Peter Molyneux, Schöpfer der Göttersimulationen, stellte 1989 mit Populous das erste Spiel des neuen Genres der sogenannten „Göttersimulationen“ vor und konnte mit der simplen, aber genialen Spielmechanik punkten. Denn als Gott kann man beispielsweise Berge einebnen und Naturkatastrophen auf die eigenen Gläubigen hetzen. 1991 kam der zweite Teil der von Fans geliebten Reihe und fügte neben grafischen Verbesserungen auch einen Multiplayer-Part hinzu. Nun arbeitet Molyneux mit dem Indie-Entwicklerstudio „22 Cans“ zusammen, um ein neues Spiel zu kreieren, das in die Fußstapfen der Populous-Reihe treten soll. Dieses Spiel hört auf den Namen Godus und befindet sich in der Early-Beta-Phase. Wir haben uns das Projekt angeschaut und sagen euch, wie es ist, in diesem Spiel Gott zu sein.
Wir fangen auf einer kleinen Insel an und haben als Gott unsere ersten zwei Bewohner auf dieser Insel, doch damit sich unser Adam und unsere Eva auf dieser schönen kleinen Insel niederlassen, müssen wir als Erstes die Palmen und Steine aus dem Weg räumen. Hierbei steht uns erstmal nur die Möglichkeit, die Insel zu vergrößern, zur Verfügung, dafür ziehen wir die Landmasse in die gewünschte Richtung. Dies verbraucht jedoch Glauben, welchen wir von unseren Gläubigen kriegen. Um das Einflussgebiet zu vergrößern, müssen wir die vergrabenen Truhen ausgraben, die Bevölkerung vergrößern oder später im Spiel Altäre oder Tempel ausbauen. Nach kurzer Zeit haben wir schon eine kleine Siedlung zusammengebaut und unser Einfluss ist gestiegen, hierzu verbinden wir die Insel mit der Nachbarinsel, um unserer Bevölkerung neue Bauplätze bieten zu können. Dabei müssen wir wieder Bäume und Felsbrocken abbauen, die uns etwas Glauben geben. Nun wagen wir den Weg auf das Festland und finden unseren ersten Altar, dieser wird als Multiplayer-Lobby genutzt, um gegen andere Götter kämpfen können.
Um unsere Bevölkerung in ein neues Zeitalter zu bekommen müssen wir Resourcenkarten erhalten. Diese müssen wir uns gegen feindliche Götter erspielen oder in den versteckten Schatztruhen finden. Schon nach Einbruch des neuen Zeitalters merken wir, dass es länger dauern wird um in ein neues Zeitalter zu kommen, doch uns erwarten neue Möglichkeiten: als Gott haben wir neue Fähigkeiten gelernt, wie zum Beispiel das Anlegen von Settlements, um den Glauben über den Häusern der Bewohner einsammeln zu können. Außerdem können wir nun mehrere Schichten packen, um so einfacher Berge einzuebnen, leider ist dies sehr zeitraubend. Auf diesem Weg vergrößern wir unseren Einfluss und bauen unsere offene Welt aus. Auch das Bauen von riesigen Häuser dauert länger, haben die Anfangshäuser noch nur zwei Minuten gebraucht, so benötigt ein Haus der Stufe zwei knapp 2 Stunden.
Ein Problem in diesem Spiel ist hierbei das später nervende Abbauen von Bäumen, Steinen und das Einebnen von Bergen. Das Spiel wird zu einer Klickorgie à la Starcraft 2 und wird später viel Zeit beim Bauen der neuen Gebäude und dem Erreichen der Ziele beanspruchen. Es könnte sogar bis zu einem halben Jahr dauern, um das Ende der Beta zu erreichen, doch selbst dann ist noch nicht Schluss. Später in der Entwicklung soll es mehrere Karten geben, so dass jeder Spieler sich mit einer anderen vergnügen darf, anstatt dass alle die gleiche Karte spielen. Das Spiel wird wohl mit großer Wahrscheinlichkeit einen Ingame-Store besitzen, doch das steht noch in der Sternen.
Grafisch kommt Godus sehr simpel her, eine 3D Grafik mit wenigen Polygonen, cartoonhafte Texturen und simple Farben für die Erdschichten. Zwar könnte das Spiel ein wenig schöner sein, doch dieser Stil passt einfach besser zum Spiel. Soundtechnisch hat das Spiel wenig zu bieten. Die einzige Musik, die ihr hören werdet, wird abgespielt,wenn ihr die Glaubenskugeln über den Häusern einsammelt, hier kommt eine schöne Melodie, je mehr Häuser ihr anklickt. Auch wenn ihr Bewohner zum Bauen von neuen Häusern anweist, hört ihr nur ein simples „Okay!” von ihnen.
Fazit: Wer Fan von Göttersimulationen ist, der wird mit Godus viel Spaß haben. Das Spiel an sich wirkt interessant und wird wohl noch mehrere neue Features erhalten. Später könnte man sogar Städte errichten, die Bewohner könnten Straßen bauen oder sogar ins Weltall, um neue Planeten zu besiedeln. Es sieht sehr vielversprechend aus und wird für jeden Populous-Fan ein Must-Have sein. Eine Mobile-Version für Android und iOS-Geräte ist hierbei auch in Entwicklung.

































































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