Stars im eSport: Die erfolgreichsten CS:GO-Spieler

04.02.2019 12:32

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Auf der Straße werden sie wohl noch nicht so häufig erkannt – es sei denn, sie treffen auf einen leidenschaftlichen CounterStrike-Fan. Dennoch sind diese Zocker ernst zu nehmende Größen, denn es handelt sich bei ihnen um die erfolgreichsten CounterStrike-Spieler der Welt. Leute, die das Feld des eSport noch immer in Hinblick auf sein Potential unterschätzen, werden vielleicht nicht verstehen, warum das auf einmal Relevanz hat. Doch escene-Leser wissen, dass die Zocker von heute die Stars der Zukunft sind. Die Namen auf dieser Liste haben es bereits jetzt geschafft.

Top-Trio: dupreeh, Xyp9x und dev1ce

In echter Gamer-Manier sind drei der erfolgreichsten Kandidaten vor allem unter ihren Pseudonymen bekannt. Nur echte Kenner wissen, dass sich hinter diesen kryptischen Namen die Dänen Peter Rasmussen, Andreas Hojsleth und Nicolai Reedtz verbergen. Ihr Werdegang kann sich durchaus sehen lassen – obwohl ihre Karriere auch erst 2016 so richtig Aufwind bekam. Sie haben diverse Titel gewonnen und eSports-Championsligen für sich entschieden, doch festgemacht wird ihr Erfolg vor allem an ihrem Kontostand. So haben zumindest zwei der drei bereits eine Million mit Gaming verdient und dupreeh, der dritte im Bunde, ist nicht weit davon entfernt.

Bossplayer aus Brasilien: FalleN, fer und coldzera

Aus dem kalten Dänemark geht’s ins heiße Brasilien, in dem talentierte Zocker ebenfalls keine Siesta machen: Seit 2015 macht dieses Spielertrio Reden von sich und wurde bereits über mehrere Managements weitergereicht. Der Höhepunkt ihrer Karriere: zweifellos die Aufnahme ins Made-In-Brazil-Team, in dem sie ihr Heimatland in Sachen eSports repräsentieren sollen. Der Hype um diese Teams macht vor allem deutlich, dass Counter Strike: Global Offensive gehörig an Relevanz zugelegt hat und nun auch beispielsweise hochkarätige Sportwetten auf das Spiel abgeschlossen werden können. Ob man sich dabei für die Brasilianer oder die Dänen entscheidet – die Karten werden bei jedem Spiel neu gemischt.

Skills oder Wins?

Welches der Trios – oder der ihnen zugehörigen Spieler – nun wirklich alle anderen überragt, ist nicht so leicht zu sagen. Das liegt vor allem auch daran, dass man sich nicht einig wird, ob man nun nach theoretischen Fähigkeiten oder demonstrierten Überlegenheiten bewerten möchte. So halten viele coldzera für ein Ausnahmetalent – mehr Siege heimgetragen und Geld gescheffelt hat allerdings Dev1ce, was natürlich auch nicht außer Acht gelassen werden darf. Schließlich geht es auch beim eSport um Brotverdienst; und wenn der ausbleibt, dann hilft noch so viel Talent nicht.

Deutschland hinkt noch hinterher

Sucht man nach der deutschen Flagge in der Liste der Top-Player, muss man ganz schön weit runterscrollen. Erst auf Platz 73 trifft man auf Adil Benrlitom alias ScreaM, der sich bisher Gewinne in Höhe von 230.000 Dollar gesichert hat. Er ist der einzige Deutsche in der gesamten Top 100, während nordische Staaten sowie Brasilien zuhauf vertreten sind. Haben die Deutschen also einfach kein Talent zum CS:GO-Star? Wahrscheinlicher ist, dass in Deutschland weniger Programme zur Förderung existieren und sich noch keine starken Management-Teams etabliert haben. Bleibt zu hoffen, dass eSports in Zukunft mehr seriöse Aufmerksamkeit erfährt, nachdem nun auch Mesut Özil sein eigenes eSports-Team gegründet hat. Um die starken Dänen zu entthronen, ist Deutschland nämlich leider noch zu schwach.

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