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Gaming

Preview: Bounty Train – Tycoon, Dampfloks & Indianer

imageMit Bounty Train startet Daedalic Games das nächste Early Access Spiel im Steam Store. Was kann von diesem Titel erwartet werden? Kurz gesagt: Man nehme eine Prise Tycoon, gebe dazu ein Pfund Rollenspiel sowie 2 Löffelspitzen Strategie hinzu und siedle das Ganze im Wilden Westen der USA an. Doch was kann dieser Genre-Mix genau? 

Kurz gesagt: Ein bisschen von jedem. Bounty Train bedient meiner Meinung nach viele Elemente aus Genres, die seit Langem erfolgreich sind und sich bewährt haben. 

Story

Inhaltlich ist Bounty Train relativ schnell zusammengefasst. Euer Vater ist unerwartet verstorben, hat euch aber einen prima Zug, ein paar Anteile an einer gut laufenden Firma und ein kleines Startkapital hinterlassen. Mit dieser Firma soll die erste transkontinentale Zugverbindung zwischen dem Osten und Westen der USA aufgebaut werden. Hier kommt das erste Aber – aktuell hält ein Geschäftspartner mehr Aktien inne und kann über die Entwicklung der Strecke, sowie die damit verbundenen Gefahren, entscheiden. Natürlich wollt ihr zu schnellem Ruhm kommen und nicht ewig mit dem Aufbau der Strecke warten. Dazu benötigt ihr hingegen eure Geschwister, die oh Wunder, jeder ebenfalls mit 11 % der Aktien bedacht wurden. Jetzt kommt der schwierige Teil – Niemand weiß wo sich eure Geschwister aufhalten und welche Aufgaben mit der Übernahme der Aktien verbunden sind. Ein spannendes Quest durch viele bekannte Städte der USA beginnt. Neben Indianern und Banditen begleiten euch die U.S sowie die Konföderierten Armee auf eurem Weg – mal mehr und mal weniger freundlich.  Aber auch hier zählt: Geld regiert die Welt und mit einer Hand voll Dollars lässt sich auch der missmutigste Bandit überzeugen euren Zug in Ruhe zu lassen.

Handels-Simulation

Apropos Geld. Zugführer sein allein macht nicht glücklich, schon gar nicht mit einer kleinen Lok, etwas Stauraum und einem spartanischen Passagiersalon. Mit dem gelieferten Startguthaben kann man die hochgesteckten Ziele definitiv nicht erreichen – muss man aber auch nicht. Die grünen Scheine werden zum Erwerb der ersten Strecke investiert um die nächste Stadt als Anlaufpunkt freizuschalten. Hier warten einige Bürger am Bahnhofsgleis, um durch die Gegend chauffiert zu werden. Die Haupteinnahmequelle stellen aber Aufträge dar, die sich im örtlichen Bürgermeister-Büro entgegen nehmen lassen. Leider kommt hier die erste kleinere Kritik hoch, da sich Aufträge nur in Menge, Gut und Zielpunkt unterscheiden, quasi immer nach dem gleichen Schema F ablaufen: besorge Gut A und bringe es in die nächste Stadt. Waffen, Wolle & Öl sind hier, wie war es in den USA anders zu erwarten, am lukrativsten. Einen Vorteil stellt hier vor allem die Anzeige, welche Waren aktuell in den Städten benötigt werden und mit welchen Verkaufserlösen zu rechnen ist.

image Blühende Landschaften und ein einfaches Handelssystem warten auf euch. 

 
Rollenspiel & Strategie

Damit das Kaufen und Verkaufen nicht langweilig wird, hat sich der Entwickler bei einem weiteren Genre bedient. Euer Zug hat anfänglich Platz für 2 Mitstreiter, die in den Bahnhöfen angeheuert werden können und mit jedem Auftrag und (Kampf-)Einsatz im Feld an Erfahrungspunkten hinzugewinnen. Mit dem Level Aufstieg kommen auch Verbesserungen der Fähigkeiten. Die variieren übrigens zwischen Reparatur, Heilung, einer schnelleren Kohle-Zufuhr und besseren Kampf-Eigenschaften – zu Letzterem später mehr.

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Wer zusätzlich reichlich Aufträge in der vorgegebenen Zeit erfüllt und fleißig Waren durch die Gegend transportiert kann sich im Stadt Depot mit neuen Wagons eindecken. Wer viele und schwere Wagons kauft, muss auch eine stärkere Lokomotive erstehen, die wiederum einen erhöhten Bedarf an Kohle hat – ein Teufelskreis. Damit die Aufträge nicht aus den Augen verloren gehen und eine saftige Geldstrafe zu zahlen ist, werden alle wichtigen Quests am linken Bildschirmrand hinterlegt. Hier hätte ich mir allerdings etwas mehr Übersicht gewünscht, da nur wenige direkt, der Rest per Scrollen zu sehen war. Die Auftragsstrafen sind im Übrigen selten zu zahlen, da ausreichend Zeit bleibt um Aufträge abzuschließen. 

Natürlich könnte man sich auf reinen Handel einstellen und die Erpressungen der Banditen zahlen – das Spiel gibt die Möglichkeit einen reinen Güter- und Personenverkehr aufzubauen. Im anderen Fall, Begegnungen weniger friedvoll abzuschließen, zahlen die bereits oben genannten Eigenschaften und verschiedenen Wagons ein.

Wir erinnern uns: Der Wilde Westen war nicht sicher, Postkutschen waren ein leichtes Ziel für Banditen und auch Züge werden gerne mal von Indianern überfallen. Sobald der Zug zu einer anderen Stadt unterwegs ist, können euch auf den freigeschalteten Strecken Gegner auflauern. Nun müsst ihr euch entscheiden, ob das hart verdiente Geld beim nächstbesten Räuber als „Sicherheit“ hinterlegt wird oder ihr lieber euer Glück in einem kurzen Kampf versucht. Bei dieser Auswahl wird auf eine Echtzeit-Ansicht geschwenkt. Wie der Kampf ausgeht, kann von verschiedenen Faktoren beeinträchtigt werden: die Anzahl der Crew, wie ihr sie strategisch platziert und mit welchen Wagons ihr unterwegs seid. Eure Anhänger können mit Waffen oder passiven Fähigkeiten (Reparatur, Heilung) aushelfen – ein gepanzerter Güterwagon geht langsamer kaputt, als Einer aus Holz. Wichtig: Maschinengewehre an den Fenstern waren noch nie verkehrt. 

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Begegnungen dieser Art treten nicht selten auf – meine Abwehr hielt stand.

Die hier gewonnenen Erfahrungspunkte können zur Stärkung der Fähigkeiten benutzt werden. Beschädigte Wagons und verletzte Kameraden lassen sich in der nächsten Stadt reparieren/heilen. Wichtig: Falls ihr mit einem Ausgang eines Kampfes unzufrieden seid, könnt ihr diesen wiederholen. Somit lassen sich wertvolle Anhänger und Wagons oftmals mit einer besseren Taktik retten. Wem der Kampf, sowie die Möglichkeit diesen zu wiederholen, zu einfach ist, kann das Spiel auch im Hard-Modus starten. Hier können Kämpfe nicht wiederholt werden. 

Fazit 

Ein solides Spiel, dass durch seinen Genre-Mix einige Liebhaber unter den „Tycoon Fans“ finden wird. Für reine RP oder Strategie Spieler mag der wiederkehrende Anteil an Handelssimulation und der zu flache Kampf allerdings auf Dauer ermüdend wirken. Eine finale Wertung findet ihr bei uns wie immer, nach dem Release der finalen Verkaufsversion.

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