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Test: Sword Art Online: Hollow Fragment – Kannst du überleben?

imageSpiel-Umsetzungen zu populären Animes haben es ja bekanntlich nicht leicht, die Entwickler gehen damit immer wieder ein Risiko ein. Manchmal jedoch finden sie die Nadel im Heuhaufen, in diesem Fall Sword Art Online. Fans waren begeistert, als uns die Nachricht empfing, dass es SAO nach Europa schafft. Doch was hat der Titel auf dem Kasten? Bleibt er dem Anime treu? Das und mehr erfahrt ihr in unserem Test.

Sword Art Online: Hollow Fragment ist ein Spiel, das einen sehr fordert. Neben unzähligen Quests muss man sich um Kirito, den Hauptcharakter des Animes und des Spiels, aber auch um seine weiblichen Gefolgsleute rund um Asuna, Silica und Co. kümmern, was den Titel zum Multi-Genre befördert.

Startbildschirm

Lasst uns loslegen!

Um was geht’s?

Ihr seid gefangen in einem Virtual Reality Massive Multiplayer Online Roleplay Game (Kurz: VRMMORPG) namens Sword Art Online. Der Tod im Spiel bedeutet den Tod im echten Leben. Um zu überleben, müsst ihr alle 100 Ebenen absolvieren. Auf Ebene 75, nach der Vernichtung von Ebenen- Boss „Skull Reaper“, findet der Protagonist Kirito heraus, dass der Anführer der Elite-Gilde „Ritter des Blutschwurs“ namens „Heathcliff“ der Erschaffer des Spiels ist. Dort geraten Heathcliff und Kirito in einen finalen Kampf, der das Schicksal der Spieler entscheiden soll. 

Ab hier unterscheidet sich das Spiel vom Anime

In dem Kampf kommt es jedoch zu Fehlern im System, was die Struktur der Arena hin und wieder zusammenbrechen lässt und auslöst, dass trotz der erfolgreichen Vernichtung Heathcliffs das Spiel nicht beendet wird. Stattdessen werden alle auf Ebene 76 teleportiert. Alle, bis auf Kirito. Er wird in die „Hollow Area“ teleportiert, ein Gebiet, welches sich von Aincrad (Der Name des Gebietes von SAO) selbst abgrenzt und den Kontakt zu den Leuten, die nicht in der Hollow Area sind, unterbindet.

Hollow Area

Das erste Gebiet der Hollow Area – wunderschön gestaltet!

Dort angekommen, gerät man direkt in die erste Cutscene. Was sofort auffällt, sind die 3D-Modelle der Charaktere in der Video-Sequenz. Es sieht überraschend gut aus, anders, als man normalerweise erwartet, da Animes in 2D-gezeichnet werden. In der Cutscene sieht man den neuen Charakter Philia, wie sie und Kirito zusammenstoßen. Ruck, zuck steht Philia auf und greift Kirito an. Dabei bemerkt er, dass ihr Cursor Orange ist, was für einen Player Killer (PK) steht. Einer Person, die menschliche Spieler getötet hat. Jedoch werden sie vom Skull Reaper unterbrochen, der allerdings sehr schwächere Werte als auf Ebene 75 hat. Daher sind die beiden gezwungen, zusammen zu arbeiten. Im Kampf gegen den Skull Reaper wird einem dann erklärt, wie der Kampf abläuft.

Kampf

Das Kampf-Interface ist für Neulinge recht unübersichtlich

Die Steuerung (Außerhalb der Kämpfe)

Die Steuerung ist für Spiele auf Sony-Konsolen ein wenig eigenartig. Was einem sofort negativ auffällt, ist, dass man mit dem O-Knopf akzeptiert, und nicht wie sonst mit dem X-Knopf. Dies sorgt in den ersten Spielstunden für Verwirrung. Dafür reagiert Kirito sofort, wenn man den Stick bewegt. Das Menü lässt sich – wie im Anime – durch Streifen am Display öffnen.

Die Steuerung (Im Kampf)

Im Kampf ist die Steuerung für den Anfang sehr schwer zu verstehen, auch wenn sie sich einfach anhört. Wie im oberen Bild zu sehen, gibt es drei Leisten, die sich am unteren Bildschirmrand befinden. Die HP sind selbstverständlich – wenn sie auf Null fallen, ist man tot. Die Burst-Leiste ist für stärkere Angriffe und das Ausweichen zuständig, standardmäßig sind die Knöpfe dafür O und X. Die letzte der drei Leisten ist die SP-Leiste. Diese Leiste verbraucht sich, wenn ihr Skills einsetzt. Ist die Leiste leer, könnt ihr logischerweise keine Skills mehr benutzen. Sie füllt sich pro Sekunde um vier Punkte.

Des Weiteren sieht man dort auch, wie viele HP der Partner noch hat, und wie viele der Gegner noch besitzt. Wenn ihr L und R drückt, stehen euch weitere Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, jeweils vier weitere Skills und „Calls“, um euren Partner etwas mitzuteilen, wie zum Beispiel das er einen Skill benutzen soll. Wenn es eng wird und ihr einen Trank braucht, stellt euch das Spiel ein Bein. Ihr müsst den ganzen Weg ins Menü (das Spiel wird dabei nicht pausiert!) und einen Trank auswählen, danach braucht Kirito ganze 10 – 15 Sekunden um den Trank einzusetzen, als ob er ein Picknick hält.

SAO-Asuna

Wer wird denn da gleich eifersüchtig?

Weitere Features

Neben der Hollow Area und den restlichen 25 Ebenen, die man durchspielen muss, gibt es aber auch noch weitere Elemente, die den Spielspaß und die Motivation von Sword Art Online aufrecht erhalten. Das größte Feature hierbei ist, dass SAO teilweise ein Dating Simulator ist. Man kann mit allen weiblichen Charakteren reden, Händchen halten, sie tragen etc.. Natürlich muss man sich dafür aber erstmal hocharbeiten. Wenn ihr bei den Mädels beliebt seid, könnt ihr ihnen auch andere Outfits geben, wie z.B. einen Schwimmanzug, ein Hochzeitskleid oder ähnliches.

SAO_Badeanzug

Kirito, warum schaust du denn so bedrückt?

Die KI (Künstliche Intelligenz) der Spieler ist auch sehr vielversprechend. Die anderen Spieler verhalten sich tatsächlich so, als ob es lebendige Menschen wären. Sie bleiben nicht an irgendwelchen Hindernissen stecken oder schauen einfach nur zu, während man angegriffen wird. Sie geben einem im Kampf sogar Befehle, oder wie es das Spiel nennt: „Tipps“. Gerade im Kampf ist das Verhalten der KI äußerst vorteilhaft.

Die Kritik:

Auch wenn der Titel inhaltlich sehr lange Freude bietet, hat SAO aber auch viele Schwächen. Obwohl ein deutscher Trailer samt deutschen Untertiteln existiert, hat Sword Art Online nur englische Untertitel, wobei wir gleich beim nächsten Punkt wären. Die Übersetzungen sind teilweise miserabel. Statt „Protection“ (zu Deutsch: Schutz) steht das Wort „Penetration“ (zu Deutsch: Penetration) da. Die Musik ist zwar schön anzuhören, jedoch wiederholt sie sich immer und immer wieder – was auf Dauer ein wenig an den Nerven nagt. Wo wir gerade bei den Nerven sind: die Steuerung im Kampf hat für einige Tode gesorgt, da Kirito lieber ein Picknick hält anstatt einen Trank zu trinken. 

Sword Art Online: Hollow Fragment
Publisher: Bandai Namco Games Europe Releasetermin: 20.08.2014 Preis: 39,99 Eur Plattform: PS Vita
Die Freude war definitiv größer, als das Spiel angekündigt wurde. Die erste Ernüchterung geschah bereits bei dem englischen Untertitel. Davon abgesehen bietet das Spiel sehr viel, um den Spieler bei Laune zu halten. Über die Übersetzung kann man teilweise auch lachen. SAO fordert den Spieler extrem, was man beim Hoch-Leveln feststellt, von Looten und Leveln merkt man weniger. Was die Schmerzen von der Steuerung und der Übersetzung wiederum wett macht, ist die Tatsache, dass man den Vorgänger Infinity Moment auch spielen kann. 74

Grafik: 8/10 Steuerung: 6/10 Musik: 7/10
Story: 8/10 Gameplay: 9/10  
  • Sehr viel Content
  • Zwei Spiele in Einem
  • Ausgezeichnete KI
  • Fordert den Spieler
  • Langzeitmotivation garantiert
  • Keine grausige Anime-Umsetzung
  • Schlechte Übersetzung
  • Teilweise nervige Musik
  • Steuerung
  • Zu viel Zeit beim Benutzen von Tränken

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