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Test zu Warface

imageDer Free-2-Play Shooter Warface vom deutschen Studio Crytek ist seit etwa zwei Wochen kostenlos in Nordamerika, Europa und der Türkei spielbar. Warface ist bereits seit einiger Zeit in Russland spielbar, nun folgte
die komplette Lokalisierung in Deutsch, Englisch, Französisch und
Türkisch. Wie für Free-2-Play Titel üblich, wird das Spiel über einen Ingame-Shop finanziert, in dem man sich Items für echtes Geld kaufen kann. Viele Dinge kann man sich aber auch mit dem Ingame Geld kaufen, das man relativ schnell verdient. Mithilfe von Warface will Crytek seine hauseigene Social-Network ähnliche Plattform „Gface“ an den Mann bekommen. Alles über das Spiel erfahrt ihr nun in unserem Test.

Warface besitzt zwei grundlegende Modi: Koop-Missionen und sogenannte „Wettkampf“-Missionen, in denen ihr miteinander gegen die feindlichen Blackwood-Truppen beziehungsweise selbst gegen andere Spieler kämpft. Diese sind wiederum in verschiedene Kategorien oder Spielmodi aufgeteilt, so gibt es beim Koop-Modus drei verschiedene Schwierigkeitsstufen, die man nacheinander freischalten kann. Beim Wettkampf spielt man in verschiedenen Modi gegeneinander, Team-Deathmatch, Alle gegen Alle, Bombe legen und Rush. Alles altbekannte Spielmodi für Online-Shooter, die auch alle gut funktionieren auf den dafür gut ausgelegten Maps. Die Herausforderungen wechseln dabei ständig, sodass immer neue Erlebnisse generiert werden. Es gibt die typischen vier Koop-Klassen, Assault, der die Munition auffüllen kann, Medic, der gefallene Soldaten wiederbeleben kann, Engineer, der Rüstung wiederherstellen kann und Minen und Bomben legen kann sowie den Sniper, der auf präzise Fernwaffen setzt.

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Der erste Kontakt mit Warface fällt eher unangenehm aus. Das Spiel installiert den drei Gigabyte großen Client, ohne dass man die Option hat, auszuwählen wohin es installieren soll, es einfach auf die Windows-Partition installiert. Für Gamer mit reiner Boot-Partition ein absolutes No-Go. Danach musste mit diversen Bugs gekämpft werden, das Spiel ließ sich nicht richtig starten, Blackscreens und Abstürze zu hauf. Ob das an Gface lag, das sich noch im Beta-Stadium befindet, oder am Spiel selbst kann dabei nicht genau festgestellt werden. Seltsamerweise gab es zur Zeit dieses Tests diese Probleme nur auf dem Europa-Server, der nordamerikanische lief einwandfrei, daher wurde auf nordamerikanischen Servern gespielt, wo es dann auch keine Probleme mehr gab.

Dann kann endlich gespielt werden: Am Anfang wird eine Trainingsmission gespielt, die die Grundlegenden Funktionen und Aufgaben des Spiels erklärt. Nach dieser Mission bekommet man gleich zwei Gegenstände geschenkt, eine Waffe und Handschuhe, beides zeitlich begrenzt auf zwei Tage. Das ließ stutzig werden und tatsächlich, auch im Shop gibt es fast alles nur für begrenzte Zeiten, und hier sind reale Zeiten, nicht Online-Zeiten gemeint. Das klingt doch etwas ungerecht, wenn man mit seinem Geld Dinge kauft, die nach einer gewissen Zeit einfach verschwinden.

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Die Missionen und Maps sind sehr gut ausbalanciert, es gibt für jede Klasse ausreichend Möglichkeiten, seinen Fähigkeiten gerecht zu werden. Gute Sniper-Spots, Orte für einen Hinterhalt mit Minen, alles wird geboten. Die Missionen spielen sich flüssig, zwar sehr geradlinig aber durch die häufige Änderung der Missionen fällt das eigentlich nicht ins Gewicht. Die meisten Missionen laufen nach dem Schema ab, dass ihr mit dem Helikopter in einem Dorf abgesetzt werdet und dann den vorgegebenen Weg zu verschiedenen Checkpoints durchqueren müsst. Auf dem Weg zu den Checkpoints steht ihr zahlreichen Gegnern gegenüber, die ebenfalls unterschiedliche Klassen besitzen. Beispielsweise gibt es Sniper und Standard-Bodentruppen, aber auch Nahkampfgegner, die mit einem Schild bewaffnet sind und euch zu Boden werfen können. Grundsätzlich ist das Gameplay sehr solide, es macht auch Spass mit seinen Kameraden durch ein Dorf zu ziehen und die Blackwood-Einheiten zu dezimieren oder gegen andere Spieler anzutreten. Nur das Treffer-Feedback ist nicht wirklich gelungen, das Treffer-Kreuz bedeckt dabei einen sehr großen Bereich und die Gegner zucken meist nicht einmal wenn man sie trifft.

Die Grafik ist nicht gerade ein Augenschmauß, nach den Grafik-Knallern der Crysis-Reihe wäre eine bessere Grafik eigentlich zu erwarten gewesen, aber für einen kostenlosen Online-Shooter ist sie wohl ausreichend. Der Ton ist gut gelungen, gerade die Lokalisierung ist recht gut, die Audiodialoge sind zwar nicht sehr ausführlich, aber alles in allem ist der Ton eine Runde Sache. Die Waffensounds sind nichts besonderes, aber man kann die Waffen voneinander unterscheiden.

Warface
Publisher: Crytek Releasetermin: 21.10.2013 Preis: kostenlos Platform: PC
Warface ist ein relativ solider Shooter mit ausreichender Grafik aber gutem Gameplay, das noch mit einigen Bugs und Serverproblemen zu kämpfen hat, daher Abzug beim Multiplayer. Die ständig wechselnden Missionen sorgen für viel Abwechslung und die Karten sind gut auf die Klassen ausgelegt. Das Pay-to-Win System funktioniert und lohnt sich nicht, da das meiste zeitlich begrenzt ist. 70
Grafik: 60/100 Sound: 65/100 Gameplay: 85/100
Atmosphäre: 60/100 Steuerung: 80/100 Multiplayer: 75/100
  • spaßiges Gameplay
  • Abwechslung durch ständige Missionswechsel
  • ausgewogene Klassen
  • schlechtes Pay-to-Win System
  • keine Möglichkeit den Installationspfad zu ändern
  • einige Bugs

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