Zwei riesige Stände säumen den Eingang zum EA-Sektor in Halle 6. Vor ihnen hat sich ein Squad von Soldaten in Stellung gebracht, die ein sehr beliebtes Fotomotiv der Besucher darstellen – und das sind viele. Die Warteschlangen sind lang, will man das neuste Machwerk aus dem Hause Dice zu Gesicht bekommen. Battlefield 4 ist eines der Highlights der diesjährigen Gamescom und der sehnsüchtig erwartete Nachfolger zu Battlefield 3, dem beliebten Multiplayer-Shooter aus dem Jahr 2010. Wir hatten die Möglichkeit auf der Gamescom in Köln den neuen Obliteration-Modus anzuspielen und uns von der Qualität des kommenden Teamshooters Battlefield 4 überzeugen zu lassen. Dieses Mal erlebten wir keine Massenschlacht mit 64 Spielern in den Straßen Shanghais, sondern waren auf einer Insel in der chinesischen See unterwegs.
Battlefield 4 hatte sich nach dem furiosen 17-minütigen Gameplay-Trailer „Fishing in Baku“ mit Pauken und Trompeten angekündigt und weckte die Hoffnungen der Spieler, dass viele Dinge, die einen an Battlefield 3 störten, endlich bereinigt würden und dazu noch mit Innovationen überraschen kann. Was wir nun sehen durften, hat uns durchaus überrascht. Zum einen kommt der altbekannte Commander-Modus wieder mit ins Spiel.

Battlefield 2-Veteranen kennen ihn noch und bemängelten, dass dieser in den darauffolgenden Titeln wieder gestrichen wurde. Der Commander kann zum Beispiel Artillerieschläge ordern oder aber auch Wegpunkte für das gesamte Team setzen, das sich daraufhin besser koordinieren kann. Zum Anderen setzt Dice nun auf die Einbindung mobiler Geräte wie Smartphones oder Tablets, die das direkte Gameplay beeinflussen. Man kann beispielsweise, während man sich in einer laufenden Partie befindet, das Loadout verändern oder gar eine andere Klasse wählen und beim nächsten Respawn wird das dann übernommen.
Auch der wiederbelebte Commander-Modus lässt sich von einem mobilen Gerät steuern und soll es wesentlich einfacher machen, die vielen neuen Möglichkeiten effizient zu nutzen. Battlefield 4 nutzt die neue Frostbite 3 Engine und sieht – wie erwartet – sehr gut aus. Die Gesichter der virtuellen Mitspieler wirken lebensecht und die Animationen sind noch geschmeidiger, als es in Battlefield 3 der Fall war. Zudem wirken die Schlachtfelder nun auch wesentlich lebendiger: Plastikplanen wehen im Wind, Vögelschwärme ziehen ihre Bahnen am Himmel und das Wasser wirkt, dank fantastisch animiertem Seegang, nun noch glaubwürdiger. Außerdem soll es nun möglich sein, wie schon in Battlefield Bad Comapany 2, wirklich alles zu zerstören und dem Gegner jede Art von Deckung zu nehmen.
Als kleines Highlight konnten wir erstmals den neuen Spielmodus „Obliteration“ antesten. Dieser neu hinzugekommene Spielmodus ähnelt dem bekannten „Rush“ aus den vorherigen Teilen. Der Unterschied dazu ist allerdings, dass beide Teams ein MCOM-Terminal besitzen, das sie möglichst beschützen und das jeweils gegnerische MCOM mit einer speziellen Bombe zerstören, die in der Mitte der Map zu Rundenbeginn spawned. Die von uns angespielte Map bestand aus mehreren Inseln. Das Setting erinnerte ein wenig an Wake Island: Palmen, weiße Strände und kleine Hütten prägten das Bild. Dennoch gab es aber auch Wachtürme und Schützengräben, in denen sich überall Gegner versteckten; eine trügerische Idylle. Und dann fiel uns eine weitere Neuerung auf: Boote! Endlich kann man wieder in Booten auf Patroullie gehen und die Gewässer unsicher machen.

Fazit: Alles in allem erwartet uns mit Battlefield 4 ein großartiges Spiel, was nun wesentlich mehr taktische Tiefe, eine bessere und innovativere Bedienung als die Vorgänger bietet, sowie ein Feuerwerk an brillanter Grafik, welche auf den heimischen Monitoren abgefackelt werden wird.





























































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