Obwohl die Welle der Free-to-Play-Spiele langsam wieder abflacht und Publisher wieder mehr Wert auf qualitativ hochwertige Spiele setzen, so sind sie dennoch nicht ganz in der Versenkung verschwunden. Unter anderem gab es am Stand der Red 5 Studios „Firefall“ zu begutachten. Dieser wilde Genremix, welchen die Red 5 Studios als „Open MMO Shooter“ bezeichnen, sah ziemlich blass neben all den hochkarätigen Spielen auf der diesjährigen Gamescom aus. Dennoch haben wir uns nicht abschrecken lassen und stellten uns in die recht kurze Warteschlange, um uns ein Bild von dem Spiel zu machen, welches nur durch Verlosungen von hochwertigen Giveaways wie iPads, Razer-Mäusen und sogar Bierkrügen(!) beworben werden musste, damit überhaupt jemand zu dem Stand kommt.
Noch bevor es an das Testsystem ging, drückte uns eine etwas unmotiviert wirkende Mitarbeiterin einen Zettel in die Hand, auf dem ein Code stand, mit dem wir später Ingame-Währung gutgeschrieben bekommen würden, sobald wir ihn auf der offiziellen Seite von Firefall einlösen. Was zunächst als nette Geste verstanden wurde, endete recht schnell in der Erkenntnis, dass man sich erst für die Open-Beta registrieren muss, bevor man dann auch tatsächlich spielen darf. Glücklicherweise wurde uns die Zeit für die Registrierung nicht von der tatsächlichen Spielzeit abgezogen. Firefall wirft einen direkt in ein Tutorial und erklärt einem, was es zu beachten gilt.

Unter anderem gibt es verschiedene Soldatenklassen, die als Battleframes bezeichnet werden. Insgesamt sind es fünf an der Zahl wie beispielsweise die Assault-Klasse. Des Weiteren stehen da noch der Engineer-, Biotek-, Recon-, und Dreadnaught-Klassen zur Auswahl. Jede von ihnen bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Das Tutorial ist ausführlich. Zu Ausführlich für unseren Geschmack. Hat man erstmal das Tutorial übersprungen und landet im Spielgeschehen, erinnert Firefall an eine Mischung aus Far Cry 3, Tribes: Ascend und Borderlands.
In der Spielwelt gibt es „Sendemasten“ die aktiviert werden müssen, damit neue Teile der Karte aufgedeckt werden und man an neue Informationen über jene Gebiete erhält. Die Fortbewegung durch diese Gebiete ist -dank Jetpack- recht flott und macht auch Spaß. Ziel der Reisen sind meist abgestürzte „Thumper“ aus denen man Rohstoffe gewinnt, die man später zu barer Münze machen kann. Von diesem Geld kann man sich bessere Waffen und andere Upgrades bei den zahlreichen Händlern kaufen, die über die ganze Karte verteilt sind. Meist sind diese „Thumper“ schwer umkämpft, will doch schließlich jeder an die kostbaren Rohstoffe gelangen. Dabei kämpfen nicht nur Spieler gegeneinander, sondern auch (teilweise gemeinsam) gegen eine äußerst dumme KI, die bisweilen nichts außer Angriff kennt. Projektilen weicht sie nicht aus, ebenso wenig sucht sie Deckung auf.
Aus technischer Sicht hinterlässt Firefall einen gespaltenen Eindruck. Landschaften sehen aus der Ferne richtig gut aus, was mitunter auch an den knalligen Farben der Texturen liegen mag. Betrachtet man sich aber mal diese Texturen aus der Nähe an, so verkommt es zu einem Texturbrei der nicht mehr schön ist. Spielermodelle sehen auch sehr verwaschen aus und wirken alles andere als zeitgemäß. Der Sound wirkt auch eher hölzern. Explosionen fehlt die Wucht und Waffen die nötige Durchschlagskraft.

Fazit: Die Red 5 Studios haben mit Firefall eines der wenigen Free-2-Play-Titel beworben, auf die die Menschheit getrost verzichten kann. Sollten die Red 5 Studios es dennoch hinbekommen, dass aktuelle Ziele offensichtlicher, die Menüs zugänglicher werden und die KI sich cleverer anstellt, dann könnte Firefall zu einem netten Zeitvertreib werden.





























































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