Nach nur fünf Matches neigte sich der zweite Tag der World Championship Finals bereits wieder seinem Ende zu. Leider war es durch die Zeitverschiebung höchstwahrscheinlich einem Großteil der Menschen aus Mitteleuropa nicht vergönnt, die Spiele live zu verfolgen. Doch damit konnte immerhin für viele Menschen in den anderen Regionen eine humane Zeit ermöglicht werden. Egal ob nun live oder nur im Rückblick, die Spiele lohnten sich allerdings durch die Bank. Einzig Mineski aus Südostasien liegt etwas abgeschlagen auf dem letzten Platz, doch sonst scheint sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen der anderen Teams anzubahnen. Gerade der im Voraus oft genannte Favorit Samsung Galaxy Ozone scheint nach dem Austausch des Shotcallers Yoon „Homme“ Sung-young gegen Looper als neuen Toplaner allerdings größere Probleme zu haben als angenommen.Das erste Spiel von Mineski gegen SSO war in weiten Teilen eher durchwachsen. Samsung Galaxy Ozone nutzte seine stärkeren Laner, um durch frühe Towerdives einen Vorteil zu erringen und snowballte das Spiel danach in eine Richtung. Nach einigen eher lax gearteten Teamfights gewann Ozone das Spiel letztendlich, war aber weit entfernt von einer fehlerlosen Leistung.
Das darauffolgende Match zwischen Gambit Gaming und Vulcun war da bereits interessanter. Gambit Gaming gab dem mittlerweile seltener auftretenden Twisted Fate eine Chance und paarte diesen mit dem anfänglichen Roaming von Diamondprox´ Lee Sin. Den entscheidenden Faktor machte hierbei aber definitiv Lee Sin, mit welchem sich Gambit sowohl Dragon als auch die ersten Tower sichern konnte. Ebenfalls eine gute Leistung zeigte Darien, welcher in diesem Spiel nicht einmal sterben sollte. Eine Seltenheit für den doch so agressiv spielenden Toplaner.

Als nächstes traten zwei Giganten an. Der Gewinner des Summer Splits aus Europa, Fnatic, gegen den Gewinner des Spring Splits der OGN in Korea, Samsung Galaxy Ozone. In diesem Match trat ein eklatantes Problem auf Seiten Ozones zu Tage, nämlich der doch sehr begrenze Championpool ihres Midlaners Dade. Dieser spielte kurzerhand Gragas und wurde von Xpeke buchstäblich an die Wand gespielt. Somit erlaubte er Cyanide notgedrungen freier auf der Map zu roamen, was dieser mit Aatrox auch erheblich in Anspruch nahm. Ebenfalls spielentscheidend war die Summoner-Wahl von sOAZ, er benutzte Teleport auf Lissandra, um einen Fight zwischen den Botlanes zu entscheiden und konnte somit das Spiel in die (für Fnatic) richtige Richtung snowballen. Zuletzt spielte sicherlich auch die überlegene Pickphase von Fnatic eine Rolle, denn sie sicherten sich den auf 3.11 sehr dominanten Corki, welcher mit Triforce und Leona als seinem Support zu einer regelrechten „Killing-machine“ mutierte. Puszu holte alles aus ihm raus und ließ mit einem Score von 8/1/11 auch den international angesehenen Imp hinter sich zurück.
Das vorletzte Match des Spieltages zwischen Mineski und Vulcun könnte man durchaus als das spannendste bezeichnen. Die Wahl der Carries fiel bei Mineski auf Ryze und Varus, welche durchschlagende Wirkung an Vulcuns Frontline zeigten. Doch obwohl man Mineskis Steigerung im Vergleich zu ihren ersten Spielen klar erkennen konnte, so reichte es einfach nicht. Sycho Sid´s Nasus war letzten Endes zu Tanky, Manclouds Karthus hatte zu viel Schaden und Xmithie spielte dieses Mal besonders gut.Er konnte anfangs sehr häufig Wege finden, Kills für sein Team zu bekommen und auch seine Objective-control war äußerst solide.
Das letzte Spiel an diesem Abend war wohl das mit dem größten Angstfaktor für alle Gambit-Fans dort draußen. Das Team von Gambit Gaming traf auf ihre persönliche Nemesis Fnatic, welche bereits die letzten sechs Spiele gegen Gambit für sich entscheiden konnten. Das Team selbst schien übertriebenen Respekt vor Fnatic zu haben und dies zeigte sich auch in ihrem unüblichen decision-making. Diamondprox hatte mit Xin Zhao erhebliche Probleme gegen die rohe Stärke von Cyanide´s Aatrox und auch Dariens ungewöhnliche Wahl von Shyvana vs. Zac auf der Toplane zeigte keinerlei Wirkung. In späteren Teamfights war der Effekt von Xpekes Orianna natürlicherweise größer als der von Alex Ichs Twisted Fate, mit welchem dieser allerdings auch im Laning keine erfolgreichen Ganks zustande bekam. Gambit war demnach bereits nach dem Laning in einem großen Nachteil und schaffte es bis zum Ende nicht, wieder aufzuholen.

Der siebte Sieg in Folge gegen Gambit brachte Fnatic damit ebenfalls auf Platz 1 der Gruppenphase, wo sie nun zusammen mit Gambit mit einem Verhältnis von 3:1 stehen. Es bleibt abzuwarten, wer tatsächlich die Gruppenphase übersteht, doch nach dem zweiten Spieltag haben die europäischen Teams die Nase vorn. Für alle Ergebnisse & Matches könnt ihr übrigens auch einfach auf den Button weiter oben klicken.






























































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