Nach elf Jahren und zahlreichen Titeln kehrt Might and Magic X – Legacy endlich wieder zu den Rollenspiel-Wurzeln zurück. Eines der wichtigsten Spiele des Genres, doch vom Ruhm ist nach der Insolvenz von Entwickler 3DO allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Im klassischen Pen & Paper-Spielprinzip geht man Schritt für Schritt durch die frei begehbare Welt, erledigt Quests und verprügelt ein paar Monster die in den Dungeons lungern. Die deutsche Firma Limbic Entertainment zeigte uns auf dem Ubisoft-Presse-Event, ob sich der Titel so spielt, wie es sich die Might & Magic-Veteranen vorstellen.
Im neusten Teil der Might & Magic-Reihe können sich bis zu sechs Charaktere der Party anschließen, wobei zwei Personen nur eure Begleiter sind und die restlichen vier eure Hauptcharaktere sind. Die Welt ist vollkommen frei begehbar, auch die Quests können nach Lust und Laune abgearbeitet werden. Lediglich die Stärke der Monster und der eigene Level entscheiden über den Ruhm oder den Tod. Grafisch ist die Early Access-Version noch nicht so weit. Betritt man jedoch einen Dungeon, kommt die Grafikpracht erst richtig zur Geltung.

Zuerst muss man eine Party bilden. Für ein Might & Magic eher untypisch ist die Wahl zwischen zwei Schwierigkeitsgraden, nämlich Abenteurer und Krieger. Auch die Party muss nicht erstellt werden. Wir können neben einer Standardgruppe, eine zufällig gewählte Truppe übernehmen. Wir müssen ein Team aus vier Abenteurern bilden, hierzu stehen die Rassen der Orks, Menschen, Elfen oder Zwerge zur Auswahl. Jede Rasse verfügt allerdings momentan nur über eine Klasse. Die Orks müssen als Barbaren, die Menschen als Freimagier, die Elfen als Waldläufer und die Zwerge als Verteidiger gespielt werden. Ihr könnt euren Abenteurern auch verschiedene Portraits geben.
Wir stehen am Hafen der Stadt Sorpigal, wo uns nach ein paar Metern der erste NPC anspricht. Dieser sagt uns nicht nur, bei wem wir unsere erste Quest bekommen, sondern bietet sich auch als Stadtrundführer an. Dann wagen wir unsere ersten Schritte. Sofort fällt auf, dass wir uns wie in den alten Tagen von Might & Magic nur in Schritten und mit 90° Drehung bewegen können.
Nachdem wir durch die Stadt gelaufen sind, finden wir in der Garnison endlich unsere erste Quest. Diese schickt uns zwar nicht zur – wie sie selbst zugibt – typischen Rattenbekämpfung, sondern in einen Brunnen mit Riesenspinnen. Deren Königin sollen wir erledigen. Schnell begegnen wir unserem ersten Gegner, einer Riesenspinne. Sofort schaltet das Spiel in den rundenbasierten Kampfmodus. Jetzt gilt es, den einzelnen Mitgliedern Befehle zuzuweisen. Dabei muss auf die verschiedenen Vor- und Nachteile der Klassen geachtet werden. Der Elf kann beispielsweise gut mit Pfeil und Bogen umgehen, ist dafür im Nahkampf nicht so gut. Das Kampfsystem ist durchdacht und macht auch jetzt schon jede Menge Spaß, allerdings sind die Gegner momentan noch zu leicht zu besiegen und haben schon mal den einen oder anderen Aussetzer. Überhaupt ist das Spiel noch sehr von Fehlern geplagt.

Fazit: Might & Magic X – Legacy, spielt sich so wie man es von einem würdigen Nachfolger erwarten würde. Das Gameplay wirkt dabei sehr nostalgisch und liebevoll. Neben zahlreichen Quests und einer freibegehbaren Welt, punktet das Spiel mit dem rundenbasierten Kampfsystem. Doch leider können wir in der Early Access-Version nicht die ganze Welt erkunden und das Spiel hat noch gelegentliche Bugs, doch die Entwickler nehmen sich das Feedback sehr zu Herzen und verbessern das Spiel so gut wie möglich.





























































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