ins aus.
Das ursprüngliche Konzept hätte lediglich einen einzigen Best-of-Three pro Team vorgesehen. Wer verlor, wäre sofort ausgeschieden gewesen.
Nach der Kritik wurde das System nun deutlich erweitert.
Die Play-Ins dauern jetzt zwei Tage und beinhalten insgesamt 16 Teams.
Mit dabei sind:
Play-In Teams
- LFL #3
- Prime League #3
- Arabian League #2
- LIT #2
- Rift Legends #2
- HLL #2
- Hitpoint Masters #1 und #2
- Road Of Legends #1 und #2
- EBL #1 und #2
- LPLOL #1 und #2
- NLC #1 und #2
Am ersten Tag werden fünf Best-of-One-Runden gespielt. Die besten acht Teams erreichen anschließend eine Swiss Stage am zweiten Tag.
Dort entscheiden Best-of-Three-Serien über den Einzug in die Gruppenphase.
Damit garantiert Riot zumindest, dass jedes qualifizierte Team mehrere Spiele absolvieren darf – ein zentraler Kritikpunkt der ursprünglichen Version.
Kritik am engen Zeitplan bleibt bestehen
Trotz der Anpassungen bleibt die Diskussion um den engen Zeitplan bestehen.
Das gesamte Spring Split 2026 wirkt aktuell stark komprimiert. Besonders auffällig ist das beim NLC, dessen komplette Spring Season nur über zwei Wochen laufen soll.
Viele Fans und Verantwortliche aus den ERLs sehen darin weiterhin ein strukturelles Problem für die europäische Tier-2-Szene in League of Legends.
Gerade kleinere Regionen kämpfen ohnehin bereits mit geringerer Sichtbarkeit, weniger Sponsoren und kürzeren Seasons. Entsprechend sensibel wurde die ursprüngliche Kürzung der EMEA-Masters-Slots aufgenommen.
Riot versucht Balance zwischen Zeitdruck und ERL-Repräsentation
Mit den neuen Änderungen versucht Riot nun offensichtlich, einen Mittelweg zu finden.
Die großen Regionen behalten ihre starke Präsenz, während kleinere ERLs zumindest wieder mehr Chancen auf internationale Spiele erhalten.
Ob die Anpassungen ausreichen, um die Community langfristig zufriedenzustellen, dürfte sich allerdings erst während des Turniers zeigen.



























































