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Preview: Dirty Bomb – Teamorientiertes Free-2-Play

imageShooter gibt es wie Sand am Meer und seien wir mal ehrlich. So wirklich innovativ war schon lange kein Titel mehr. Gerade was den Markt rund um Free-2-Play angeht, vermisst man letztendlich doch immer wieder den Nervenkitzel. Dirty Bomb soll zukünftig diese Abwechslung in die Bibliothek bringen. Ob es über die Betaphasen hinaus jedoch standhalten kann, wird sich zeigen. Gute Ansätze sind bereits zu erkennen.

Jeweils im Februar und im März startete der sogenannte Stresstest. Rund 100.000 Spieler konnten ein ganzes Wochenende lang in das Spiel schnuppern und die Karten unsicher machen. Hier kam es den Verantwortlichen darauf an, inwieweit die Server standhalten würden. Mittlerweile befindet sich der Shooter bereits in der offenen Beta. Für Verwirrung sorgt aktuell die Ingame-Anzeige, dort prangt noch immer der Hinweis zur „geschlossenen Beta-Version“. Wer einmal in Dirty Bomb reinschauen möchte, der kann sich den Spieletitel über den Steam-Shop kostenlos herunterladen. Grundsätzlich ist in der Open-Beta alles zugänglich. Einzig und allein die Multiplayer-Rangliste und die persönliche Leistungsübersicht sind bis dato noch geblockt. Erfahrungspunkte hingegen kann man bereits eifrig kassieren, um im Level aufzusteigen.

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Zu Beginn einer jeden Schlacht hat man die Möglichkeit seinen Squad zusammenzustellen und seine Stimme für die nächste Karte abzugeben. Der Squad besteht aus insgesamt drei Mercs, denen man wiederum verschiedene Ausrüstungskarten – bestehend aus diversen Waffen, Ausrüstungen und Kleidung – zuweisen kann. Zwischen seinem Squad kann man nach seinem Ableben stets wechseln. Benötigt man für seine nächste Runde also eher einen Tank als Supporter, ist ein Wechsel per Tastatur (F1 – F3) möglich, ehe man erneut am Spawnpunkt sein Gefecht fortsetzt. 

Wer Einzelkämpfer im Team hat, der benötigt keine Feinde mehr. Dirty Bomb ist sehr teambasierend und erfordert großen Zusammenhalt. Die unterschiedlichen Mercs und deren hilfreichen Fähigkeiten müssen gut auf das Team abgestimmt sein. Als hilfreich erweist sich vor allem der Merc „Sawbonez“. Mit einem Defibrillator und Medi-Packs bewaffnet, greift er vermehrt als Supporter in das Spielgeschehen ein, um seine Teamkameraden fortlaufend vor dem Tod zu bewahren. Der „Fragger“ mit seinem großkalibrigen Mehrlader-Scharfschützengewehr hingegen mimt den Tank und schießt gnadenlos den Weg frei. Aktuell stehen einem insgesamt 12 Mercs zur Auswahl, obgleich sich anfangs nur drei von ihnen im eigenen Besitz befinden. An die restlichen kann man entweder durch bares Geld oder Coins gelangen. Geplant sind zukünftig rund 20 Mercs.

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Links: Überblick über die Aufgaben – Rechts: Das Ziel des Angreifer-Teams


Momentan gibt es drei Spielvarianten. Die wohl Gängigste scheint „Objective“ im Register „Schnellbeitritt“ darzustellen. Ziel ist es, als Team zu fungieren und bestimmte Missionsziele innerhalb einer festgelegten Zeit zu absolvieren. Ähnlich wie in Counter-Strike, muss beispielsweise das Angreifer-Team eine C4 legen, um das Objekt zu zerstören. Die Verteidigung hingegen muss ein Durchdringen verhindern und die C4 entschärfen, ehe es zu spät ist. An anderer Stelle muss ein Panzer unter Gefecht repariert und zu einen nahe gelegenen Ort eskortiert werden. Das gegnerische Team wird alles daran setzen, den Panzer wieder außer Gefecht zu setzen. Jede Karte hat ganz unterschiedliche Missionsziele, die erfüllt werden müssen. Das verschließen von Toren und versetzen von Spawnpunkten stellen Teilziele dar und können letztendlich über Sieg und Niederlage entscheiden.

Im Fall von „Stopwatch“ verändern sich die Ziele nicht, jedoch geht es hier um Schnelligkeit und letztendlich um Präzision. Das Missionsziel sollte so schnell wie möglich erledigt werden. Erst wenn dies geschehen ist, stoppt die Zeit und die Teams wechseln die Seiten. Das gegnerische Team erhält nun dasselbe Missionsziel und hat die gestoppte Zeit des gegnerischen Teams im Nacken. Nur wenn diese Zeit unterboten wird, kann das Match für sich entschieden werden. Gerade bei dieser Spielvariante kommt es auf Absprachen und strukturierter Koordination an. Wer dem „Public-Style“ nicht viel abgewinnen kann, der kann mit bis zu vier Freunden in den „Wettkampf-Modus“ starten und Strafen für Vorzeitiges Verlassen des Spiels wählen. Hier wird zukünftig auch die Rangliste mit ins Spiel kommen, die aktuell noch nicht zur Verfügung steht.

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Links: Schnellbeitritt inkl. zwei Spielvarianten – Rechts: Wettkampf-Modus für Teams

Selbstverständlich geht es in einem Free-2-Play auch darum diverse Ausrüstungen, Charaktere oder andere Booster gegen bares Geld an den Mann oder die Frau zu bringen. In Dirty Bomb jedoch halten sich die Ausgaben noch deutlich im Hintergrund. Wer seine Bonitäten lieber freispielen möchte, hat genauso eine spielerische Chance, wie die Käufer unter uns. Neben weiteren Mercs, können auch sogenannte Elite-Kisten oder Booster erworben werden. Booster verdoppeln lediglich die Ingame-Coins. Die Ausrüstungskarten beinhalten unterschiedliche Waffen, Verbesserungen und Monturen. Die Kisten erhält man per Zufallsprinzip nach einem Spiel, ähnlich wie in Counter-Strike: Global Offensive. Ungeduldige Spieler können sich jedoch auch eine Kiste kaufen und so weitere Ausrüstungskarten erhalten. Die Preise im Ingame-Shop belaufen sich zwischen 4,99 und 39,99 EUR. Es gibt jedoch nichts, was man nicht auch mit ein wenig Fleiß und Geschick im Spiel erhalten oder sich ganz einfach durch Coins gönnen kann. Derartige Coins erhält man nach jedem Match.

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Links: Spezielle Cases können erworben werden – Rechts: Überblick über die Ausrüstungskarten

Insgesamt fünf Maps sind bisher nicht sonderlich viel und bieten kaum eine Abwechslung. Inwieweit noch weitere Karten hinzukommen werden, ist bisher nicht bekannt. Wünschenswert wäre es. Grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass die Karten sehr detailliert sind und eine Menge Platz zum heranpirschen, verstecken und eliminieren bieten, ohne sich in den Weiten zu verlaufen. Das Spielprinzip wird während dem Ladevorgang sehr deutlich geschildert und wirkt einfach. Der Spielstil erinnert hierbei sehr deutlich an Team Fortress 2 oder gar Quake Live. Die liebenswerten „Camper“ wird man hier, trotz Scharfschützen-Merc, definitiv nicht finden. Dafür ist der Spielverlauf viel zu schnell. Sogar einen „Doppel-Jump“ kann man hin und wieder an einigen Erhöhungen hinlegen, um schneller ans Ziel zu gelangen. Zum Aiming allgemein ist zu sagen, dass es deutlich schwerer ist, als in Quake, Unreal Tournament und Co. Die Waffen streuen teilweise sehr stark und selbst wenn man das Gefühl hat, dass der Kopf deutlich getroffen wurde, verändert sich an der Lebensanzeige des Gegners nicht sonderlich viel. Bleibt zu hoffen, dass daran noch ein wenig gefeilt wird.

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Links: Angreifer versucht das Objekt zu erreichen – Rechts: Kurz vor dem Ableben sieht man rot

Alles in allem ein wirklich gelungener Free-2-Play-Titel. Die Schnelligkeit und vor allem Flexibilität des eigenen Squads macht Dirty Bomb zu einem erlebnisreichen Shooter. Der Wettkampf-Modus wird aktuell kaum genutzt. Ein Grund hierfür kann die noch fehlende Rangliste sein. Inwieweit sich dieser Modus zukünftig etablieren kann, bleibt spannend. Die offenen Spiele jedoch zeigen deutlich, dass es sich bei Dirty Bomb um einen teamorientierten Shooter handelt, der von den flexiblen Squads abhängig ist. Die teilweise düster wirkenden Karten sind ein absoluter Hingucker und sorgen für nervenaufreibende Schlachten zwischen beiden Teams. Interessant sind auch die täglichen Missionen, in denen man ebenfalls weitere Coins erzielen kann. Der Ansporn ist bereits von Tag 1 an geweckt. Zwar erinnern sie dennoch ein wenig an die täglichen Quests aus MMORPG’s, dennoch macht es den Spielverlauf dadurch ein wenig abwechslungsreicher. Bleibt der Spieletitel auch nach der Open-Beta so ausbalanciert, könnte er schon bald Titel wie beispielsweise PlanetSide 2, Blacklight Retribution oder Warface ablösen.

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