Seit dem Erfolg des Oblivion Remasters wird auch die Rufe nach einem Fallout-Remake immer lauter. Viele Fans wünschen sich eine überarbeitete Version des Rollenspiel-Klassikers von 1997. Doch einer der Schöpfer des Originals, Tim Cain, dämpft die Erwartungen: In einem aktuellen YouTube-Video erläutert er, warum ein Remaster des ersten Fallout-Spiels nahezu unmöglich sein könnte.
Quellcode zerstört: Kein Zugriff mehr auf das Original
Cain berichtet, dass er beim Verlassen von Interplay angewiesen wurde, sämtliche Kopien des Fallout-Codes zu vernichten. Er folgte der Anweisung so strikt, dass er nicht nur den finalen Code, sondern auch Prototypen und Bibliotheken löschte, die auch seine privaten Projekte beeinflusst haben. Einige seiner alten Programme lassen sich deshalb heute nicht einmal mehr kompilieren.
Juristische und technische Hürden
Neben dem fehlenden Code nennt Cain eine Vielzahl weiterer Probleme:
- Lizenzrechte für Musik: Diese wurden 1997 ohne Hinblick auf eine Neuveröffentlichung abgeschlossen.
- Ingame-Videos: Die Zwischensequenzen wurden in einem proprietären Format erstellt, das heute kaum noch konvertierbar ist.
- Alte Entwicklungsumgebungen: Die Werkzeuge, mit denen Fallout entwickelt wurde, existieren teilweise nicht mehr oder sind mit heutigen Systemen nicht kompatibel.
Zwar existieren laut Mitgründerin Rebecca Heineman noch einige Code-Snapshots, doch auch diese würden nicht ausreichen, um ein komplettes Remaster umzusetzen.
Wäre ein Remake überhaupt noch Fallout?
Cain geht sogar noch weiter: Selbst wenn man all diese Probleme überwinden würde, müsste man das Spiel so stark an moderne Erwartungen anpassen, dass es kaum noch das Original wäre. Die Benutzeroberfläche wäre für viele heutige Spieler zu altmodisch, komplexe Spielmechaniken müssten vereinfacht werden. „Dann erstellt man nicht mehr einfach ein Remaster, sondern ein neues Spiel“, resümiert Cain.

























































