Ein auf hochglanz polierter Ferrari nebst heißen Girls, welche sich auf dem Geschoss räkeln, warten am Stand von Need for Speed Rivals, dem neusten Teil der ehemals sehr erfolgreichen Rennspiel-Serie aus dem Hause EA. Nachdem man aber den Kurs weg von den illegalen Straßenrennen, hin zu einer professionelleren, seriösen Rennsimulation mit „Need for Speed: Shift“ einschlug, flachte der Hype um die Serie ab. Zwar gab es die ein oder andere Neuauflage, wie beispielsweise „Need for Speed: Hot Pursuit“, aus dem Jahr 2010, aber dennoch konnte EA nicht mehr an den Erfolg vergangener Tage anknüpfen. Die Titel fühlten sich an, als hätte man sie schon einmal gespielt und Innovationen suchte man auch mit der Lupe. „Need for Speed: Rivals“ will an den Erfolg vergangener Tage anknüpfen und das wird es allem Anschein nach auch schaffen. Wir konnten auf der Gamescom 2013 die Raserei von EA antesten.
Der Modus, der gespielt wurde, ist eine überarbeitete Variante der bekannten Verfolgungsjagden aus den „Need for Speed: Hot Pursuit“-Teilen. Man startet entweder als verdächtiger Raser oder als Polizist. Beiderlei Gruppierungen haben diverse Challenges zu meistern, um möglichst viele Punkte am Rundenende abzusahnen. Dies gestaltet sich sehr unterschiedlich und macht immensen Spaß, denn die Motivation steigt mit jeder abgehakten Herausforderung. Da man an keinen Streckenverlauf gebunden ist, ist es durchaus schwierig, als Polizist einen Raser mittels Nagelband außer Gefecht zu setzen, da dieser einfach von der Straße herunter, direkt durch das nächste Feld auf eine andere Straße ausweichen kann. Oder er bremst einfach scharf ab und kehrt um.

So kommt es mitunter zu kuriosen Verfolgungsfahrten, bei denen Zäune, Vorgärten und Felder ruiniert werden. Damit den kriminellen Rasern Einhalt geboten wird und sie dennoch von den Gesetzeshütern gestellt werden können, können diese, neben dem bewährten Nagelband, auf weitere Hilfen, wie zum Beispiel die EMP-Kanone, zugreifen. Einmal abgefeuert, legt sie die Elektronik des verfolgten Wagens lahm und beendet den Fluchtversuch.
Das Spiel besitzt hilfreiche Lektionen und ein rudimentäres Schadenssystem, welches sich aber nicht auf die Fahrphysik auswirkt (mit Ausnahme von zerstörten Reifen), das auch optisch einen soliden Eindruck hinterließ. Schön anzusehen sind auch beispielsweise zersplitternde Zäune oder das Laub, was aufgewirbelt wird, wenn man mit 200 km/H durchzischt. Das Geschwindigkeitsgefühl, was ja seit jeher ein Markenzeichen der NFS-Reihe ist, kommt auch hier wieder voll zur Geltung. Die Bedienung geht locker von der Hand und ist voll auf Gamepads ausgelegt. Gut integrierte Force-Feedback-Effekte machen jede Erschütterung und jede noch so kleine Bodenwelle spürbar und intensivieren das Spielerlebnis.

Fazit: Need for Speed Rivals fühlt sich wieder wie ein „echtes“ Need for Speed an und EA hat sich wieder auf alte Tugenden besonnen. Es gilt abzuwarten, ob sich der Titel gegen die Konkurrenz durchzusetzen vermag. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass das gelingen wird, denn Simulationen gibt es derzeit genug – spaßige Rasereien dieses Formats nicht.





























































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