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Fifa 14 im Test: Realistischer dank Detailverbesserungen

imageAuf der Gamescom 2013 konnten wir zum ersten Mal Hand an das neue Fifa 14 anlegen, und obwohl es seinem Vorgänger optisch auf dem ersten Blick stark ähnelte, erkannte der Serienfan schnell die im Detail liegenden Verbesserungen, durch die sich EA Sports Fußballsimulation schon im August in den Messehallen merklich runder anfühlte. Der erste Eindruck täuschte nicht, denn auch die Verkaufsversion von Fifa 14 erwies sich in unserem Test als deutlich mehr, als ein typisches Jahresupdate eines Sportspiels. Auch wenn das in der heutigen Zeit, in der viele traditionsreiche Spieleserien vor lauter Aufgüssen auf der Stelle treten, schon eine gute Nachricht für Fans des Spiels ist, möchten wir natürlich einen näheren Blick auf die Verbesserungen werfen, die Fifa 14 seit seinem Vorgänger gemacht hat. 

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Da wäre zum einen das gedrosselte Spieltempo, durch welches taktisch anspruchsvolle Spielzüge nun deutlich vereinfacht werden, da ihr nun die entscheidende Sekunde mehr habt, um den öffnenden Ball zu spielen oder euch mit schnellem Kombinationsspiel durch die gegnerische Abwerreihe zu zaubern. Langsam spielt sich Fifa 14 deswegen jedoch noch lange nicht, denn besonders schnelle Spieler wie Real Madris Christiano Ronaldo oder Borussia Dortmuns Pierre-Emerick Aubameyang können mit einem Sprint das Tempo deutlich anziehen und ermöglichen dadurch den gezielten Einsatz von Tempowechseln, um Lücken in das Gegnerische Stellungsspiel zu reissen.
Deutlich stärker muss bei Fifa 14 besonders bei schnellen Spielzügen der Körperschwerpunkt der Akteure beachtet werden. Die von EA auf den Namen „Locomotion Engine” getaufte Spielmechanik simuliert dabei sehr glaubwürdig die Masse der Spieler, die bei einem Richtungswechsel erstmal wieder in Bewegung gesetzt werden will. Kleine und besonders flinke Spieler wie Leonardo Messi können dadurch so manchem Abwehrhühnen wie Daniel Van Buyten den ein oder anderen Knoten ins Bein Spiel. Das ist zum einen realistischer, als es noch in Fifa 13 der Fall war, erleichtert zum anderen aber auch das Verteidigen.
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Zwar haben es große, träge Abwherspieler schwer, sich gegen einen schnellen Flügelflitzer zu behaupten, jedoch müssen auch die gegnerischen Offensichspieler vorsichtiger mit Richtungswechseln umgehen und können nicht mehr so leicht hakenschlagend durch die Abwerhrreihen marschieren, ohne den Ball dabei leichtfertig zu verlieren. Die „Locomotion Engine” kann dadurch also sowohl für Angreifer als auch Verteidiger Fluch und Segen zugleich sein, hilft der Glaubwürdigkeit der virtuellen Kicker aber in jedem Fall ein gutes Stück nach vorne.
Licht und Schatten gibt es auch in Fifa 14 wieder bei den KI-Mitspielern eures Team. Diese bringen sich nun zwar besser ins Spiel ein, laufen sich frei und bieten sich für Pässe an, doch starten sie noch all zu oft zu früh durch und stehen dann selbst bei kurzen und relativ ungefährlichem Passspiel im Abseits. Wer die Minimap im unteren Bildschirm also nicht immer im Auge hat, wird den Pfiff des Schiedsrichters häufiger hören, als ihm lieb ist, was den Spielfluss zu häufig stört.
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An den Nerven zerrt manchmal auch das Kopfballspiel, das oft noch zu willkürlich wirkt. Zwar hat EA hier schon an den Stellschrauben gedreht, perfekt ist es jedoch noch immer nicht. So stellen sich auch Kopfballstarke Abwehrreihen oft noch sehr dumm an, wenn Spieler wie Messi zum Kopfball ansetzen.
Gelungen ist dagegen auch in diesem Jahr wie gewohnt das Lizenzpaket, das neben der 1. und 2. Bundesliga auch nahezu alle anderen wichtigen europäischen Spitzenligen beinhaltet. Eine der wenigen Ausnahmen stellt auch in diesem Jahr wieder die türkische Süper Lig dar, die nicht enthalten ist. Dafür könnt ihr aber auch am Zuckerhut in der brasilianischen Liga, in Australien, Südkorea oder sogar in Kolumbien gegen das Leder treten. Für reichlich Abwechslung ist also gesorgt und auch optisch sehen die Kicker ihren Vorbildern in diesem Jahr noch ein Stückchen ähnlicher und wirken vor allem dank der flüssigeren Bewegungen glaubwürdiger.
Fifa 14
Publisher: Electronic Arts Releasetermin: 26.09.2013 Preis: 49,99 – 69,99 € Plattform: PC, Xbox, PlayStation, Mobile 
Fifa 14 hat in diesem Jahr einen guten Sprung nach vorne gemacht. Zwar fallen viele der Verbesserungen eher im Detail auf, aber gerade diese sind es, die das Spielgefühl besser machen, als je zuvor. Durch die etwas langsamere Spielgeschwindigkeit und die verbesserten Bewegungsanimationen, hat Fifa 14 zudem einiges an Realismus dazugewonnen und ist schon lange nicht mehr das arcadelastige Gegenstück zu Konamis Pro Evolution Soccer. Und trotz aller Pluspunkte, gibt es für EA noch Luft nach oben. So wurde auf dem PC auf Next-Generation-Grafik im Gegensatz zu den neuen Konsolen verzichtet und auch am Spielfluss kann man über die KI-Kollegen und die konsequente Weiterführung des eingeschlagenen Weges in Richtung mehr Realismus noch einiges tun. Den richtigen Grundstein hat Fifa 14 aber gelegt und ist damit ein ausgesprochen gutes Fußballspiel geworden. 92
Grafik: 91/100 Sound: 88/100 Steuerung: 90/100
Umfang: 94/100 Realismus: 89/100 Multiplayer: 94/100
  • Realistischer dank verringertem Spieltempo
  • Bewegungen deutlich verbessert
  • Schöne Spielzüge möglich
  • Großes Lizenzpaket
  • Tolle Fußballatmosphäre
  • Kommentatoren wiederholen sich recht schnell
  • Zuschauer noch immer unschön
  • Spieler laufen etwas zu oft ins Abseits
  • Keine Next-Gen-Grafik auf dem PC

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