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Test: Call of Duty: Ghosts – Revolution oder Evolution?

imageDraußen wird es langsam kalt und pünktlich zur winterlichen Zeit bringt Activision mit Call of Duty: Ghosts ihr neues Shooter-Meisterwerk auf den Markt. Eine neue Engine sollte das Steckenpferd des neuen Shooters werden. Doch nach den ersten Bildern und Trailern wurde aus einer neuen Engine schnell eine „stark verbesserte Engine“. Doch das Grafik nicht alles ist, zeigten uns auch schon die vorherigen Teile, die zwar nie mit der besten Grafik, dafür aber mit einem gelungenen Single- und Multiplayer überzeugen konnten. Wir klären im unserem Test, ob sich der Kauf von Call of Duty: Ghosts lohnt und wie stark Single- bzw. Multiplayer abschneiden.



Der Singleplayer – Ein Actionfilm zum Nachspielen
Bevor wir einen Blick auf das Gameplay von Call of Duty: Ghosts werfen, klären wir erst einmal auf, worum es bei Call of Duty: Ghosts eigentlich geht. Die Ölreserven der ölexportierenden Staaten sind komplett zerstört und Lateinamerika ist zu einer Supermacht, der „Förderation“, aufgestiegen, welche in die USA einmarschiert. Wir sind Teil der Spezialeinheit „Ghosts“, die das ganze Schlamassel beenden soll. Nachdem Battlefield 4 mit der Singleplayer-Kampagne eher enttäuscht hat, bekommen wir bei Call of Duty: Ghosts einen Action-Blockbuster zum Nachspielen. Die Schauplätze sind sorgfältig ausgewählt und auch wenn manche Mission an Explosionen kaum noch zu übertreffen ist, vergeht uns die der Spaß. Zwar gibt es immer wieder mal kleinere KI-Aussetzer, aber die KI war auch vor diesem Teil nie ein Grund für den Kauf von Call of Duty. Die Inszenierung der Kampagne ist grandios und auch wenn am Ende die ein oder andere Logiklücke übrig bliebt, verlassen wir doch zufrieden den Singleplayer.

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Die Kampagne spielt circa 10 Jahre nach dem ersten Angriff der Föderation auf die Vereinigten Staaten. Wir spielen den stummen Soldaten Logan Walker, welcher sich mit seinem Bruder Hesh der Spezialeinheit „Ghosts“ anschließt. Einen wirklichen Bösewicht haben wir jedoch nicht als Gegenspieler. Die Föderation bleibt Größtenteils gesichtslos, bis auf den ehemaligen US-Soldaten Rorke, welcher sich der Föderation angeschlossen hat und sich im Gewahrsam der Ghosts befindet.

Ansonsten spielt sich auch dieser Call of Duty Teil wie jeder andere. Es gibt eine gradlinige Story und lineare Levels, die mit Gegnermassen und Explosionen bespickt sind. Doch genau dafür kauft man Call of Duty: Ghosts. Nicht aufgrund der taktischen Vorgehensweise oder ähnlichem, sondern der bombastischen Inszenierung einer rundum gelungenen Singleplayer Kampagne. Wir steuern unseren Schäferhund Riley, Hubschrauber, Panzer und zerstören alles, was sich uns in den Weg stellt. Doch auch die Schauplätze sind wieder etwas Besonderes. Wir kämpfen nicht nur auf Land, sondern auch unter Wasser und im Weltall. Vor allem die Weltall-Szenen sind äußerst beeindruckend gelungen. Dank so einer Inszenierung, kann man auch bei den erwähnten Logiklücken mal ein Auge zudrücken. So geht das Electronic Arts.

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Insgesamt bietet der Singleplayer 18 Missionen und für die komplette Bewältigung der Kampagne sollte man gut 5-6 Stunden einplanen.

Der Multiplayer – Die gewohnt gute Kost
Battlefield 4 hat mit dem Multiplayer einen Brocken vorgelegt, den auch Call of Duty: Ghosts nicht einholen kann. Doch das möchte man auch gar nicht unbedingt. Auf insgesamt 14 Karten geht es in flotten Duellen um die meisten Kills. Vorbesteller hatten das Glück und bekamen die Map „Freefall“ zusätzlich als Bonus. Zusätzlich gibt es einen Season-Pass, welcher im Jahre 2014 insgesamt vier Karten-DLCs beinhalten wird.

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Wie aus den älteren Call of Duty Teilen bekannt, gibt es auch in Ghosts wieder das Kill-Streak und Perk System, mit dem man seinen Charakter nach und nach individualisieren kann. In diesem Teil sind die Freischaltungen jedoch nicht an den Rang gekoppelt, sondern können über die neuen Squadpunkte freigeschaltet werden. Perks erfordern zwar auch einen gewissen Rang, werden aber mit Squadpunkten gekauft.

Die Karten der Singleplayer Kampagne findet man, anders als bei Battlefield, jedoch nicht im Multiplayer wieder. Für den Multiplayer wurden eigene Karten geschaffen, die zwar durch die Bank gut gelungen sind, doch eine Multiplayer Map im Weltall oder unter Wasser wäre schon toll gewesen. Aber vielleicht spart man sich das ja für den ein oder anderen DLC auf.

Auch die dynamischen Level-Elemente waren bei Ankündigung ein tolles Feature, denn zu zerstörende Elemente so wie in Battlefield, wurden in Call of Duty doch teilweise schmerzlich vermisst. Bei unserem Test stellten sich die Elemente zwar alles nettes Feature dar, doch ein Fehlen dieses Features würde man nicht unbedingt vermissen.

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Der beste Teil des Multiplayers findet in diesem Jahr jedoch nicht gegen menschliche Gegenspieler statt, sondern gegen Aliens. Im neuen Spielmodus „Exctinction“ können wir im Coop Modus gegen Horden von Aliens antreten, die uns, anders als die menschlichen Gegenspieler, im Nahkampf an die Wäsche wollen. Wir zerstören mit einem Bohrer, den wir auf den Karten verteidigen müssen, die Brutstätten der Aliens. Maximal vier menschliche Spieler treten gegen die immer stärker werdenden Aliens an. Vier verschiedene Klassen stehen uns am Anfang einer Runde zur Auswahl. Während einer Runde leveln wir unsere verschiedenen Klassenfähigkeiten auf und verstärken somit unser Team. Nach Abschluss einer Runde landen wir jedoch wieder bei null. So müssen wir in jeder Runde unser Bestes geben, damit wir nicht von den Aliens überrannt werden.

Call of Duty: Ghosts
Publisher: Activision Releasetermin: 05.11.2013 Preis: 49,99 – 69,99 € Plattform: PC, Xbox, PlayStation 
Call of Duty: Ghosts erfindet das Rad zwar nicht neu, aber der insgesamt überzeugende Single- und Multiplayer, lassen uns erneut stundenlang vor dem Rechner hocken. Wer viel Wert auf den Singleplayer legt, ist mit Ghosts besser bedient als mit Battlefield 4. Der Multiplayer der beiden Spiele lässt sich kaum mehr vergleichen und die engen Infanterie-Maps machen auch nach der zehnten Runde immer noch Spaß. Call of Duty: Ghosts ist nicht das Grafikwunder, doch mit dem rundum stimmigen Setting, sammelt das Spiel fleißig Punkte. Wer die vorherigen Teile mochte und wer mit einer guten, aber nicht überragenden Grafik klarkommt, dem kann man Call of Duty: Ghosts bedenkenlos empfehlen. 87
Grafik: 85/100 Sound: 85/100 Steuerung: 92/100
Umfang: 87/100 Realismus: 80/100 Multiplayer: 93/100
  • Bombastische Inszenierung
  • Grafisch aufgewertet
  • Singleplayer mit rotem Faden
  • Schneller Spieleinstieg
  • Neue/Gute Multiplayer-Änderungen
  • Grafisch deutlich hinter Battlefield 4
  • Logiklücken in der Story
  • Einige Ruckler trotz High-End Rechner
  • Viel Gun & Run in der Kampagne

 

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