Fünf große Comeback-Momente in der eSports-Geschichte

13.11.2018 13:23

Jeder liebt eine gute Comeback-Story, Geschichten von Willenskraft und Beständigkeit angesichts schier aussichtsloser Situationen. Es sind die Momente, in denen Underdogs zur Spitze aufsteigen und Veteranen ihren alten Glanz wiederfinden, die auf Dauer im Gedächtnis der Menschen verbleiben.

Die Esport-Szene hat uns seit ihrem Bestehen ein ums andere Mal mit Momenten dieser Art versorgt, Augenblicken in denen Skill in seiner reinsten Form den gesamten Ausgang eines Matches in Sekundenbruchteilen entscheiden können. Hier seht ihr, in keiner festen Reihenfolge, fünf der größten Comeback-Geschichten des Esport.

 

  1. Der Daigo-Parry – Daigo Umehara vs Justin Wong @ EVO 2004 (Street Fighter)

Beginnen wir diese Liste direkt mit dem vielleicht definierenden Moment in der Geschichte der EVO-Turniere. 2004 standen sich im Halbfinale von Street Fighter 3rd Strike Daigo Umehara und Justin Wong gegenüber, zwei der unbestreitbar größten Namen der Prügelspiel-Szene. Es sollte ein klassisches Street Fighter 3-Match werden, Justin als Chun Li gegen Daigo als Ken. Justin ging früh in Führung, aber Daigo gleichte zeitnah aus und es kam zu einer letzten Runde im ersten Spiel. Justins Chun Li prügelte Daigos Ken schnell auf ein Minimum seiner Lebensleiste runter und versuchte schließlich, mit einer Super-Attacke den Sack zu zu machen. Chun Lis Super besteht aus 15 einzelnen Attacken, nur ein Treffer wäre genug gewesen, um Daigo KO zu setzen. Anstatt klein beizugeben führte eine der beeindruckendsten Paraden aller Zeiten aus. Um unbeschadet aus dem Angriff hervorzugehen, musste Daigo nicht nur blocken, er musste jeden einzelnen Tritt mit perfektem Timing parieren. Jede einzelne Parade für alle 15 Tritte saß, makellos. Und als ob das nicht genug wäre, beendete er kurzerhand mit seiner eigenen Super-Attacke die Runde und das erste Spiel für sich, während das Publikum vor Ort förmlich an die Decke ging.

  1. xPekes Backdoor – Fnatic vs SK Gaming @ Intel Extreme Masters 2013 (LoL)

Geltend als einer der Klassiker in der Geschichte von League of Legends hat xPekes Backdoor-Taktik ein verloren geglaubtes Spiel in einen unwahrscheinlichen Sieg gewandelt. Es war ein anstrengendes und ausuferndes Spiel, das sich SK Gaming und Fnatic bei den Intel Estreme Masters in Katowice lieferten. Das Match dauerte knapp eine ganze Stunde und SK drohten dank eines Baron-Buff, den Nexus von Fnatic endgültig niederzureißen. Die Rechnung hatten sie aber ohne xPekes Kassadin gemacht, dieser hat sich (ohne Absprache mit seinem Team) kurzerhand per Teleport zum letzten eigenen Belagerungs-Minion in der völlig unbewachten  gegnerischen Basis teleportiert, um den Nexus von SK einzureißen. Dabei nutzte er ein ums andere Mal seine Ultimate, um sich um den Nexus herum zu teleportieren und Abstand zum gegnerischen Olaf aufzubauen, der ihn am Sieg zu hindern versuchte. Am Ende siegte xPeke mit nur noch einem Bruchteil seiner HP und wurde zurecht als Held des Matches gefeiert.

  1. Justin Wong gewinnt EVO 2014 – Justin Wong vs Chris G @ EVO 2014 (Marvel vs Capcom 3)

Wieder ist die Rede von Justin Wong, dieses Mal aber mit seinem eigenen Comeback. Lange galt Wong als einer der besten Marvel vs Capcom 2-Spieler der Welt, fiel aber nach dem Release von MvC 3 im Ranking ab, verlor Turnier nach Turnier. Ändern sollte sich das aber bei EVO 2014. Wong mähte durch die Konkurrenz, teilweise durch Titelverteidiger der letzten Jahre wie Flocker und Filipino Champ. Schlussendlich stand er im Finale Chris G gegenüber, einem von Wongs stärksten Gegnern. Runde 1 entschied er souverän für sich, auch die zweite Runde gewann er nach Time Up mit einem knappen Vorsprung. Die dritte Runde hingegen ging an Chris, in der vierten sollte sich das Match aber entscheiden. Wong gewann mit seinem Team aus Akuma, Storm und Wolverine und sicherte sich, nach Jahren der Niederlage wieder einmal den Titel als bester MvC-Spieler der Welt.

  1. Der Hungrybox-Reset – Hungrybox vs Armada @ EVO 2016 (Smash Bros Melee)

Juan „Hungrybox“ DeBiedma war zum ewigen Zweiten verdammt. In den Jahren zwischen 2012 und 2015 landete er konstant auf dem zweiten Platz bei einigen der größten Esports-Turniere, inklusive EVO. Ein ums andere Mal versagte er im Finale, meistens gegen Größen wie Armada und Mew2King. Doch 2016 sollte Schluss damit sein. Beim Finale des Smash Bros Melee-Turniers auf der EVO stand er als Sieger des Loser-Brackets dem Schweden Adam Lindgren aka. Armada gegenüber. Als Finalist aus dem Loser-Bracket musste Hungrybox nicht nur ein, sondern gleich zwei Best-of-Five-Matches gegen Armada gewinnen, während für Armada ein einziger Sieg gereicht hätte. Das erste Match sollte bei einem Stand von 2:2 in einem letzten Spiel entschieden werden. Am Ende hatten beide Spieler nur ein Leben übrig und die Lage sah für Hbox bei einem Schadenswert von 104% nicht gut aus. Doch mit einem einzigen Rest-Move von seinem Pummeluff schoss er Armadas Fox aus der Arena und sicherte den Reset für sich. Dieser erste Sieg war für sich schon beeindruckend, aber Hbox hatte Blut geleckt. Nach einem knallharten Kampf auf Augenhöhe stand es am Ende des zweiten Matches wieder 2:2. Und Hungrybox gewann. Am Ende sicherte er sich zum ersten Mal in seiner Karriere einen Sieg bei dem größten Beat ’em Up-Tunier der Welt und einen Platz als einer der besten Melee-Spieler aller Zeiten.

  1. THE Comeback – CLG.EU vs Moscow 5 @ DreamHack Summer 2012 (LoL)

Gehen wir zum Schluss noch einmal zurück zu League of Legends. In LoL steht das Match zwischen CLG.EU und Moscow5 von der DreamHack Summer 2012 als Sinnbild für den Ausdruck Comeback. Die beiden Teams standen schon das ganze Jahr über in einer Rivalität zueinander und das Match galt wegen der grundverschiedenen Spielstile der beiden Teams als Publikumsliebling. Bei der DreamHack Summer 2012 standen sie sich im letzten Spiel der Gruppenphase gegenüber und der Sieger würde als Erstplatzierter in die Playoffs einziehen. Nach einem starken Early Game von CLG drehten M5 zum Mid-Game ordentlich auf und führten nach einer halben Stunde in Sachen Kills, zerstörter Türme und verdientem Gold. CLG mussten sich in die Defensive zurückziehen, während M5 nahezu ohne Gegenwehr die Drachen und den Baron für sich sicherten. CLG hielten allerdings die Stellung, ließen keine weiteren großen Vorstöße der Gegner aus Russland zu. Schließlich starteten M5 einen riskanten All-Out-Teamfight, verloren sang- und klanglos und stießen CLG die Tür Richtung Sieg weit auf. In nur fünf Minuten verwehrten sie M5 einen Baron, drückten sie bis in ihre eigene Basis zurück, erzielten ein Ass und nutzten die lange Respawn-Zeit der Gegner um kurzerhand den Comeback-Sieg für sich zu entscheiden.

 

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