„Rein in die Natur!“ heißt es bei dem Survival-Adventure Shelter 2, in dem das schwedische Entwicklerstudio Might And Delight den Alltag einer Luchsfamilie darstellt. Neben der Ernährung der eigenen Kinder gibt es auch noch einige andere Dinge, um die man sich in der Open-End-Welt kümmern muss.
Die Tierwelt ist langweilig? Ganz im Gegenteil! Das beweist auch die Fortsetzung der Shelter-Reihe. In Shelter 2 übernimmt der Spieler die Rolle einer Luchs-Mutter. Hauptaufgabe: das Jagen, um sich um die Ernährung der kleinen Familie zu kümmern.
Am Anfang wird dem Spieler erst einmal übersichtlich und gut dargestellt die Steuerung des Spieles beigebracht. Das ist sehr wichtig für das spätere Jagen, denn die Jungen der Mutter wollen auch etwas Essbares sehen. Neben Hasen kann man sich auch noch größere Opfer zutrauen, nämlich Hirsche. Diese sind dann schon um einiges schwieriger zu bekommen als die Hasen, da man ihnen nicht einfach nur hinterher rennen muss, sondern sie mit einem kräftigen Sprung und einem gezielten Biss ins Genick erledigen muss. Wenn man die Kleinen ausreichend gefüttert hat, folgen sie allesamt der Mutter, also dem Spieler, egal wohin man läuft.
Alle Tiere, die man erlegt hat, werden in einer kleinen Übersicht dokumentiert. Da das Jagen allein auf die Dauer vielleicht für den einen oder anderen langweilig wird, gibt in der gesamten Welt kleine Sammelobjekte. Diese findet man zum Beispiel unter Bäumen. Die gefundenen werden auch in der Übersicht dokumentiert.
Große, gefährliche Welt
Neben Tag-, Nachtwechsel gibt es noch verschiedene Jahreszeiten. Dabei verändert sich zum Beispiel die schöne weiße Schneelandschaft in eine sommergrüne Frühlingslandschaft. Im Herbst sieht die Welt dann auch dementsprechend herbstlich aus. Außerdem kann man in verschiedene Teile der Karte wechseln. Vorteilhaft ist dabei zum Beispiel das Gebirge, dort gibt es Hirsche, oder eine der wunderschönen Flachlandschaften. Doch aufgepasst! Die Versorgung der Kinder hat dabei größte Priorität. Wer sich nicht ausreichend um Nahrung kümmert, wird schnell in große Probleme geraten, denn wenn die Kinder einmal am Boden liegen, ist es sehr schwer, schnell etwas Essbares zu besorgen. Man kann sie zwar herumtragen, doch wenn der Nachwuchs schon in der Zahl gewachsen ist, wird auch dies nicht weiterhelfen, da man nur ein Junges auf einmal ins Maul nehmen und herumtragen kann. Wenn die Kinder nicht rechtzeitig mit Nahrung versorgt werden, sterben sie. Doch das ist nicht die einzige Gefahr. Im Gebirge gibt es hungrige Wölfe, denen die kleinen Luchs-Kinder gerade recht kommen.
Es geht noch weiter
Wer sich also sehr sorgsam um seine Kinder kümmert und sie ausreichend füttert, wird schnell erwachsene Luchse haben. Wenn sie ausgewachsen sind, fangen sie auch selbst an, auf Jagd zu gehen und besorgen sich ihre Nahrung selbst. Wenn man einmal so weit ist, ist das eine große Erleichterung für den Spieler. Doch das ist erst der Anfang vom Ende. Denn eines der neuen Features im Shelter-Nachfolger ist der Stammbaum.
Der Stammbaum
Hier werden alle Nachkommen der Mutter vermerkt und können nach dem Ende der Geschichte – wenn sie überleben – in einem neuen Anlauf als spielbarer Charakter und somit als neue Mutter, die sich um ihren Wurf kümmern muss, eingesetzt werden. Das Spiel hat also nicht ein wirkliches Ende, denn es kann von jeden Überlebenden fortgesetzt werden.
Ausdauer, Ausdauer, Ausdauer
Beim Jagen wird sehr viel Energie durch das Rennen verbraucht. Die verbleibende Energie sieht man in der linken unteren Ecke in Form eines Kreises. Wenn die Energie verbraucht ist, kann man nicht mehr auf die Jagd gehen, denn zum Jagen braucht man Energie für das Rennen. Wenn man also keine Energie mehr hat, was manchmal sehr schnell gehen kann, muss man entweder warten, bis sie sich von selbst regeneriert hat oder man findet eine Wasserquelle und trinkt etwas Wasser. Doch so bekommt man nur die Hälfte der Energie zurück. Um die restliche Energie wiederzugewinnen, muss man jagen. Ein Hase kommt einem da ganz recht. Wenn die Energie regeneriert ist, kann man weiter ohne Bedenken auf die Jagd gehen.
Nicht nur die Grafik macht das Spiel
Die Grafik setzt mit ihrem eigenwilligen Stil deutliche Akzente, doch für solch ein Spiel wie Shelter 2 ist die Grafik gut gelungen. Das Wasser bewegt sich, die Bäume wiegen sich im Wind. Aber nicht immer stimmt die Kollisionsabfrage: Durch manche Steine kann man beispielsweise einfach durchlaufen. Doch nicht nur die Grafik ist für ein Spiel entscheidend. Ohne den sehr realistischen Sound wäre das Spiel nur halb so gut. Schon der Soundtrack im Startscreen wird bei dem einen oder anderen für Gänsehaut sorgen. Ruhig und gelassen stellt man sich auf das Spiel, auf das Leben als Luchs in freier Natur ein. Einmal im Spiel angekommen wird man vom herrlichen Gesang der Vögel empfangen. Beim Jagen, beim Rennen hört man den sanften Gegenwind, der das Ganze noch etwas realistischer wirken lässt.
Und sonst so?
Ziel bei Shelter 2 ist es, den Wurf der Luchs-Mutter so gut wie es geht zu beschützen und großzuziehen. Wenn ein Wurf ausgewachsen ist, kann man dank des neuen Stammbaums einen weiteren Versuch mit einem der überlebenden Luchsen des ersten Wurfs starten.
Über diverse Änderungen und Patches werden wir selbstverständlich auf escene.de berichten. Das Spiel ist ab 9. März für 14,99€ auf Steam erhältlich. Kaufempfehlung für alle, die das Tierreich einmal aus einer anderen Perspektive betrachten und zur Ruhe kommen wollen. Für Spieler, die allerdings mehr auf Action stehen, ist vom Kauf abzuraten. Might und Delight spricht mit seinem lohnenswerten Survival-Adventure eher Indie- und Casual-Spieler an.
| Shelter 2 | |||||||||||||
| Publisher: | Might And Delight | Releasetermin: | 09.03.2015 | Preis: | 14,99 Eur | Plattform: | PC | ||||||
|
|||||||||||||
|
|||||||||||||
|
|||||||||||||


































































You must be logged in to post a comment Login