Pistolen poliert, Krawatte sitzt und die Klaviersaite im Halfter der Anzugsjacke versteckt – nun zur Zielperson. Vor genau zehn Jahren veröffentlichte Eidos den dritten Teil der Assassinen-Reihe Hitman. Das Spiel wurde vom dänischen Entwickler IO Interactive entwickelt. Dieser Teil war zwar nicht einer der erfolgreichsten Teile der Serie, dennoch glänzt er für seine damaligen Verhältnisse mit tollen Eigenschaften.
Story: Wie man aus der Introsequenz entnehmen kann, schleppt sich Agent 47 schwerverletzt in ein Hotelzimmer, wo er kurz darauf zusammen bricht und in Form von Flashbacks seine alten Aufträge, die er einst durchführte, wieder durchlebt. Man könnte es auf Grund dessen als eine Art ‚Remake‘ ansehen, was aber auch nicht so genau zutrifft, da die Missionen etwas bis kaum einen Zusammenhang besitzen. Dabei spielen wir uns vom Sanatorium, wo Agent 47 einst von Dr. Meyer erschaffen wurde, bis zum Ende, von der Geburtstätte bis hinüber nach Asien.
Unter anderem wird man im Laufe des Spiels auf Missionen treffen, die bereits in Hitman: Codename 47 ihren Platz fanden. Des Weiteren wird gezeigt, wie Agent 47 im Laufe der Missionen durch einen von der Agentur geschickten Arzt zusammengeflickt wird, wonach wir uns gegen Ende des Spiels in unserem Hotelzimmer wiederfinden, das von einer Spezialeinheit der Polizei umstellt wurde. Unsere Aufgabe kurz vorm Schluss? Fliehen natürlich.

Darstellung: Hitman: Contracts präsentiert sich in einem dunklen Gewand. Der Großteil der Missionen spielt bei Nacht. Dabei liefert der Titel für seine damaligen Verhältnisse tolle Licht und Schatten-Effekte, eine gute Grafik sowie eine gelungene Atmosphäre. Egal ob wir in den einsamen Gängen des Sanatariums umherschlendern oder in den hellbeleuchteten Straßen Asiens, das Konzept geht überall gut auf.
Steuerung und Gameplay: Das Spiel wird Maus und Tastatur gespielt. Dabei bilden die Tasten W, A, S, D die Grundbasis unserer Bewegung. Mit E interagieren wir mit Objekten wie z.B. Türen. Mit G schmeißen wir unsere Ausrüstung weg und mit Strg schleichen wir uns hinfort oder zum Gegner, je nach Situation. Mit Shift rennen wir, was zu Gute kommt, wenn wir grade verfolgt werden. Natürlich sind wir in der Lage dies alles anzupassen. Die Maus dient lediglich zum Schießen, Umsehen und Waffenauswahl. Ebenfalls anzumerken ist, dass wir mit F1 in der Lage sind zwischen Third und First Person hin und her zu wechseln, was in manchen Situationen garnicht mal so schlecht ist.
Hitman wird wie seine Vorgänger gespielt: Wir starten an unseren vom Spiel bestimmten Anfangsort und schreiten zur Tat. Uns wird dabei wieder mal die Wahl gelassen, ob wir uns lautlos und unauffällg verhalten, um somit den heiß begehrten Titel des ‚Lautlosen Killers‘ abzugreifen, der wiederum eine Bonuswaffe freischaltet, oder wir verhalten uns wie Rambo und ballern uns den Weg zu der Zielperson, die es auzuschalten gilt, frei. Natürlich steht uns hierbei eine große Anzahl an Waffen und Ausrüstung zur Verfügung, doch die müssen wir zuerst von unseren Gegnern ‚ausleihen‘. Bleibt die Waffe bis zum Ende der Mission im Inventar, so steht sie uns zur Auswahl, wenn wir nach Abschluss des Spiels eine Mission nochmal spielen wollen.
Atmosphäre: Wie bereits oben angesprochen, spielen die Missionen meistens bei Nacht. Unter anderem dadurch wird das Spiel unangenehmer. Besonders in der Mission ‚Alte Handelstraditionen‘ ist das besonders signifikant. Alleine wenn man durch den abgesperrten Bereich und in das Badezimmer eines bestimmten Raums geht und in den Spiegel schaut wird man einen Geist sehen. Dieser Geist ist heutzutage wohl bekannt in der Spielerszene und wird als Easteregg angesehen. Je nach Mission passt die Atmosphäre immer zu Agent 47, kalt, dunkel, still und heimlich sowie tödlich. In Kombination mit der Musik, die vom bekannten Komponisten Jesper Kyd (der unter anderem den Soundtrack für Assassin’s Creed produzierte) komponiert wurde, beeindruckt das Spiel gleich umso mehr.
Fazit: Auch wenn Hitman: Contracts mittlerweile in die Jahre gekommen ist, besticht es mit seiner düsteren Atmosphäre, dem Soundtrack sowie der für die damalige Zeit guten Spieletechnik noch heute. Wer vielleicht ein oder zwei Groschen in seinem Portemonnaie zu erübrigen hat, kann diesem Spiel für nur 5,99 Euro im Steam Store ruhig eine Chance geben.






























































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