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Mit Dampf in die Vergangenheit – Final Fantasy VIII im Test

imageAm 11. Februar 1999 erschien Final Fantasy VIII für die Playstation. Der Titel wurde damals von vielen eingefleischten Final Fantasy-Fans kritisch verfolgt, konnte sich aber dennoch durchsetzen. Schon nach drei Monaten spielte der Titel 50. Millionen US-Dollar ein und konnte 2006 den 22. Platz der besten Spiele aller Zeiten im japanischen Gamingmagazin „Famitsu“ belegen. Final Fantasy VIII brach mit vielen traditionellen Standards der Serie: So gab es neben realistisch wirkenden Charakteren erstmals eine gesungene Titelmelodie, ein anderen Aufbau im Geldsystem, das Levelsystem wurde überarbeitet und beim Erlernen von Zaubersprüchen gab es ebenfalls Änderungen. Wir durften für euch die neue Steam-Version antesten und verraten euch, wie diese abschneidet.



Squall Lionheart, ein 17-jähriger Kadett der Militärakademie „Balamb-Garden” wird dort zu einem Mitglied der sogenannten SeeD-Einheit ausgebildet. Diese Söldnereinheit beherrscht sämtliche Waffen- und Magiekünste und verfügt über die sogenannten Gurdian Forces, Avatare, die ihre Elemente verkörpern und nützliche Verbündete im Kampf darstellen. Die SeeDs werden oft von Unternehmen und Nationen angeheuert. Um jedoch die Prüfung als SeeD zu meistern, muss Squall mit seiner Ausbilderin namens Quistis Trepe und seinen Mitschülern Xell Dyncht, Selphie Tilmitt und Cifer Almasy auf eine Mission. Sie besteht darin, auf den benachbarten Kontinent zu reisen, um die Hafenstadt Dollet aus den Fängen der galbadianischen Armee zu befreien, die durch ihre aggressive Politik auf wenig Sympathien stößt. Nachdem die Stadt durch Squall und seine Mitschüler befreit wurde, lernt der junge Rekrut auf seiner Abschlussfeier die schöne Rinoa Heartilly, die Tochter eines Obserst der galbadianischen Armee und Mitglied der Rebellengruppe „Waldeulen”, kennen. Nach der Abschlussfeier werden Squall, Xell und Selphie nach Galbadia entsandt, um sich dort mit den Waldeulen zu verbünden. Dort plant man das Attentat auf die neue Botschafterin von Galbadia. Auf dem Weg nach Galbadia schließen sich eurer Truppe weitere Verbündete an, die an eurer Abenteuerreise teilnehmen.

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Auf unserer Reise begegnen wir nicht nur freundlichen Gesichtern, sondern bekommen es mit fiesen Monstern zu tun, die unserer Gruppe zu schaffen machen. Die Kampfparty besteht, wie in Final Fantasy VII, aus drei Charakteren, die jeweils nach den Kämpfen gegen andere Charaktere ausgetauscht werden können, wobei jeder eigene Schwächen und Stärken besitzt. Die Kämpfe sind hierbei rundenbasiert und ihr könnt euch zwischen vielen verschiedenen Aktionen entscheiden. Doch jede Aktion sollte mit Bedacht gewählt werden, denn einmal ausgewählt, müsst ihr auf euren nächsten Zug warten und könnt euch nicht mehr umentscheiden.

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Neben dem Angriff und verschieden Zaubersprüchen habt ihr auch die Möglichkeit, die sogenannten Guardian Forces zu beschwören. Diese verfügen über starke Angriffe, die beim richtigen Zeitpunkt verheerenden Schaden anrichten können. Anfangs stehen euch drei Guardian Forces zur Auswahl: Shiva, Quetzalcoatl und Ifrit. Im späteren Verlauf des Spiels könnt ihr mehr GFs(steht hierbei für Guardian Forces) bekommen, um sie freizuschalten, müsst ihr in den meisten Fällen gegen sie kämpfen. Diese nützlichen Kampfbegleiter könnt ihr den jeweiligen Charakteren zuweisen und je öfter ihr sie einsetzt, desto schneller und stärker sind sie, da ihr deren Macht durch Abilitys weiter vergrößert. Auch das Erlernen der Zauber hat sich verändert: Ihr könnt sie, nicht wie in vorherigen Final Fantasy-Teilen erlernen, sondern müsst sogenannte Draw-Punkte finden, durch die ihr die jeweiligen Zaubersprüche in begrenzter Stückzahl findet. Diese Zaubersprüche könnt ihr auch während des Kampfes mit der Aktion „Draw” ziehen. Auch die Rüstungs- und Schmuckgegenstände verändern nicht mehr eure Statuswerte. Die einzelnen Waffen eurer Charaktere könnt ihr mit Verbesserungen aufwerten, doch um dies zu tun, benötigt es Waffenmagazine, die ihr im Lauf des Spieles finden könnt und außerdem noch die entsprechenden Zutaten durch getötete Monster. Auch im Geldsystem hat sich was getan, denn ihr bekommt diesmal kein Geld mehr, wenn ihr Monster abschlachtet, sondern erhaltet einen Sold. Dieser kann erhöht werden, indem ihr die Fragen im SeeD-Test richtig beantwortet. Eine weitere Neuerung in Final Fantasy VIII ist das Triple Triad, ein Kartenspiel, bei welchem ihr gegen verschiedene NPCs antreten könnt und somit seltene Zaubersprüche und Gegenstände gewinnen könnt.

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Final Fantasy VIII setzt für damalige Verhältnisse erstmals auf eine realistische Darstellung sämtlicher Charaktere, denn in bisherigen Final Fantasy-Teilen wurden diese stets verniedlicht oder abgewandelt. Durch diesen Eingriff wirkt das Spiel ausgereifter und ernster, als bei den vorherigen Teilen. Die Hintergrundgrafiken wirken sehr solide und modern, auch die computeranimierten Zwischensequenzen haben sich enorm verbessert. In der neuen Steam-Version wurde das Spiel extra für die neue Hardware und die Betriebssysteme Windows XP bis Windows 8.1 optimiert, denn viele Spieler meldeten Probleme mit der Installation auf neuere Systeme und hatten vermehrt Grafikprobleme. Hierbei wurde auch die Auflösung aufgewertet, nun könnt ihr also auch Final Fantasy VIII in Full HD-Auflösung genießen. Für die Nostalgie-Freunde gibt es die Möglichkeit, in den Optionen die originale Playstation-Grafik einzustellen. Die Steuerung mit Tastatur ist zwar etwas gewöhnungs bedürftig, da das Spiel ursprünglich für Controller entwickelt wurde, doch ihr konnt in den Einstellunen das Spiel auf euren Controller anpassen.

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Die Steam-Version bringt auch kleine Neuerungen mit sich, wie einen Cheat, der es Neulingen des Spiels erlaubt, all ihre gezogenen Zauber auf 100 Stück zu vermehren, natürlich sind die Steam-typischen Errungenschaften mit an Bord und das externe Minispiel „Chocobo World“ ist auch enthalten.

Der Soundtrack zum Spiel wurde wieder vom Meisterkomponist Nobuo Uematsu erschaffen der auch schon in vorherigen Final Fantasy-Teilen eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Doch ein Manko trübt diese Erfahrung, denn das Spiel nutzt die alten MIDI-Dateien aus der PC-Version. Dies ist unverständlich, da Square Enix bei Final Fantasy VII einen Patch veröffentlichte, der die Playstation Version der Lieder einfügte. Eine Möglichkeit besteht, dass Square Enix dies auch bei Final Fantasy VIII realisieren könnte. Die Titelmelodie „Eyes On Me“ von Faye Wong, einer berühmten
Pop-Sängerin aus Hong Kong, war die erste gesungene Titelmelodie eines
Final Fantasy-Teils und ist heute immer noch ein sehr guter Titel.

Final Fantasy VIII – Steam Version
Publisher: Square Enix Releasetermin: 05.12.2013 Preis: 12,99 € Plattform: PC
Die Steam-Version von Final Fantasy VIII ist durch und durch ein Segen für alte Hasen und Neulinge. Die Fehler der alten PC-Version wurden ausgemerzt und sämtliche Goodies, wie Errungenschaften und verbesserte Auflösung runden das Paket sehr gut ab. Allerdings ist hier zu bemängeln, dass der originale Playstation Soundtrack nicht vorhanden ist. Für Leute, die ihre Jugendzeit gerne wieder aufleben lassen möchten oder für Neulinge, die sich mal an den alten Teilen versuchen wollen, ist dies ein absolutes Muss und für 12,99 € kein Beinbruch. 80
Story: 8/10 Atmosphäre: 7/10 Grafik: 6/10
Gameplay: 8/10 Sound: 7/10 Steuerung: 6/10
  • super inszenierte Geschichte
  • wundervolle Charaktere
  • fordernde Kämpfe
  • langer Spielspaß
  • offene Welt
  • wunderschöner Soundtrack
  • nur Midi-Musik
  • keine verbesserten Zwischensequenzen
  • schwammige Steuerung über Tastatur

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