Blizzard gab auf der offiziellen Webseite der Overwatch League bekannt, dass die ersten sieben Städte-Slots der Franchiseliga vergeben sind. Robert Kraft, Inhaber des NFL-Teams New England Patriots, hat sich das Startrecht für Boston gesichert. New York City geht an Jeff Wilpon, COO des dortigen Baseballteams Mets. Die Slots San Francisco (Andy Miller, NRG eSports), Los Angeles (Noah Whinston, CEO Immortals) und Miami/Orlando (Ben Spoont, CEO Misfits) gehen an bekannte Persönlichkeiten aus dem esport.
Auch im asiatischen Bereich sind zwei Startplätze vergeben worden. In Shanghai wird ein Team für die chinesische IT-Firma NetEase an den Start gehen, im koreanischen Seoul hat sich Kevin Chou, CEO des Mobile-Games-Anbieters Kabam eingekauft. Über den Kaufpreis pro Slot wurde seitens Blizzard kein Wort verloren. Nach Berichten von Richard Lewis und ESPN sollen aber rund $20 Millionen auf den Tisch gelegt worden sein.
Da die Overwatch-Teams an Standort gebunden sind, soll die lokale Identifikation gestärkt werden. Der Wunsch sei, eine „Forever League“ zu etablieren. Der Start der Liga am Ende diesen Jahres wurde auch im veröffentlichten Statement bestätigt. Die ersten Matches der regulären Saison (jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag) sollen aber geschlossen in einer Arena in Los Angeles ausgetragen werden, damit alle Teams Zeit für den Aufbau einer eigenen Heimstätte haben. Jedes Team habe außerdem die Lizenz, in seiner Heimat pro Jahr bis zu fünf Amateur-Events zu veranstalten, um die lokale Community zu befüttern.
so, even endemic esports brands (both somehow tied to sports teams) will pay $20m for a OWL spot. LOL https://t.co/vMZFM5SORn
— Hauke (@retakehauke) 7. Juli 2017
Um alle Städte gleichermaßen am Erfolg zu beteiligen, werde der Erlös aus Werbung, Übertragungsrechten und Ticketverkäufen auf alle teilnehmenden Organisationen verteilt. Einnahmen aus den Events vor Ort dürfen bis zu einer noch unbestimmten Grenze einbehalten werden, alles über der Grenze werde erneut auf alle Teilnehmer aufgeteilt. Außerdem können Zuschauer ihr jeweiliges Team über Ingame-Items unterstützen, denn die Hälfte aller Einnahmen aus diesen Einkäufen innerhalb des Spiels fließen in den gemeinsamen Erlöspool.
Laut eines Interviews mit dem Ligabeauftragten Nate Nanzer sei außerdem für die erste Saison kein Draftsystem wie in anderen traditionellen amerikanischen Ligen geplant. Zum Start sei es ein offener Markt, bei dem die Teams ihre Spieler frei auswählen dürfen. Der Scoutingreport, über den vor rund zwei Wochen berichtet wurde, sei nur ein Überblick, damit die Investoren ein gutes Team zusammenstellen könnten.
And with that we update our bingo board boys pic.twitter.com/nNWabzL8sY
— Survivor: Overwatch (@SurvivorOW) 10. Juli 2017
Die OWL musste im Vorfeld viel Kritik einstecken, da die Kommunikation seitens Blizzard für lange Zeit ausgeblieben ist. Auch die utopische Einkaufssumme für die Liga wurde angemerkt, so seien für das etablierte Spiel League of Legends Startplätze in der LCS für rund eine Million US-Dollar verkauft worden. Außerdem haben viele bekannte esport-Organisationen aufgrund der Ungewissheit die Verträge mit ihren OW-Spielern nicht verlängert. Zusätzlich sorgen die Zuschauerzahlen in Europa und Nordamerika für viel Skepsis am Erfolg des Titels. Blizzard habe sich bei der Akquise für die OWL ebenfalls bewusst an Investoren aus dem traditionellen Sport gewandt und bekannte esport-Brands außen vorgelassen.




























































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