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StarCraft 2

Korea unschlagbar? Letzer nicht-asiatischer Premier-Erfolg im Jahre 2012

imageLange lange ist es her, dass ein Nicht-Asiate ein Premier Event im Echtzeit-Strategiespiel StarCraft II gewann. Der letzte Erfolg eines Europäers liegt zweieinhalb Jahre zurück. Zwischendurch konnte zwar der Taiwaner Yang ‚Sen‘ Chia Cheng bei der Taiwan eSports League 2014 einen Titel gewinnen, doch die koreanische Szene scheint weiterhin unschlagbar. Im Jahre 2012 gingen viele Premier Turnier-Titel an Europäer, doch mittlerweile sieht man nur selten Nicht-Koreaner in den Playoffs großer Turniere.

Das neue WCS-System: Vorteilhaft für Nicht-Koreaner

Durch das neue System der World Championship Series, das seit der ersten Saison des Jahres 2015 aktiv ist, lädt es nicht-koreanische Profi-Spieler zu besseren Ergebnissen ein. Der größte Vorteil liegt darin, dass durch die zusammengesetzten Regionen von Europa, Amerika, Asien bis hinzu Australien, wenige Koreaner teilnehmen dürfen. Die koreanischen Profis, die an der WCS teilnehmen möchten, müssen einen Wohnsitz außerhalb Koreas haben. Ausnahmeregel ist der Koreaner Park ‚ForGG‘ Ji Soo, der für einige Jahre außerhalb Koreas lebte und deshalb teilnehmen darf. Trotz des neuen WCS-Systems, ging die erste Saison der WCS 2015 an den Koreaner Choi ‚Polt‘ Seong Hu, der damit seinen vierten WCS-Titel feiern durfte.

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Foto: ripten

Das Grand Final 2014 ohne nicht-koreanische Beteiligung

Durch die Premier Events, aber inzwischen auch teilweise Major Events, können die Teilnehmer WCS-Punkte sammeln. Die WCS und GSL haben eine Gesamtpunktzahl von 12.250 WCS-Punkten. Durch die WCS-Punkte erhält man eine Chance, an den Grand Finals der WCS auf der BlizzCon in Anaheim teilzunehmen. Dort gibt es schließlich einen Preis-Pool von sage und schreibe 250.000 US-Dollar, der auf die 16 teilnehmenden Spieler aufgeteilt wird. Der Norweger Jens ‚Snute‘ Aasgaard erzielte im letzten Jahr knapp zu wenig Punkte, da er bei den letzten Turnieren zum Ende des Jahres eine zu geringe Platzierung und so zu wenig Punkte erhielt.

Während sich im Jahr 2013 mit dem Schweden Johan ‚NaNiwa‘ Lucchesi immerhin ein Foreigner für die Grand Finals qualifizieren konnte, sah es im letzten Jahr nicht so gut für die internationale Szene aus. Auch in diesem Jahr stehen bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Foreigner unter den besten 16 Spielern der WCS-Rangliste. An 20. Stelle befindet sich aber der Däne Patrick ‚Bunny‘ Brix mit 1350 Punkten, also besteht für dieses Jahr wieder Hoffnung, da noch einige Turniere in der zweiten Jahreshälfte anstehen.

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Foto: Facebook.com/TaKeTV

Welche nicht-koreanischen Profi-Spieler erzielen derzeit die meisten Erfolge?

Die Liste der nicht-koreanischen Profis ist groß, doch viele können sich nicht durch die Massen der Koreaner kämpfen. Zum besten internationalen Spieler des Jahres 2014 wurde Snute von Team Liquid bewertet. Snute zeigte im letzten Jahr großartige Ergebnisse, scheiterte aber erst kürzlich in der Round of 32 der WCS 2015 Season 2. Neben dem Award des besten internationalen Spielers, erhielt Snute auch einen Award als besten Foreigner Zerg-Spieler des letzten Jahres. Doch erst wenige Tage nach seinem Ausscheiden aus der WCS, war das Fragezeichen über den meisten Zuschauern und Fans groß. Er schrieb nämlich im Chat seines Livestreams etwas, was auf ein Karriereende hindeutete. Seitdem hörte man von Snute auch nicht mehr viel, was darauf hin deutet, dass er es tatsächlich ernst meinte. 

Zum besten nicht-koreanischen Terraner des letzten Jahres wurde Bunny ernannt, was sich auch in seinen bisherigen Erfolgen in diesem Jahr wiederspiegelt. Neben seiner Playoff-Teilnahme an den Gfinity Spring Masters II, kam er auch in der ersten Saison der WCS 2015 unter die besten vier Spieler. In der derzeit laufenden zweiten WCS-Saison 2015, trifft er in Gruppe A demnächst auf zwei Koreaner und den Deutschen Fabian ‚GunGFuBanDa‘ Mayer.

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Foto: readmore.de

Woran liegt es, dass koreanische Spieler in den großen Turnieren fast unschlagbar scheinen?

Viele Koreaner spielen in vielen verschiedenen Ligen gleichzeitig, so zum Beispiel der größten Teamliga Proleague und nebenbei in der Global StarCraft League sowie der StarCraft II StarLeague. Dadurch haben sie ein viel größeren Spielrhythmus und erhalten auch mehr Erfahrungen auf Offline-Events. Die koreanischen Teams, die an der Proleague teilnehmen, haben viele Coaches, die zusammen mit den Spielern täglich für mehrere Stunden Spiele und Situationen analysieren. Die Spieler haben einen bestimmten Tagesablauf, der auf eine gute Performance auf Turnieren ausgelegt ist und dazu auch beiträgt. 

Zwar gibt es außerhalb Koreas auch einige professionelle Teams, doch oftmals haben die Spieler dort kein bestimmtes System (keinen genauen, strukturierten Tagesablauf). Die koreanischen Profis werden größtenteils besser trainiert und investieren täglich mehr Zeit in ihr Hobby, welches für sie gleichzeitig auch ein Job darstellt.

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Kein Premier-Erfolg eines Nicht-Asiaten seit dem Übergang von Wings of Liberty zu Heart of the Swarm

Am 20. Januar 2013 wurde das letzte Premier Turnier des Grundspiels StarCraft II: Wings of Liberty gespielt. Knapp einen Monat vorher gewann zuletzt ein Nicht-Asiate ein Premier Event in StarCraft II. Seit März 2013 starteten die großen Ligen auf die erste Erweiterung von StarCraft II, Heart of the Swarm zu wechseln. Seitdem gewann Nein nicht-Koreaner außer dem Taiwaner Sen, ein Premier Event in StarCraft II. Einige Spieler sind zu diesem Stichtag abgegangen, viele sind aber auch dazugekommen. Im Veröffentlichungsjahr von StarCraft II: Heart of the Swarm, sah man noch vermehrt Nicht-Koreaner in den Playoffs sowie Finals vieler großer Turniere, doch danach wurden es immer weniger. Zwar erreichten sie oftmals noch knapp die Playoffs, scheiterten dort aber gegen die hohe Anzahl an Koreanern. Ob die Änderungen zwischen Wings of Liberty und Heart of the Swarm ein Grund für die wenigen, nicht-koreanischen Erfolge waren, oder sich die Anzahl an koreanischen Profi-Spielern erhöht hat, bleibt fraglich.

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