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Nackig durch die Apokalypse – Rust in der Preview

imageGarry Newman, Erfinder des berühmten Half-Life 2-Mods „Garrys Mod“, veröffentlichte am 29. November 2006 die bis heute beliebte Modifikation und stieg mit der Zeit zu einem Top-Indie-Entwickler auf. Lange setzte er die Arbeit an seinem Meisterstück fort, doch seitdem die Open-World-Survival-Titel wie Minecraft und DayZ sehr populär wurden, begann er selbst eines zu entwickeln. Rust war geboren und befindet sich zur Zeit in einer Open-Beta-Phase. Das Spiel verbindet die berühmte Paranoia von DayZ mit dem bekannten Farmen, dem Herstellen von Gegenständen und dem Bauen von Häusern wie in Minecraft.

In Rust fangen wir wortwörtlich „nackt“ an, denn auf dem Server müssen wir die Dinge, die wir zum Überleben brauchen, selbst erfarmen, um damit Waffen, Werkzeuge und Kleidung herstellen zu können. Während des Farmens hören wir das geschäftige Treiben der Nachbarn, die mit Pistolen und Gewehren ums Überleben kämpfen. Nach kurzer Zeit, haben wir uns wie ein Neandertaler mit dem Stein etwas Holz zusammen erfarmt und wir bauen uns eine kleine Baracke, in der wir solange Leben können, bis wir uns ein größeres Haus erreichten können. Schnell noch ein paar Tiere getötet, damit wir etwas zu essen haben und um uns einen Schlafsack zu craften. Dieser dient wie in Minecraft als Spawnpunkt, falls wir getötet werden. Auch NPC-Gegner gibt es in Rust. Darunter sind Zombies, Bären und Wölfe vertreten, die uns das Leben schwer machen können. Wollen wir neue Gegenstände herstellen, die uns beim Ausbau unseres Hauses oder zur Verteidigung helfen, müssen wir nach den sogenannten „Blueprints“ Ausschau halten, damit wir selber aus den Rohstoffen Metalltüren, Waffen und natürlich auch bessere Werkzeuge herstellen können.

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Als wir uns nun auf den Weg in die umkämpften Gegenden machten, sahen wir schon von weitem, wie sich voll bewaffnete Spieler gegenseitig um die Items, die in diesen Gegenden spawnen, bekämpften. Da wir noch als Neuling kaum Ausrüstung hatten, geschweige denn eine Waffe, sahen wir uns woanders um. Schon nach kurzer Zeit erblickten wir einen Gegner vor uns, der mit einem Bogen auf der Jagd nach Tieren war. Langsam schlichen wir uns an ihn heran und schlugen ihn mit unserer zuvor gebauten Steinaxt eins auf die Rübe. Schnell räumten wir sein Inventar leer und gingen nach Hause. Endlich hatten wir nun Kleidung und etwas Ausrüstung.

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Nachdem sich auch einige Freunde auf dem Server eingefunden hatten, trafen wir uns an einem vereinbarten Ort und bauten uns eine Existenz auf. Nach einiger Zeit, hatten wir schon ein Haus, ein paar Waffen und sogar schon C4, das wichtig ist, wenn man gegnerische Häuser ausrauben möchte. Nachdem wir uns bereit gemacht hatten, zogen wir auch schon in das umkämpfte Gebiet. Es war nachts und wir nahmen uns den Loot vor, der dort spawnte. Doch wir gerieten unter Beschuss, feindliche Spieler sahen uns und eröffneten das Feuer. Während meine Freunde diese in Schacht hielten, lief ich nach Hause und holte das C4. Nach kurzer Zeit waren die Türen der Gegner offen und wir stürmten rein und machten kurzen Prozess mit ihnen. Dabei fanden wir haufenweise Waffen und Munition. Ein voller Erfolg.

Doch langsam wurde uns ungemütlich und das typische DayZ-Feeling traf uns. Mit einer Menge Loot heil nach Hause zu kommen und zu hoffen, dass uns keine größere Gruppe über den Weg läuft und uns angreift. Die Paranoia ist riesig und nach jedem Schuss in der Nähe fragten wir, ob es einer von uns war.

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Doch nicht nur die Soundkulisse sorgt für Spannung, auch die Grafik trägt zum Feeling bei. Es werkelt die unter Indie-Entwicklern äußerst beliebte Unity-Engine, die selbst bei dem kostenlosen Horror-Spiel Slender zum Einsatz kam.

Fazit: Rust ist in jeder Hinsicht einzigartig. Allein die Möglichkeit, sich Häuser zu bauen und durch die Gegend zu ziehen, gibt dem Spiel einen Hauch von The Walking Dead. Auch die Gefechte zwischen den Spielern machen einen Haufen Spaß. Der Sound im Spiel ist sehr gut, doch leider sind die Schrittgeräusche gleich, egal ob man auf Holz oder Stein läuft. Außerdem wirken die Animationen im Spiel noch sehr unausgereift. Doch da sich Rust noch in der Beta befindet, ist dies zu verkraften. Die Atmosphäre ist ansonsten super inszeniert. Für Leute, die von solchen Spielen nicht genug bekommen können, ist der Titel ein absolutes Muss.

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