Die ersten Halbfinalisten des IEM Cologne Major 2026 stehen fest. Während Aurora erstmals in der Organisationsgeschichte ein Major-Halbfinale erreichte, durchbrach FURIA endlich seinen langjährigen Viertelfinal-Fluch und darf weiter vom Titel träumen.
Vor über 18.000 Zuschauern in der LANXESS Arena lieferten beide Teams überzeugende Vorstellungen ab und sicherten sich ihre Plätze unter den letzten vier Mannschaften des Turniers.
Aurora setzt sich souverän gegen BetBoom durch
Aurora ließ sich von den Spekulationen rund um mögliche Veränderungen nach dem Major nicht aus der Ruhe bringen und besiegte BetBoom mit 2:0.
Bereits auf Nuke zeigte das türkische Team eine starke taktische Leistung. Zwar hielt BetBoom dank mehrerer Clutch-Runden von Kirill „Boombl4“ Mikhailov lange dagegen, insgesamt hatte Aurora die Partie jedoch jederzeit unter Kontrolle.
Besonders Ali „Wicadia“ Haydar Yalçın bestätigte seine starke Form der vergangenen Monate. Der junge Türke gilt seit Jahren als eines der größten Talente seines Landes und entwickelte sich 2026 endgültig zu einem der wichtigsten Spieler des Teams. Mehrere entscheidende Deagle-Kills ebneten Aurora den Weg zum Erfolg auf der ersten Karte.
Anschließend übernahm İsmailcan „XANTARES“ Dörtkardeş das Kommando. Der türkische Superstar spielte eine seiner besten Arena-Partien überhaupt und erzielte auf Nuke ein Rating von 1,78.
Sollte XANTARES diese Form ins Halbfinale mitnehmen, dürfte Aurora für jeden Gegner gefährlich werden.
BetBoom erreicht sein Limit
Für BetBoom endet dagegen eine bemerkenswerte Turnierreise.
Das Team war bereits in Stage 1 gestartet und hatte trotz fehlender Vorbereitung sowie zweier Stand-ins überraschend die Playoffs erreicht. Gegen Aurora reichte die individuelle Qualität jedoch nicht mehr aus.
Besonders Boombl4, der zuvor mehrfach mit wichtigen Clutches glänzte, fand auf Anubis überhaupt nicht ins Spiel und beendete die Karte zwischenzeitlich sogar mit einer 0:15-Statistik.
Trotz der Niederlage kann BetBoom auf eines der erfolgreichsten Turniere der Organisationsgeschichte zurückblicken.
FURIA beendet den Viertelfinal-Fluch
Im zweiten Viertelfinale setzte sich FURIA nach einem 0:1-Rückstand gegen 9z durch und gewann die Serie mit 2:1.
Dabei begann die Partie denkbar schlecht für die Brasilianer. Auf Dust2 geriet FURIA früh ins Hintertreffen und verlor die Karte mit 8:13. Mehrere starke Aktionen von 9z-Kapitän Maximiliano „max“ Gonzalez sorgten dafür, dass die Südamerikaner ihren Map-Pick erfolgreich verteidigten.
Clutches bringen FURIA zurück ins Spiel
Auf Mirage kippte die Serie zugunsten der Brasilianer.
Zwar startete 9z erneut stark und erspielte sich zwischenzeitlich eine 6:2-Führung, doch mehrere wichtige Clutches sorgten für die Wende. Besonders Danil „molodoy“ Golubenko glänzte mit einer spektakulären 1-gegen-3-Situation.
Angeführt von Gabriel „FalleN“ Toledo sicherte sich FURIA schließlich einen 13:9-Erfolg und erzwang die entscheidende dritte Karte.
Der Traum vom Major-Titel lebt weiter
Auf Overpass zeigte FURIA anschließend seine beste Leistung der Serie.
Trotz verlorenem Pistol Round erspielten sich die Brasilianer eine dominante 9:3-CT-Hälfte und kontrollierten die Partie anschließend souverän. Mit einem 13:6-Erfolg machten sie den Halbfinaleinzug perfekt.
Für FURIA ist dieser Erfolg besonders bedeutend. Sowohl beim Austin Major als auch beim Budapest Major war das Team im Viertelfinale ausgeschieden. Nun gelang erstmals der Sprung in die Runde der letzten Vier.
Halbfinale zwischen Aurora und FURIA steht fest
Damit kommt es im Halbfinale zu einem Duell zweier Teams, die bisher nicht zu den absoluten Favoriten des Turniers zählten.
Aurora reist mit einem überragenden XANTARES an, während FURIA nach dem Ende seines Viertelfinal-Fluchs mit viel Selbstvertrauen auftreten dürfte.
Für beide Organisationen bietet sich nun die große Chance, erstmals ein Major-Finale in Counter-Strike 2 zu erreichen.




























































