In unserem heutigen Test widmen wir uns wieder einem Wimmelbildspiel, Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall. Wimmelspiele und eine gute Story, gemixt mit einer detailverliebten, handgemachten Grafik – dieses Genre nimmt immer mehr die Gamingzene für sich ein. Ob das Spiel uns im Test überzeugen konnte, lest ihr in diesem ausführlichen Bericht.
Beim Spielen von Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall fühlt man sich in ein Märchen der Gebrüder Grimm hineinversetzt. Die Story beginnt mit einem Vater, welcher seiner Tochter nach einer langen Reise eine magische, goldene Nachtigall als Geschenk mitbringt. Natürlich gibt es einen Haken bei der Sache. Wie der Titel verrät, tritt die Nachtigall in der Form eines Biestes, wie es im Titel steht, auf. Das Biest fordert jetzt eine Gegenleistung für das Entwenden des Vogel. Das Opfer bzw. die Gegenleistung soll der Vater sein, eine Tragödie für jeden Beteiligten. Die Tochter, welche wir im Spiel steuern, entscheidet sich, zur Rettung ihres Vaters ins Schloss des Biests zu gehen. Dieser sieht das nicht gerne und versucht seine Tochter aufzuhalten. Dies misslingt allerdings und die Tochter macht sich auf den Weg.
Auf dem Weg zum Schloss werden wir immer wieder von einer Person aufgehalten, die uns daran hindern will, zu unserem Ziel zu gelangen. Dies unternimmt sie, indem sie uns neben zahlreichen Wimmelbildern vor einige zu lösende Aufgaben stellt: Umrisssuchen, klassische Wortsuchlisten mit interaktiven Gegenständen, das Suchen von zwölf Schmuckstücken plus den interaktiven Gegenstand. Das ist allerdings nur eine kleine Auswahl der verschiedenen Spielarten im Wimmeltitel. Im weiteren Spielverlauf, zum Ende hin, werden die Rätsel immer schwieriger und anspruchsvoller. Zu Anfang hilft einem noch die magische, goldene Nachtigall und greift uns mit ihren Kräften unter die Arme. Später müssen wir darauf verzichten.
Für Freunde von Rätseln, Wimmeln und Gehirnzellentraining ist Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall das perfekte Spiel, für Anfänger im Genre allerdings eher mittelmäßig geeignet. Das Game bietet neben einem wunderbar anzuschauenenden Grafikstil auch abwechslungsreiche Spiele, die nicht langweilig werden. Wimmelbilder müssen zwar teilweise zweimal gespielt werden, um in der Story voranzukommen. Dies ist aber nicht schlimm, da immer andere Gegenstände gesucht bzw. gefunden werden müssen. Außerdem kann man noch zwölfmal Gegenstand XY suchen oder besagte Umrisskartensuchen lösen. Die Spielevielfalt ist bemerkenswert und die Stärke von Queen’s Tales.
Die Grafik hatte manchmal Aussetzer, die aber kaum zu merken sind. Die Gestiken der Charaktere, mit denen man im Game interagiert, hätte man besser lösen können. Ansonsten kann die Grafik im Positiven sehr überraschen. Die Soundkulisse ist gewöhnungsbedürftig, fällt aber sonst nicht negativ auf. Bei den Schwierigkeitsstufen regiert die Qual der Wahl: Man kann neben den umgangssprachlichen klassischen Stufen einfach, normal und schwierig auch eine benutzerdefinierte Einstellung benutzen. Diese richtet sich nach den Reglern, welche man zu Beginn verschieben und nach seinen Wünschen ausrichten kann. Man kann so das Erscheinen der Tipphilfe, aber auch das Erscheinen des Lösenbuttons für andere Rätsel ändern. Die Einstellungen lassen sich im Menü jederzeit anpassen.
Ein Kritikpunkt des Games ist die Karte. Weder kann man seinen genauen Standpunkt orten, noch hilft die Karte beim Finden der Lösung. Zudem geht sie im Spiel teilweise unter. Im Laufe des Games ist der Wunsch nach einer anderen, besseren Karte sehr groß. Das Hin- und Her-Gelaufe, um die Lösungen in der Story und das Vorangehen dieser zu erreichen, wird schnell mühselig. Man läuft von der jeweiligen Szene in die vorherige Szene, immer hin und her.
Als Fazit lässt sich sagen: Im gesamten Game merkt man, dass die Entwickler viel Arbeit investiert haben. Das Spiel ist in gut vier Stunden zu lösen. Manche werden vielleicht länger, andere weniger Zeit brauchen. Die Story ist spannend und die Spiele sind abwechslungsreich gestaltet, es macht Spaß, die Rätsel zu lösen. Für Wimmel-Fans ist Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall ein echter Muss. Der Grafikstil ist überraschend gut und die Soundkulisse ist annehmbar. Ein Manko u.a. ist das ständige Umhergelaufe von zum Beispiel Szene 6 zu Szene 2. Außerdem nervig ist, dass man auf Gegenstände sehr exakt klicken muss.
| Queen’s Tales: Das Biest und die Nachtigall | |||||||||||||
| Publisher: | astragon | Releasetermin: | 10.09.2014 | Preis: | 9,99 Eur | Plattform: | PC | ||||||
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