Ryse: Son of Rome war ursprünglich als reiner Kinect-Titel für die Xbox 360 gedacht. Doch das Spiel hat sich mittlerweile zum grafischen Vorzeige-Titel für die Xbox One entwickelt und das ganz ohne Verwendung der nicht unumstrittenen Bewegungssteuerung. Die E3-Demo wurde recht unterschiedlich aufgenommen. Die einen waren angesichts der Grafik, die auf der neuen Cryengine beruht und von der Inszenierung begeistert, andere taten Ryse schnell als repetitives Quick-Time-Spiel alá Heavy Rain ab. Wir hatten die Möglichkeit uns Ryse: Son of Rome auf der Gamescom 2013 anzusehen.
Bei der Präsentation von Ryse: Son of Rome auf der diesjährigen Gamescom war von Quicktime-Drückereien nichts mehr zusehen. Stattdessen präsentierte man den Titel als reinrassiges Gladiatoren-Kampfspiel, bei dem man es mit mehreren Gegnern zu tun hat, die zugleich gemeinsam und koordiniert den Spieler angreifen und nicht nacheinander, wie in vielen anderen Titeln. Doch unsere Spielfigur, der Römer Marius Titus, ist ein geübter Kämpfer. Er blockt mit dem Schild, wirft einen Speer auf den Einen und sticht mit dem Schwert einen anderen Gegner nieder. Combos werden logischerweise mit Extrapunkten belohnt.

Die Römer sind harte Genossen und das spiegelt sich in den „Execution-Moves“ wieder. Wenn ihr einen Feind zu Boden werft, so erscheint über dem Kopf eines angeschlagenen Gegners ein Totenkopfsymbol, das anzeigt, dass der „Execution-Move“ bereit ist. Dann schwingt ihr euer Schwert und erlöst euren Gegner aus dem Leiden. Auch die Umgebung könnt ihr in den gnadenlosen Kampf Mann gegen Mann mit einbeziehen. So könnt ihr beispielsweise den Kopf eines Gegners auf eine Mauer schlagen oder euer Opfer in einen Speerstand stoßen. Wie in Call of Duty erhaltet ihr durch Killcombos die sogenannten „Perks“, mit denen ihr eure Energie auffrischt oder eure Schwünge mit dem Schwert durchschlagskräftiger macht. Nachdem wir mehrere Angriffswellen von Gegnern überstanden haben, zeigt uns Crytek den Koop-Modus in einer Gladiatoren-Arena. Diese müsst ihr zusammen mit einen Mitstreiter überstehen und ihr dürft euch sogar zu zweit um einen Gegner kümmern. Das Spiel wird Mikrotransaktionen erhalten, ihr könnt zum Beispiel so genannte Booster Packs kaufen, die euren Sohn Roms mit besserer Ausrüstung ausstatten.

Fazit: „Ryse: Son of Rome“ wird nicht das innovativste Kampfspiel sein. Es nimmt bereits bekannte Elemente etablierter Spiele auf, wobei der Schwerpunkt auf den möglichst spektakulären Exekutionen liegt. Im Kern wird allerdings, wenn man vom Mehrspieler-Modus mit Mikrotransaktions-Modell absieht, wenig Neues geboten. In welche Richtung der Daumen am Ende zeigt, dürfte daher vor allem von der Umsetzung des Settings sowohl hinsichtlich Atmosphäre als auch Story abhängen.





























































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