Die Logitech G Pro X2 Superstrike will mehr sein als nur ein weiteres Upgrade im umkämpften Markt der Gaming-Mäuse. Statt kleiner Optimierungen setzt Logitech auf ein völlig neues Konzept für Maustasten – und genau das macht dieses Modell so interessant.
Vertrautes Design trifft auf kleine Anpassungen
Äußerlich bleibt vieles beim Alten. Die Form orientiert sich klar an der beliebten Pro-X-Superlight-Reihe, wodurch sich die Maus sofort vertraut anfühlt – vor allem für Spieler, die bereits im Logitech-Ökosystem unterwegs sind. Mit rund 61 Gramm Gewicht bleibt sie angenehm leicht und eignet sich sowohl für schnelle Flicks als auch für längere Sessions.
Das zweifarbige Design in Schwarz und Weiß wirkt modern, ohne aufdringlich zu sein. Gleichzeitig verzichtet Logitech bewusst auf Extras wie RGB-Beleuchtung oder einen dedizierten DPI-Button. Das spart Gewicht und lenkt den Fokus klar auf das Wesentliche: Performance.

HITS-Technologie verändert das Klickgefühl grundlegend
Der eigentliche Unterschied zeigt sich erst beim Klicken. Statt klassischer mechanischer Schalter nutzt die Maus ein System aus induktiven Sensoren und haptischem Feedback, das Logitech als HITS-Technologie bezeichnet.
Das hat einen spürbaren Effekt. Der Druckpunkt ist nicht mehr fest vorgegeben, sondern lässt sich individuell einstellen. Gleichzeitig simulieren kleine Vibrationen das Klickgefühl, wodurch sich jede Einstellung anders anfühlt – von extrem leicht bis bewusst spürbar. Ohne aktive Haptik wirken die Tasten fast wie „tot“, was zunächst ungewohnt ist, aber zeigt, wie stark sich das System von klassischen Mäusen unterscheidet.
Mehr Kontrolle durch Rapid Trigger und Feintuning
Ein weiterer spannender Aspekt ist der sogenannte Rapid Trigger, der aus dem Bereich der Gaming-Tastaturen bekannt ist. Hierbei reicht es, die Taste minimal zu entlasten, um sie sofort erneut auszulösen. Das ermöglicht theoretisch schnellere Klickfolgen und reduziert die notwendige Bewegung.
In Kombination mit den einstellbaren Druckpunkten entsteht ein sehr individuelles Setup. Spieler können beispielsweise einen besonders sensiblen Klick für schnelle Reaktionen nutzen oder bewusst mehr Widerstand einstellen, um Fehlklicks zu vermeiden. Genau diese Flexibilität ist es, die die Maus von vielen Konkurrenzprodukten abhebt.

Performance auf Top-Niveau – mit leichter Eingewöhnung
Auch abseits der neuen Technologie liefert die Maus die erwartete High-End-Leistung. Der Hero-2-Sensor mit bis zu 44.000 DPI und eine Polling-Rate von bis zu 8.000 Hz sorgen für präzises Tracking und geringe Latenzen.
Im Spiel zeigt sich: Die Maus kann tatsächlich schnellere Eingaben ermöglichen, vor allem in Shootern oder bei schnellen Klick-Sequenzen. Gleichzeitig braucht es eine kurze Eingewöhnungszeit, da sich das Klickverhalten deutlich von klassischen Mäusen unterscheidet. Wer sich darauf einlässt, bekommt jedoch ein sehr direktes und kontrolliertes Spielgefühl.
Im Alltag solide, aber ohne echten Mehrwert
Außerhalb von Games relativiert sich der Vorteil der neuen Technik. Für Office-Arbeiten, Programmierung oder Bildbearbeitung funktioniert die Maus zwar problemlos, bietet aber keinen echten Produktivitätsgewinn. Der Mehrwert liegt hier eher im Komfort und in der Anpassbarkeit als in messbarer Effizienz.
Akkulaufzeit und Fokus auf Gaming
Mit einer Akkulaufzeit von rund 90 Stunden ist die Maus auch für längere Nutzung ausgelegt. Dank Unterstützung für Logitech PowerPlay lässt sie sich sogar kabellos während der Nutzung laden. Auf Bluetooth wird verzichtet, was den klaren Fokus auf stabile und latenzarme Gaming-Verbindungen unterstreicht.

Hoher Preis, aber auch echte Neuerungen
Mit einem Preis von etwa 179 Euro bewegt sich die Superstrike im oberen Segment. Im Vergleich zu anderen Mäusen bietet sie weniger klassische Features, setzt dafür aber auf eine Technologie, die es so bislang kaum gibt.
Genau hier liegt ihre Stärke. Die Maus richtet sich weniger an Gelegenheitsspieler, sondern vor allem an Nutzer, die ihr Setup bis ins Detail optimieren wollen. Für diese Zielgruppe kann die Kombination aus anpassbarem Klickverhalten, Rapid Trigger und geringem Gewicht einen echten Unterschied machen.
Neue Richtung für Gaming-Mäuse
Die Logitech Pro X2 Superstrike zeigt, dass Innovation im Bereich Gaming-Mäuse noch möglich ist. Statt nur schneller oder leichter zu werden, verändert sie die Art, wie Eingaben überhaupt funktionieren.
Ob sich dieses Konzept langfristig durchsetzt, bleibt abzuwarten. Klar ist aber schon jetzt: Diese Maus hebt sich deutlich vom Markt ab – nicht durch Marketing, sondern durch einen echten technologischen Ansatz.
Hinweis: Dieser Artikel wird nicht von Logitech gesponsert, jedoch wurde unserer Redaktion ein Sample zur Verfügung gestellt.

























































