Mit Spannung erwarteten wir die Präsentation von Activisions diesjährigem Call of Duty namens Advanced Warfare. Nach den zunehmend immer schlechter werdenden Rezensionen zu den letzten Titeln der jährlich erscheinenden Serie stellt sich die Frage, ob das Entwicklerstudio Sledgehammer Games nach einer für CoD ungewöhnlich langen Entwicklungszeit das Ruder herumreißen kann. Dafür durften wir das Spiel dann schließlich sogar selbst über mehrere Runden testen.
Tatsächlich gibt es so einige Neuerungen zu bestaunen. Am Gameplay ändert sich grundlegend nichts, weiterhin wird auf kleinen Karten rasante Shooter-Action ausgetragen. Mehrere neue Features erweitern den Spielspaß aber um feine Nuancen. Call of Duty: Advanced Warfare spielt in der Zukunft, daher tragen die Soldaten im Spiel ein Exoskelett. Dieses erlaubt meterhohe Sprünge, plötzliches Stürmen nach vorne und wildes Rutschen auf dem Boden. Auch verschiedenartige temporäre Boosts für den Spieler wie erhöhte Regeneration und Unsichtbarkeit werden so ermöglicht.
Schon vor dem Spiel überrascht uns Advanced Warfare mit neuen oder vollständig überarbeiteten Features. Bezüglich der Loadouts kehrt das aus Black Ops bekannte System zurück. In Advanced Warfare gibt es 13 Punkte zu verteilen. Wie diese verteilt werden, liegt aber ganz im Ermessen des Spielers. Nach Belieben können wir so bspw. statt eines dritten Score-Streaks lieber einen weiteren Perk mitnehmen, wenn wir denken, dass dies besser zu unserem Spielstil passt. Die Belohnungen für Score-Streaks lassen sich zudem nun verbessern, so können wir bspw. den Geschützturm statt Kugeln Raketen feuern lassen.
Die extrem detaillierten Charaktermodelle bzw. -rüstungen lassen sich durch viele Ausrüstungsgegenstände individuell gestalten. Neue Gegenstände finden wir in „Supply Packs“, die etwa so wie die Battlepacks aus Battlefield funktionieren werden und uns für Spielzeit belohnen. In diesen gibt es auch neue Waffen und Skins für ebendiese.
Das Waffenarsenal bleibt größtenteils klassisch, hier und da stehen uns aber futuristische Geräte wie ein Laser-Blaster und ein Druck-Gewehr zur Verfügung. Die fügen sich nahtlos ins Spiel ein und sind nicht übertrieben stark. Wollen wir vor Rundenbeginn eine Waffe ausprobieren, können wir ohne Ladezeit sofort in eine Testumgebung springen, die uns Ziele vor die Nase stellt. Im Test ein echt cooles Feature.
Am wichtigsten sind definitiv die Gameplayänderungen. Mit den hohen Sprüngen kommt die Fähigkeit, plötzlich in eine Richtung zu zischen oder auch über den Boden zu rutschen. Titanfall lässt grüßen – aber die neuen Features sind eine wirkliche Bereicherung für das Gameplay. Sie machen es schneller, spannender, abwechslungsreicher, bleiben dabei aber intuitiv. In Advanced Warfare geht es nun auch in die Vertikale.
Zusätzlich zu den neuen Maps, die teilweise mit „Echtzeit-Events“ wie einer über die Karte spülenden Riesenwelle locken, aber sonst nichts Besonderes sind, gibt es auch einen neuen Spielmodus. In diesem geht es darum, einen Satelliten in die gegnerische Basis zu bringen. Für beide Teams gibt es nur einen Satelliten, und der Spieler, der ihn trägt, kann keine Waffen nutzen. Teamplay ist hier extrem wichtig, und der Modus machte uns richtig Spaß.
Call of Duty: Advanced Warfare erfindet das Rad sicher nicht neu. Es bringt aber ebenso sicher die lange vermisste Originalität in die Serie. Mit den zahlreichen neuen Features und der passablen Grafik werden wir hier einen soliden, spaßigen Multiplayer-Shooter sehen. Aus der Tatsache, dass Activision kein Wort zum Singleplayer verlor, schließen wir einfach mal, dass dieser einfach keine Erwähnung wert ist.































































You must be logged in to post a comment Login