Vor einiger Zeit wurde Pillars of Eternity über Kickstarter finanziert. Knapp 4 Millionen Dollar konnte das ambitionierte RPG-Projekt sammeln. Genug Budget für Entwickler Obsidian Entertainment, um die eigenen Pläne zu verwirklichen. Ein klassisches Rollenspiel im Stil von Baldur’s Gate fordern die Unterstützer, und sie sollen es bekommen. Auf der Gamescom stellte Publisher Deep Silver uns das Spiel etwas genauer vor.
Pillars of Eternity wurde von der Community finanziert und wird daher auch für diese entwickelt. Die Macher richten sich nach den Wünschen der Spieler, bauen ein, was gefordert wird. Von Anfang an orientierte sich das RPG an ganz klassischen Spielen wie Baldur’s Gate. Die Community scheint es gut zu finden und die Entwickler zeigten uns am Fachbesuchertag mit großer Leidenschaft, dass sie voll hinter dem Projekt stehen.
In Pillars of Eternity suchen wir genretypisch unseren Helden aus einer Reihe von Rassen, Klassen und Spezialisierungen aus. Neben den bekannten und von der Community geforderten Elfen, Orks und Zwergen gibt es auch interessante neue Rassen wie die „Godlike“. Dies sind Wesen, die sich als irdische Götter ansehen. Nach der Wahl der Rasse wählen wir noch zwischen mehreren Unterklassen. So können wir bspw. als Godlike zwischen „Death“, „Fire“, „Nature“ und zwei weiteren wählen. Je nach Auswahl verändert sich hier die Kopfform von einer bedrohenden Deformation zu einem flammenden Inferno.
Ebenfalls rollenspiel-typisch erfolgt dann die Auswahl der Klasse. Jede der etwa ein Dutzend Klassen wie Paladin oder Magier birgt unterschiedliche Fähigkeiten und damit einen eigenen Spielstil. Sogar auf Quests soll sich die Wahl auswirken: Einige Klassen können mit gewissen Quests Probleme haben, während andere Spieler diese als sehr einfach empfinden, verspricht der Entwickler.
Im Spiel ziehen wir mit einer Gruppe von Abenteurern rund um unseren Helden los. Bis zu acht Gefährten können wir steuern. Hinter klassischen Gruppen-Kämpfen offenbart sich eine riesige taktische Vielfalt: Jeder Charakter erfüllt eine unterschiedliche Aufgabe, und die Kombination aller Fähigkeiten führt zum Erfolg.
Pillars of Eternity ist kaum für Casuals geeignet: Schon auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe konnte in der Demonstration eine einzelne Riesenspinne die Gruppe vor große Probleme stellen und verheerenden Schaden anrichten. Mit den höheren Schwierigkeitsstufen werden aber nicht nur die Monster stärker, auch andere Variablen werden verändert: Statt neun Lagerfeuer-Utensilien können wir dann beispielsweise nur noch drei tragen, um unsere Gruppe rasten zu lassen. So wird Pillars of Eternity auch und besonders Puristen sowie Hardcore-Gamer ansprechen.
Das Kampfsystem mit Dutzenden Zaubern und Fähigkeiten konnte in der Demonstration überzeugen. Ganz wie in der „guten alten Zeit“ der Rollenspiele halt. Die Koordination der gesamten Gruppe wird wichtig, denn nur so sind die Kämpfe machbar. Dazu hilft eine taktische Pausier-Funktion, um den Überblick zu behalten und Befehle zu erteilen.
Pillars of Eternity ist ein reines Singleplayer-Spiel und wird hunderte Stunden Spielzeit garantieren. Die vorgestellte Map bietet laut Entwicklerangaben drei bis vier Stunden Spielzeit. Und es soll letztendlich über 150 Maps geben. Rollenspiel-Fans sollten sich Pillars of Eternity definitiv anschauen, auf der Gamescom konnte es uns sehr überzeugen.































































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