Die nächste Konsolen-Generation ist eingeläutet und wie viele Spiele, die erst vor kurzem erschienen sind, erhält auch Assassin’s Creed IV Black Flag eine Portierung für die PlayStation 4 und Xbox One. Pünktlich zum Erscheinungstag der PlayStation 4 am 29.11. haben wir uns die Version für die PlayStation 4 angesehen und stellen fest, dass der vierte Teil der Serie auch gleichzeitig der Beste ist. Warum das so ist und warum ausgerechnet das neue Setting einer der Hauptgründe ist, klären wir in unserem Test.
Auch wenn der Streit zwischen den Assassinen und den Templern auch im vierten
Teil präsent ist, merken wir in den ersten Spielminuten wenig davon. Wir
starten als Pirat „Edward Kenway“, der auf der Suche nach dem großen Reichtum
ist. Er möchte seiner Frau Caroline ein sorgenfreies Leben ermöglichen. Aus
diesem Grund begeht er, wie sich später herausstellt, einen folgeschweren
Fehler. Nachdem er mit seiner Crew Schiffbruch erlitten hat, verfolgt er etwas
angeschlagen den Assassinen „Duncan Walpole“. Dieser hat eine wertvolle Beute,
die er nach Havanna bringen will.
Im ersten Abschnitt, welcher als Turtorial für weniger erfahrene Assassin‘s
Creed Spieler gedacht ist, verfolgen wir den Assassinen in einer „Free Running“
Sequenz. Wir laufen, springen und hechten durch den Dschungel, um am Ende der
Sequenz den Assassinen zu töten und die Beute an uns zu nehmen. Doch die Beute
ist auf den ersten Blick nicht zu erklären. Ein Glasgefäß gefüllt mit Blut
liegt in unseren Händen. Dazu gibt es einen Brief von einem Mann namens „Torres“. Wie wir später herausfinden geht es um das
Observatorium. Von diesem Ort aus soll man jeden Menschen auf dem Planeten
beobachten können.

Nach dem Turtorial merken wir jedoch schnell, dass sich vom Grundprinzip der
einzelnen Sequenzen nicht viel geändert hat. Hin und wieder springen wir in die
heutige Zeit, um einen stummen und gleich namenlosen Charakter zu steuern, der
für Abstergo Entertainment, ein Tochterunternehmen des Templer-Konzerns
Abstergo, arbeitet. Diese Sequenzen lassen sich in wenigen Minuten abhandeln, wenn
man jedoch alles erfahren will, kann man sich auch mal gut und gerne einige
Stunden in den Gegenwartssequenzen aufhalten. Spielern die viel Wert auf Story
und Rahmenhandlung legen, können wir das nur wärmstens empfehlen.
Sind wir wieder in der Karibik angekommen, können wir uns nicht nur um das
Weiterkommen in der Geschichte kümmern, denn es stehen uns auch unzählige an
Nebenquests und Schatztruhen zur Verfügung. Schon früh im Spiel können wir unserer
Schiff frei über den Ozean manövrieren und so alle erdenklichen Aufgaben
erfüllen. Wenn wir über den Ozean schippern und eine Insel sehen, können wir
diese auch erkunden. Neben Quests, Schatztruhen oder versteckten Objekten,
können wir auch Tiere jagen und diese häuten, um uns Verbesserungen für unseren
Charakter zu erstellen. Dieses Prinzip dürfte vielen Spielern bereits aus FarCry
3 bekannt sein.
Folgen wir gradlinig der Hauptstory, sind wir gut 20 Stunden beschäftigt. Eine
hohe Zahl in der heutigen Spielewelt. Durch den Open World Charakter des Spiels
können wir jedoch auf weit über 100 Stunden kommen. Mit einem GTA 5 ist das
zwar nicht zu vergleichen, doch wenn wir bedenken, dass der vierte Teil ein
knappes Jahr nach dem Dritten erschienen ist, ist es äußerst bemerkenswert was
für ein Open World Spiel dort geschaffen wurde. Während der Story sind wir
nicht nur auf dem Land unterwegs, einen großen Teil des Spiels absolvieren wir
auch auf hoher See. Die Schiffskämpfe wirken äußerst dynamisch und nicht
aufgesetzt, wie in vielen anderen Spielen. Das Meer reagiert realistisch auf
die momentane Wettersituation und auch extrem hohe Wellen schnellen uns des
Öfteren entgegen. Drücken wir in diesem Falle nicht die nötige Taste auf dem
Controller, nimmt unser Schiff nicht zu verachtenden Schaden.

In den Städten können wir unsere eigene Ausrüstung aufwerten, neue Schwerter
kaufen oder auch unser Schiff, die „Jackdaw“, upgraden. Doch neben Schwertern,
Säbeln oder Dolchen, haben wir auch die Möglichkeit mit Schusswaffen zu
arbeiten. Vor allem für Gegner auf Dächern oder sonstigen Erhöhungen ein
hilfreiches Mittel.
So ein reales Piratenerlebnis wie Assassin’s Creed VI Black Flag, gab es bisher
in keinem Piratenspiel. Segeln wir mit unserer Jackdaw durch die Karibik, hören
wir die Crew singen und schaukeln so noch lieber über den Ozean. Und ehe man
sich versieht, singt man im heimischen Wohnzimmer die Lieder selbst mit.

Abgesehen von einer Schwäche zum Ende der Story, kann uns die Geschichte um
Edward Kenway dauerhaft an den Bildschirm binden. Ob wir nun strikt der Story
folgen oder uns in der Karibik umsehen, der Spaß vergeht einem nie. Und das
unverbrauchte Piratenszenario kommt genau zur richtigen Zeit. Die Grafik
unterscheidet sich zwischen den Generationen zwar nur in Details, doch dem Spaß
tut das keinen Abbruch. Vor allem auf den Current-Gen Systemen sieht das Spiel
nämlich auch so bombastisch aus. Auf der PlayStation 4 dürfen wir uns dann noch
auf einen 1080p Day One Patch freuen.
Auch die Synchronsprecher haben sich hörbar Mühe gegeben. Die Lieder die auf
der Jackdaw gesungen werden, sind sowieso grandios, aber auch die einzelnen
Sprecher der Haupt- und Nebencharaktere sind dem Szenario entsprechend. Tiefe
und rauchige Stimmen passen perfekt zu dem Setting und den immerzu betrunkenen
Seefahrern. So echt haben wir ein Piratenabenteuer noch nie erlebt.
| Assassin’s Creed IV Black Flag | |||||||||||||
| Publisher: | Ubisoft | Releasetermin: | 29.11.2013 | Preis: | 49,99 – 69,99 € | Plattform: | PC, PS4, XBONE, PS3, XB360 | ||||||
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