Bisher erfreute sich Battlefield besonders auf dem PC besonderer Beliebtheit, aber durch den Launch der Next-Gen Konsolen und den dadurch geschaffenen Grafikschub auf der Konsole, wird auch die Playstation 4 und die Xbox One in diesem Jahr zum Schlachtfeld. War die Playstation 3 und Xbox 360 Umsetzung von Battlefield 4 eher mäßig und angestaubt, kann die Next-Gen Variante schon mit den höheren Einstellungen des PCs mithalten. Doch kann der Multiplayer-Shooter von Electronic Arts und DICE wirklich auf der Konsole überzeugen, oder ist die Steuerung mit dem Controller doch eher eine nette Spielerei als wirklich nützlich? Wir klären es in unserem Test.
Das Wort Multiplayer-Shooter im vorherigen Abschnitt war nicht ganz umsonst gewählt,
denn die Singleplayer-Kampagne von Battlefield 4 ist zwar gewollt, aber nicht
gekonnt. Sie wirkt streckenweise wie eine Mischung aus Low-Budget Film und Uwe
Boll. Die ersten paar Minuten sind zwar noch ganz spaßig und die vielen Waffen
motivieren uns zum Weiterspielen, doch mit vorangeschrittener Spielzeit,
verlieren wir Spaß, Motivation und wenn wir Pech haben, den Verstand.

Die ganze Handlung wirkt unlogisch, wir wissen während den Aufträgen oftmals
überhaupt nicht warum wir etwas tun und welchen Zweck der erledigte Auftrag nun
haben soll. Zwar sind einige Skriptsequenzen sehr imposant gestaltet und
manchmal denken wir auch „Wow, das war cool!“, aber diese Ausnahmefälle
täuschen nicht über den insgesamt missratenen Singleplayerteil nicht hinweg.
Man wollte unbedingt besser sein als Call of Duty: Ghosts, aber zumindest in
der Singleplayer-Kampagne war das eine glatte Sechs. Das Positivste im
Singleplayer? Wir schalten Waffen für den Multiplayer frei und nur aus diesem
Grund, haben wir das Spieltatsächlich durchgespielt. Wer auf einen Wow Moment
am Ende wartet, der wartet vergeblich. Und nein, nach dem Abspann kommt nichts
Unerwartetes mehr, das Ende ist tatsächlich das Ende.

Doch weg von der katastrophalen Kampagne und hin zum Herzstück von Battlefield
4, dem Multiplayer Teil. Battlefield 3.5 wurde der neueste Teil auch liebevoll
von den Fans genannt und zugegebenermaßen, viel geändert hat sich nicht. Aber
muss das denn immer etwas Schlechtes sein? Nein, denn Battlefield 3 war bereits
eine Macht und auch Battlefield 4 überragt im Multiplayer wieder alles, was
Call of Duty heißt. Wie gewohnt suchen wir uns im Battlelog, dem Facebook für
Battlefield Spieler, einen Server aus und starten einen der vielen
Multiplayer-Modi. Am Grundprinzip hat sich nichts geändert, wir wählen immer
noch zwischen einer der vier Klassen: Assault, Support, Engineer oder dem
Recon. Doch an den Klassen hat sich einiges verändert.
Vor allem der Defibrillator des Assault wurde extrem abgeschwächt, um das
sofortige Wiederbeleben etwas abzuschwächen. Noch in Battlefield 3 war es
möglich seine gefallenen Kollegen mit 100 Prozent Lebensenergie wiederzubeleben
und das beliebig oft. Eine sofortige Wiederbelebung bringt in Battlefield 4 nur
noch 20 Prozent des Lebens und gefallene Kollegen können nur noch einmal
wiederbelebt werden. Wollen wir einen Kollegen mit 100 Prozent seiner
Lebensenergie wiederbeleben, muss sich der Defibrillator einen Moment aufladen,
doch durch die verkürzte Wiederbelebungszeit, ist das Aufladen oftmals ein
Risiko.
Der Engineer erhält bereits zu Beginn einen Raketenwerfer mit Wärmesuchfunktion
und auch die anderen Klassen wurden allesamt verändert. Doch insgesamt hat es
den Assault wohl am heftigsten getroffen. Auch Scharfschützen wurden nun
gefechtstauglicher gemacht, um nicht mehr nur auf den Hügeln zu liegen. Doch
wirklich geklappt hat diese Änderung nicht, wie aus Battlefield 3 gewohnt,
werden wir in regelmäßigen Abständen von Snipern aus dem hintersten Winkel der
Map erledigt. Leider sind auch viele der Battlefield 4 Maps für Sniper so
gemacht, dass sie am aktiven Geschehen auf der Map kaum teilnehmen müssen. Ein
Fest für Camper!

Nach ein paar Stunden hat man den Eindruck, dass die Karten für Battlefield 3
insgesamt abwechslungsreicher und besser durchdacht waren. Oftmals führt das
weite Geläuf dazu, dass wir uns als Sturmsoldat kaum noch fortbewegen können
und wollen, denn bei einem falschen Schritt erwischt uns ein Sniper/Panzer/Flugzeug/Hubschrauber.
Die Infanterie freundlicheren Maps hatte in jedem Fall Battlefield 3.
Doch der Spielspaß wird dadurch zwar getrübt, aber es gibt auch Infanteri-
Maps, welche nicht von den Fahrzeugen dominiert werden und grade dann zeigt
Battlefield 4 seine wahre Stärke. Durch Fieldupgrades, welche wir durch
Zusammenspiel in unserem Squad freischalten, fördert das Spiel automatisch das
Teamwork in einem Squad. Auch die kleinen Kameraausschnitte, die wir vor einem
Beitritt bei einem Squad-Mitglied nun sehen, verraten uns, ob wir bei einem
Kameraden sicher sind, oder ob wir lieber woanders spawnen.

Ansonsten bietet Battlefield 4 viel von der gewohnt guten Battlefield Kost.
Wenn wir dem Spiel beitreten, dauert es nicht lange bis wir in die ersten
Kämpfe verwickelt sind und egal ob wir Eroberung, Rush oder einen anderen
Spielmodus spielen, der Spaß vergeht uns nur äußerst selten. Und mit „China
Rising“ steht uns bereits der erste DLC ins Haus, welcher uns neue Karten,
Waffen und Fahrzeuge beschert. Also alles beim Alten.
| Battlefield 4 | |||||||||||||
| Publisher: | Electronic Arts | Releasetermin: | 29.11.2013 | Preis: | 64,99 € | Plattform: | PS 4, Xbox One | ||||||
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