Lightmare Studios meldet sich mit einem Free to Play-Titel auf Steam. Das Trading Card Game (TCG) „Infinity Wars“ sticht durch seine vielen taktischen Möglichkeiten und die facettenreichen Spielfeldsituationen hervor. Momentan befindet sich „Infinity Wars“ noch in der Closed Beta und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit unter den Spielern. In diesem Game geht es wie in Hearthstone darum, dem Gegner die Lebenspunkte seiner Basis oder die Moral seiner Truppen auf Null zu senken und das Spiel somit für sich zu entscheiden. Man kann das Kartenspiel bereits auf dem PC/Mac spielen, im späteren Entwicklungsverlauf sollen auch noch Android und iOS Systeme hinzugefügt werden.
Zu Beginn des Spiels zieht jeder fünf Karten. Darunter können Kreaturen zum Kämpfen, Fähigkeitskarten sowie Spezialkarten sein, die man in seinem Zug ausspielen darf. Jede dieser Karten bringt bestimmte Kosten mit sich, deren Preis beim Ausspielen von einem pro Runde ansteigenden Kontostand abgezogen wird. Dieses Prinzip findet sich auch in Hearthstone wieder, das Ressourcenlimit befindet sich bei zehn. Das Spielfeld, auf dem die Duelle ausgetragen werden, besteht für jede Spielerseite aus verschiedenen Zonen. Die ausgespielten Karten werden dann in der Unterstützungszone platziert, von wo aus sie in der nächsten Runde entweder in die Verteidigungs- oder die Angriffszone verschoben werden können. Dann gibt es noch die Kommandozone, in der bis zu drei Kommandanten Platz haben, die man gleich zu Anfang zur Verfügung hat, ohne sie vorher in die Unterstützungszone spielen zu müssen. Jede Kreatur verfügt über einen Angriffswert sowie einen Verteidigungswert, der mit Lebenspunkten gleichzusetzen ist. Wird eine Karte angegriffen, verliert sie Verteidigungspunkte und erhält keine mehr zurück, bis sie vernichtet wird.
Jede Runde wird von beiden Spielern gleichzeitig gespielt, was bedeutet, dass man den gegnerischen Zug erst sieht, wenn man den eigenen bereits beendet hat. Man kann daher während seines Zuges die Aktionen des Gegners nur abschätzen, was ein gewisses vorausschauendes Platzieren der Karten in die verschiedenen Zonen erfordert. Durch die sieben verschiedenen Fraktionen, aus deren Kartenpool man ein Deck bauen kann, lassen sich die unterschiedlichsten Kombinationen erstellen, was dem Spiel eine Langzeitmotivation einbringt, da man für seltene Karten viel spielen muss. Übermächtige Karten benötigen eine bestimmte Anzahl an Kommandeuren auf dem Spielfeld, um gespielt werden zu können. Neben dem Multiplayer gegen echte Gegenspieler gibt es noch sieben verschiedene Kampagnen, bei denen man gegen eine KI spielt. Dabei geht es allerdings nur um Herausforderungen, eine Story ist nebensächlich. Bei „Invinity Wars“ gibt es eine individuelle Kartenanimation für jede einzelne Karte. Dies passt hübsch mit dem Grafikstil zusammen, der ein wenig an Guild Wars 2 erinnert. Werden spezielle Karten gespielt, verändert das Spielfeld seine Beschaffenheit und fängt beispielsweise zu brennen an. Musikalisch bietet das Spiel keine wirkliche Abwechslung, im Hintergrund werden episch klingende Musikstücke in einer Dauerschleife abgespielt, was nicht besonders nervt, aber auch nicht sehr innovativ ist.
Fazit: Dieses Trading Card Game bietet eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten und unterschiedlichen Wegen, den Gegner zu besiegen. Dabei geht es nicht um einfaches Draufhalten, sondern um die Positionierung seiner Kreaturen und den richtigen Einsatz von Zaubern. Die unterschiedlichen Zonen erlauben das schnelle Umsteigen von offensiv zu defensiv und umgekehrt. Ob „Infinity Wars“ nun wirklich mit Hearthstone konkurrieren kann, ist schwer einzuschätzen, da sich das Spielprinzip beider TCGs relativ stark unterscheidet. Auf jeden Fall gefällt der Grafikstil und die Kartenanimationen in Kombination mit den unterschiedlichen Spielfeldtypen.
































































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