Aiden Pearce könnte man zweifelsfall als Anti-Helden beschreiben: Einst ein Verbrecher, will er nun ein normales Leben führen. Doch seine Vergangenheit holt ihn ein und er muss seine Familie vor anderen Verbrechern beschützen. In Chicago helfen ihm nur seine Genialität und die Hilfe weniger Freunden, um zu überleben. Die Geschichte des Spiels Watch Dogs könnte glatt von einem berühmten Hollywood-Drehbuch stammen, wie sie dutzendfach in den Kinos zu sehen sind. So ist es auch kein Wunder, dass Ubisoft bereits vor Veröffentlichung des Spiels eine Verfilmung des Spiels angekündigt hat.
Wichtigste Waffe von Aiden in „Watch Dogs“ ist sein Smartphone, das ihm die macht über das Netzwerk verleiht. Hat er einmal den zentralen Computer gehackt, kann er zu jedem Bewohner eine kleine Personalakte einsehen: Wer hat psychische Probleme, wer ist Drogensüchtig, wer hat genug Geld in der Tasche? Mit einem Tastendruck wird das Konto eines Passanten gehackt, und vom nächsten Geldautomaten aus geleert. Nach und nach erobert sich der Held Zugriff auf weitere Systeme: So werden Ampeln genauso hackbar wie die vielen Werbetafeln. Durch geschickte Manipulationen kann der Spieler seine Gegner per Überwachungskamera verfolgen oder sogar in Verkehrsunfälle verwickeln.
Die detailreiche Simulation der Stadt Chicago ist besonders auf der PlayStation 4 stimmig, die Steuerung ist durchdacht. Es macht Spaß, die Spielfigur im durch Parkours über Mauern springen zu lassen oder in die realistisch animierten Menschenmengen eintauchen zu lassen. Die Detailtiefe ist beeindruckend.

Das Spiel wird nicht nur auf den Next-Gen-Konsolen erscheinen, sondern auch auf die Vorgänger-Konsolen und auf PCs werden bedient. Sogar auf der Wii U wird man Watch Dogs spielen können.
Ubisoft hat außerdem eine „Companion-App“ in petto, mit der sich andere Spieler mit dem iPad oder Android-Tablet in das laufende Spiel einklinken können. Statt einer 3D-Oberfläche des Titels, wird eine Stadtplan-Ansicht von oben angezeigt. Der Spieler kann so die Bewegungen der Polizeihubschrauber ausspionieren oder durch Hacks eigene Ablenkungsmanöver durchführen. Der „Companion“ kann auch den Hauptspieler herausfordern und ihn mit Polizeihubschraubern verfolgen. Ubisoft versucht so, das Prinzip des zweiten Bildschirms unterzubringen und gleichzeitig Casual-Gamer mit einzubeziehen, die sonst vorwiegend auf mobilen Geräten spielen. Ob dies fruchtet, wird sich ab November zeigen, wenn das Spiel in den Handel kommt.

Fazit: „Watch Dogs“ soll nicht nur spielerrisch, sondern auch grafisch neue Ziele setzen. Die generierende Künstliche Intelligenz, die
vielen Interaktionen und die Verbindung von Einzel- und
Mehrspielemodus klingen extrem spannend, aber auch etwas
überambitioniert. Es ist unklar, was davon am Ende tatsächlich im
Spiel landet.





























































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