League of Legends: Kommt der Game-Klassiker bald in die Kinos?

17.04.2020 13:29

Schon eine Weile ranken sich Gerüchte um eine Verfilmung des Welterfolg-Spieles „League of Legends“. Doch das Warten scheint vergeblich zu sein – obwohl das Game unfassbar erfolgreich ist. Was ist also dran an den Gerüchten, die derzeit wieder entflammt sind? Kommt „League of Legends“ wirklich ins Kino?

Die Faszination, das gesamte Universum der Fantasy-Welt auf der ganz großen Leinwand zu sehen, begeistert Entwickler und Fans gleichermaßen. Dass bei „League of Legends“ viel Potenzial für einen Film besteht, sieht man schon an den Musikvideos und Cinematics des Spieles. Bei Riot weiß man jedoch auch um die Schwierigkeiten in der Produktion. Weil das Game äußerst erfolgreich ist, würde es an Zuschauern sicher nicht mangeln. Doch die Frage ist, ob der Film den hohen Erwartungen der Zuschauer gerecht werden würde.

An Spielverfilmungen haben sich schon viele Regisseure versucht. Die bisher bekannteste und halbwegs erfolgreiche Kino-Adaption eines Spieles ist der „World of Warcraft“-Film. Dennoch wurden die meisten anderen Filme dieser Kategorie eher schlecht rezensiert und fanden kaum Anklang: unter ihnen „Need for Speed“ oder das Uwe Boll-Desaster „Alone In The Dark“. Aus diesem Grund möchten die Produzenten nicht unüberlegt handeln und warten etwas ab, bevor sie sich an die Planung einer Spielverfilmung wagen. Natürlich gibt es aber auch andere Hürden: So erfordert die Produktion eines Filmes, allein schon der Geschichte, völlig andere Kompetenzen als in einem Spiel. Riot gibt sich dennoch zuversichtlich und bleibt fest überzeugt von dem Wunsch, im Filmbusiness erste Schritte zu gehen. Das Fantasy-Genre boomt nämlich weiterhin in Filmen sowie den verschiedensten Gamegenres. Nach dem Ende der HBO-Serie „Game of Thrones“, startete Netflix mit „The Witcher“ durch und präsentierte einen legitimen Nachfolger für Genre-Fans. Spiele wie „Final Fantasy“ oder „Dungeons & Dragons“ sind ebenso beliebter denn je. Auch William Hill Games legt mit seinem Slot „Barbarian Fury“ ein Spiel vor, das in der Zeit von magischen Wesen und kämpferischen Kreaturen angesiedelt ist. Über mangelndes Interesse dürfte sich demnach niemand beklagen.

Das Geheimrezept von „League of Legends“

Seit 2009 überzeugt „League of Legends“ die Spieler immer wieder aufs Neue von sich. Mittlerweile spielen es bis zu 100 Millionen Menschen pro Monat. An diesen Punkt kann man selbstverständlich nur mit einer unverwechselbaren Strategie überzeugen. Das Game ist im Grunde recht schlicht und besitzt ein festes Ziel, nämlich die feindliche Basis zu zerstören. Diese Mission bleibt stets unverändert, genau wie die Karte. Was sich allerdings ändert, sind die Mitspieler, Champions und die Möglichkeiten. „League of Legends“ erlaubt es somit, verschiedene Helden mit unterschiedlichen Taktiken zu kombinieren und sich selbst stets neu zu erfinden. Die Planung der Entwickler ist einfach, aber ausgeklügelt. Alle zwei Wochen gibt es Patches, bei denen Charaktere angepasst sowie Kombinationen gestärkt oder geschwächt werden. Auch die Spieler müssen somit flexibel bleiben. Sie können nicht ständig die gleiche Strategie nutzen, denn sie verliert vielleicht ab einem bestimmten Zeitpunkt ihre Wirkung. Ein weiterer Punkt ist der Ladder-Reset: Die Rangliste der Spieler wird jede Season auf null zurückgesetzt.

Kleine Schritte gehen

Seit Jahren begeistert „League of Legends“ trotz der recht simplen Spielstrategie. Das liegt vor allem an der Art, wie das Spiel sich selbst immer wieder neu erfindet. Man kann sich deshalb sicher sein: Das Potenzial für die Planung eines Kinofilms besteht. Bevor sich die Macher jedoch an die große Produktion wagen, testen sie aktuell mit einer Animationsserie aus, welche Möglichkeiten bestehen. Mit der betitelten Serie „Arcane“ wollen die Schöpfer erste Wege gehen. Ein Erscheinungsdatum oder die Nennung der Plattform, auf welcher die Serie begutachtet werden kann, ist noch nicht erfolgt. Fans müssen weiterhin geduldig sein.

Was man Riot Games jedoch zugutehalten sollte: Die Firma versucht sich an filmischen Experimenten und geht einen ungewöhnlichen Weg zum Schutze ihres Mammutprojektes. Statt einfach eine millionenschwere Produktion aus dem Boden zu stampfen, testen sie mit verschiedenen Mitteln die Reaktionen der Fans. Man möchte sich genug Zeit nehmen, um ein authentisches Ergebnis erzeugen zu können, was die Fans mit einem wohlwollenden Nicken begrüßen.

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