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Mittelerde: Mordors Schatten – Dubiose Werbe-Deals für YouTuber

imageDer Release von Mittelerde: Mordors Schatten ist wenige Tage her und schon wird Kritik an dem Social Marketing Partner von Publisher Warner Bros., Plaid Social, laut. Der Journalist Jim Sterling berichtet in der neuesten Ausgabe seine Video-Formats Jimquisition, über fragwürdige Abmachungen und Vertragsdetails zwischen YouTubern und dem Marketing-Partner Plaid Social.

Laut Jim Sterling verpflichten sich YouTuber, die den Vertrag mit der Social-Marketing-Firma eingehen, unter anderem dazu, dass Spiel stets aus einer positiven Perspektive zu beleuchten und noch vorhandene Bugs oder Glitches nicht zu zeigen. Darüber hinaus müsse versucht werden, dem Zuschauer das Spiel anhand des YouTube-Videos „verkauft“ zu werden. Ebenfalls muss ein Live-Stream und/oder Facebook- oder Twitter-Post zu Unterstützung des Videos veröffentlicht werden.

Innerhalb des Videos müssen zudem sogenannte Call-To-Actions untergebracht werden. Diese „Klick-Aufforderungen“ müssen unter anderem Links zur offiziellen Webseite beinhalten. Auch das wird vertraglich festgelegt. Mit diesem Vertrag werden die entsprechenden Streamer und YouTuber also explizit dazu aufgefordert ausschließlich positiv über Mittelerde: Mordors Schatten zu berichten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 

Selbst die einzelnen Inhalte der Videos werden vertraglich reglementiert. Das Nemesis-System soll so immer im Vordergrund stehen und die Action muss immer positiv hervorgehoben werden. Fast schon als selbstverständlich mutmaßt in diesem Zusammenhang die endgültige Überprüfung des Videos vor dessen Veröffentlichung von Plaid Social selber an.  

Jene YouTuber, die das „Angebot“ nicht annehmen, bleibt eine Review-Version des Spiels verwehrt und Videos, die selbständig produziert und veröffentlicht werden, werden mit Copyright-Claims belegt.

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Den Stein ins Rollen brachte der bekannte YouTuber TotalBiscuit, der eine Konversation zwischen ihm und Plaid Social veröffentlichte, in der er dazu aufgefordert wurde, einen sogenannten Paid-Brand-Deal mit der Firma einzugehen und damit die strengen Auflagen zur Veröffentlichung von visuellem Material zu befolgen.

Man darf gespannt erwarten, wie sich die Berichte über unlautere Wettbewerbsmethoden seitens der Publisher und etwaiger Dritt-Beteiligter weiter entwickeln werden. Einfluss auf die Verkaufszahlen werden solche Meldungen erfahrungsgemäß wahrscheinlich nicht nehmen.

Einen unparteiischen Test von Mittelerde: Mordors Schatten könnt ihr demnächst bei uns lesen.

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