Riot Games hat weitere Details zum VCT-Ökosystem 2027 veröffentlicht und dabei eine der größten Änderungen in der Geschichte des kompetitiven VALORANT angekündigt. Künftig erhalten auch nicht-partnergebundene Organisationen garantierte Auszahlungen für sportlichen Erfolg – unabhängig von Preisgeldern.
Teams können allein durch die Qualifikation für die größten Turniere des Jahres bis zu 400.000 US-Dollar (rund 347.000 Euro) verdienen.
Bis zu 400.000 US-Dollar für die Champions-Qualifikation
Im Rahmen der neuen Struktur belohnt Riot erstmals den sportlichen Aufstieg direkt mit festen Zahlungen. Diese kommen zusätzlich zu Preisgeldern, Reisekostenzuschüssen und weiteren Fördermaßnahmen hinzu.
Die neuen Qualifikationsprämien sehen wie folgt aus:
- Qualifikation für ein Kickoff-Event oder einen Cup: 100.000 US-Dollar (ca. 87.000 Euro)
- Qualifikation für ein Masters-Turnier: 200.000 US-Dollar (ca. 174.000 Euro)
- Qualifikation für VALORANT Champions: 400.000 US-Dollar (ca. 347.000 Euro)
Auch das Game Changers-Programm profitiert von den Neuerungen. Nicht-partnergebundene Teams, die sich für die Game Changers Championship qualifizieren, erhalten zusätzlich 100.000 US-Dollar (ca. 87.000 Euro).
Riot will den offenen Wettbewerb stärken
Mit den neuen Prämien verfolgt Riot das Ziel, Organisationen außerhalb des Partnerprogramms langfristig bessere wirtschaftliche Perspektiven zu bieten.
Seit der Vorstellung des VCT-2027-Modells im Frühjahr betont Riot immer wieder, dass sportliche Leistung künftig stärker über den Zugang zur höchsten Wettbewerbsebene entscheiden soll.
Leo Faria, Global Head of VALORANT Esports, erklärte:
„VCT 2027 basiert auf einer einfachen Überzeugung: Die besten Teams sollen sich ihren Platz auf jedem Schritt verdienen und jedes Match soll Bedeutung haben.“
Weiter führte er aus:
„Indem wir mehr Wege in die höchste Wettbewerbsebene schaffen und gleichzeitig bedeutende finanzielle Unterstützung für qualifizierte Teams bereitstellen, bauen wir eine offenere, spannendere und wettbewerbsfähigere Zukunft für VALORANT Esports auf.“
Partnerteams verlieren ihren garantierten Platz
Eine der größten Veränderungen betrifft die bisherigen Partnerorganisationen.
Während diese bislang feste Startplätze in den internationalen Wettbewerben besaßen, wird das System künftig deutlich leistungsorientierter gestaltet.
Die regionalen Kickoff-Turniere in Americas, EMEA und Pacific bestehen künftig aus zwölf Teams:
- 8 Partnerorganisationen
- 4 Teams aus den Open Qualifiers
Die jeweils besten drei Teams qualifizieren sich direkt für das nächste Masters-Turnier.
Wer anschließend bei Cups oder Masters nicht die nötigen Ergebnisse liefert, verliert seinen Platz auf höchster Ebene und muss sich über die Open Playoffs erneut qualifizieren.
Dadurch entsteht erstmals ein echtes Auf- und Abstiegssystem, bei dem selbst etablierte Organisationen ihre Position kontinuierlich verteidigen müssen.
Mehr Chancen für aufstrebende Regionen
Riot erweitert gleichzeitig die Möglichkeiten für Teams aus bislang weniger vertretenen Regionen.
In der Pacific-Region erhalten Thailand, Indonesien und Vietnam künftig eigene Wettbewerbe und zusätzliche Qualifikationswege.
Auch Südasien und Ozeanien bleiben über das Pacific-Wildcard-System an die internationale Spitze angebunden.
China behält Sondermodell
Für China setzt Riot weiterhin auf das bestehende Visitor-Team-System.
Die Kickoff-Turniere werden dort aus folgenden Teilnehmern bestehen:
- 8 Partnerteams
- 2 Visitor-Teams
- 2 Teams aus den Open Qualifiers
Partner- und Visitor-Organisationen erhalten dabei direkte Startplätze für die Kickoffs sowie die ersten beiden Cups der Saison.
Neue Regeln für offene Teams und Creator-Organisationen
Zusätzlich führt Riot neue Bestimmungen zur Kaderkontinuität ein.
Teams aus dem offenen System behalten künftig ihre erspielten Punkte und Qualifikationen, sofern mindestens drei der fünf Stammspieler im Kader verbleiben. Dadurch sollen Organisationen langfristiger planen und erfolgreiche Line-ups besser zusammenhalten können.
VCT 2027 könnte das bisher offenste VALORANT-System werden
Mit festen Qualifikationsprämien, Auf- und Abstiegsmechaniken sowie zusätzlichen Wegen in die internationale Spitze geht Riot einen deutlich anderen Weg als in den vergangenen Jahren.
Vor allem für ambitionierte Organisationen außerhalb des Partnerprogramms entstehen dadurch erstmals realistische Möglichkeiten, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich auf höchstem Niveau mitzuhalten. Weitere Details zu Slotverteilungen, regionalen Qualifikationen und der zukünftigen Partnerstruktur sollen vor VALORANT Champions 2026 in Shanghai vorgestellt werden.




























































