Im Jahre 2012 zeigte Ubisoft auf der E3 ein neues Spiel, das seit 2009 in Entwicklung war und den Codenamen „Nexus” trug. Die Rede ist natürlich von Watch_Dogs, ein Open-World-Titel, der erstmals neue Elemente einfügt. Das Hacken ist eines der größten Features. Nach zwei Verschiebungen ist das Spiel nun auch endlich in den heimischen Gefilden gelandet und wir sagen euch, wie die PC-Version des Spiels abschneidet.
Die Story fängt mit dem Hauptprotagonisten Aiden Pearce an, ein Hacker, der im Merlaut Hotel die Konten von reichen Leuten durch sein Smartphone hackt. Hierbei werden er und sein Komplize Damien Brenks von anderen Hackern, die sich mit in das System eingeklinkt haben, gestört und müssen ihren Coup beenden. Die Hacker konnten bei dem Eingriff die Adressdaten von Aiden erbeuten. Ein Auftragskiller wird angeheuert, dieser soll Aidens Leben ein Ende setzen. Bei dem Attentat wird seine kleine Nichte Lena getötet und Aiden sucht 11 Monate lang nach dem Killer. Im May Stadium findet er diesen und schlägt ihn bewusstlos. Schon am Anfang wird klar, dass Aiden alle Daten von allen Passanten abrufen und studieren kann. Dies ist dem CTos-Betreibssystem geschuldet, das alle Daten speichert und die ganze Stadt überwacht. Ab hier beginnt unser Abenteuer durch Chicago.
Genretypisch spielt Watch_Dogs in einer offenen Welt, in der wir uns nach Lust und Laune austoben können. Da wir in der Stadt Chicago Zugang zum „CTos” haben, können wir Bankkonten von verschieden Leuten mit unserem Smartphone hacken, QR-Codes der Hackergruppe „DeadSec” suchen, Leute belauschen, Verstecke durchstöbern, geheime Audiologs finden oder auch Fixer-Aufträge annehmen, in denen wir Fahrzeuge möglichst schnell von A nach B bringen müssen. Dank des Betriebssystems werden wir gewarnt, wenn sich Verbrecher in der Stadt herumschleichen, auch können wir Gang-Verstecke infiltrieren oder Verbrecher-Konvois stoppen.
Mit dem System können wir nicht nur mögliche Verbrechen orten, sondern auch Ampelanlagen, Straßenpoller oder Energiekästen hacken. In den Haupt- und Nebenmissionen können wir verschiedene Wege nehmen, um z.B. in einen Serverraum vorzudringen. Entweder ballern wir uns durch das ganze Gebäude und alarmieren somit jeden Feind oder wir schleichen uns durch dieses und töten die Gegner lautlos oder lassen sie leben. Hierbei können wir Kameras benutzen, um die Gegner zu markieren oder um ihre Gegenstände zu hacken. Manche von ihnen besitzen Splittergranaten, die wir sprengen können oder auch Smartphones, die wir anzapfen können, um Ablenkungen zu schaffen.
Wer gerne den ersten Weg nehmen möchte, der erhält mit dem „Fokus” die Möglichkeit, das Geschehen zu verlangsamen und mehrere Gegner auszuschalten. Unvorsichtige Spieler können schon in solch einer Situation den Löffel abgeben, da Aiden nicht viele Schüsse aushält. Das Spiel enthält auch eine Art Fähigkeitenbaum, in dem wir neue Fähigkeiten erlernen können, dieser wird jedoch nutzlos, da es Skillpunkte regnet. Wer etwas Ruhe von den Missionen haben möchte, der kann diverse kleine Minigames spielen: Von einem menschenleeren Chicago, das von feindlichen Robotern virtuell eingenommen wurde bis hin zum Arena-Shooter, in dem wir pinke Aliens abschießen müssen, ist für jeden Spieltyp was dabei.
Mit 65 Fahrzeugen, von der Knutschkugel bis hin zum PS-protzenden Rennboliden, ist alles drin. Die Fahrphysik in dem Spiel ist hervoragend, die Karren haben perfekte Fahreigenschaften und fühlen sich durch und durch realistisch an. Ebenso das Waffenarsenal: mit über 30 traditionellen Schießeisen können wir uns durch die Stadtteile ballern und auch kleine Gimmicks wie Splittergranaten, Haftbomben oder Störsender sind mit dabei. Auch der Multiplayer in Watch_Dogs ist super: Hier hat der Spieler die Möglichkeit, verschiedene Modi zu spielen, wie z.B. Hacking-Aufträge, wo der Spieler einen anderen feindlichen Hacker anzapfen muss, um an eine Datei heranzukommen. Rennen, in denen wir mit anderen Spielern unser Können unter Beweis stellen oder auch ein Freeroam-Modus, in dem wir mit Freunden durch die Straßen von Chicago ziehen und die Gegend unsicher machen. Auch die für Android und iOS erhältliche Companion-App wird in den Multiplayer eingebunden, hier darf der mobile Spieler die Ampeln, Poller und die Polizei steuern, während der heimische Spieler diesen Attacken standhalten muss.
In Sachen Grafik schneidet Watch_Dogs eigentlich ziemlich gut ab, doch leider ist die versprochene Grafik aus dem E3 2012-Gameplay-Trailer eher runtergeschraubt. Hierbei wäre es schön gewesen, wenn die Effektvielfalt in der PC-Version vorhanden wäre. Dennoch sehen die Wetter-, Wasser-, Rauch- und Lichteffekte super aus. In der Nacht kann der Titel seine Muskeln spielen lassen. Auch durch die Möglichkeit, Watch_Dogs in FullHD oder gar für Monster-PCs in Ultra HD- (4K-)Auflösung zu spielen, zeigt sich das Potenzial der eigens für den Titel entwickelten Disrupt-Engine. Leider war die Performance anfangs für den PC eher schlecht, da noch einige Bugs im Spiel waren. Selbst der obengenannte Monster-PC hätte das Spiel nicht flüssig auf Ultra-Details und in Full HD-Auflösung spielen können. Dies wurde laut Ubisoft mit einem Patch gefixt.
Auch die Steuerung kann sich sehen lassen. Das Bedienen mit Maus und Tastatur läuft flüssig. Leider wurde die Umsetzung mit den Menüs im Smartphone eher suboptimal gelöst. Hierzu kann man die Maus nehmen um sich durch die verschieden Smartphone-Apps zu schalten, dies sollte sich so anfühlen, als ob man mit dem Finger über das Display wischt. Dabei sollte man am besten die Pfeiltasten zum Navigieren benutzen. Leider ist auch das Steuern von Fahrzeugen mit der Tastatur etwas zu empfindlich, da manche Autos etwas zu stark reagieren, hierfür wäre das Spielen mit einem Controller angebracht. Standardmäßig erkennt das Spiel den Xbox 360-Controller.
Soundtechnisch weiß Watch_Dogs zu überzeugen. Die Waffen- und Motorengeräusche der Fahrzeuge hören sich laut und aggressiv an. Wer auf laute Explosionen stehen sollte, wird auch hier mit einem tollen Sound beglückt. Wer gerne beim Autofahren auch Musik hören möchte, der bekommt hier eine super Playlist zu hören. Von Punk-Rock, Gangster-Rap bis hin zu Techno wird hier jeder bedient. Leider sind die Dialoge von Watch_Dogs in der deutschen Version ein nicht so tolles Erlebnis.
| Watch_Dogs | |||||||||||||
| Publisher: | Ubisoft | Releasetermin: | 27.05.2014 | Preis: | 49,99€ | Plattform: | PC | ||||||
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