Der Start von Sony Online Entertainments Online Zombie Survial-Game H1Z1, lief gestern alles andere als erfolgreich ab. Nach längeren und schweren Probleme mit den Log-In-Servern, gibt es nun massive Kritik an den Ingame-Drops durch Flugzeuge, die über Echtgeld gerufen werden können. Die Log-In Probleme und die nicht erreichbaren Spiel-Server sind inzwischen aber wieder erreichbar.
Bei den sogenannten Airdrops, vermutet aktuell eine Vielzahl von Spielern eine dreiste Pay 2 Win-Abzocke. Die Vermutungen beruhen auf aktuelle Beobachtungen der Spieler, bei denen die kostenfpflichtigen Airdrops mit seltenen Waffen und anderen, Vorteil verschaffenden Items, gespickt waren. Das widerspricht stark der Aussage des Entwicklerteams, welches im Vorfeld verhement behauptete, dass H1Z1 ausschließlich kosmetische Items für Echtgeld anbieten würde.
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Im Livestream wurde unter anderem gesagt, dass es keine Waffen gegen Bezahlung geben wird
Betrachtet man das Konzept der Airdrops allerdings etwas genauer, offenbart sich ein möglicher Ablauf der so gar nichts mit Pay 2 Win zu tun hat. Laut Sony Online Entertainment-Präsident John Smedley, gab an, dass das Konzept der Airdrops extra als eine Art Server-Event gestaltet wurde. Spieler kaufen sich die Tickets für Airdrops und bei Aktivierung verursacht der Abwurf sowie das Flugzeug viel Lärm und Aufsehen, was selbstverständlich mehr Spieler, aber auch mehr Zombies anlockt. Das ganze ist dann das Event.
Wer es noch nicht herauslesen konnte: Ein Spieler bezahlt also Geld für eine Zufallsauswahl an Items, ob kosmetischer Natur oder in Form von Waffen, sei mal dahin gestellt, und hat die Items aber keinesfalls sicher. Die Lootkiste ist nämlich für alle Spieler zugänglich. Komme ich also aufgrund von zu vielen Zombies oder Gegnern nicht an die abgeworfene Kiste, darf ich dabei zuschauen, wie sich ein anderer Spieler die Items von meinem Echt(!!)geld in die Taschen steckt. Großes Tennis!
Zugegebenermaßen ist das Konzept schon irgendwie interessant, wer allerdings seine sauer verdiente Kohle in einem Pre-Alpha Game für andere Spieler ausgibt, muss schon ein extremer Fan des Spielprinzips sein. Der einzige der davon profitiert ist augenscheinlich der Publisher, der das Geld so oder so einheimst. Pay 2 Win kann man das aber nicht nennen.
John Smedley nahm zu den Würfen auch schon Stellung und postete auf reddit.com, dass das Prinzip der Airdrops von Anfang an bekannt und öffentlich war. Nichtsdestotrotz, kündigte er große Veränderung diesbezüglich für die nächsten Tage an. Unter anderem soll der Abwurfradius der Kisten stark vergrößert, sowie die Droprate für Waffen signifikant verringert werden.
Zwar befindet sich H1Z1 in den Steam-Verkaufscharts weit oben, jedoch überschlagen sich die User nicht gerade vor lauter Lobpreisung. Betrugsvorwürfe und reine Pay 2 Win-Abzocke werden primär als Schlagwörter in Bezug auf H1Z1 verwendet. Das wirkt sich natürlich auch auf die Nutzerreviews aus. Die sind aktuell höchstens im Mittelmaß angesiedelt. Wie es mit H1Z1 in Zukunft weitergeht, kann natürlich nicht gesagt werden. Smedley sagte vor Early Access-Start, dass das Spiel gemeinsam mit der Community weiterentwickelt werden soll. Bleibt zu hoffen, dass für das Zombie-Survival-Game ein faires Free 2 Play-System gefunden wird und der Entwickler sich tatsächlich mit der Community auseinandersetzt.

































































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