Vor nun exakt 5 Tagen und 16 Stunden ist auf twitch.tv ein besonderes Experiment gestartet. Es handelt sich um einen Stream, in dem das 1999 erschienene Gameboy-Spiel Pokemon Red über einen Emulator gespielt und übertragen wird. Das Besondere hierbei: Die Zuschauer können das Spiel selbst steuern, indem sie Befehle über den twitch-Chat geben. Ein Programm wertet diese Befehle (mit einer Zeitverzögerung) aus und setzt sie in dem Spiel um. Dass bei etwa 40.000 bis 100.000 Zuschauern keine Einigkeit herrscht, ist wohl klar und gestaltet das Ganze sehr chaotisch, aber auch unterhaltsam. Dabei gibt es zum Einen den „Anarchie-Modus“, in welchem der erste gegebene Befehl automatisch umgesetzt wird, wenn dies möglich ist, zum Anderen den „Demokratie-Modus“, in welchem das Programm den in den letzten 5 Sekunden am öftesten gegebenen Befehl umsetzt. Mittlerweile lockte der Stream insgesamt knapp 10 Millionen Zuschauer an.
Das Besondere an dem Stream ist, dass ausschließlich die Zuschauer das Spiel steuern. Der Streamer selbst, der das Programm geschrieben hat und dieses zum ersten Mal ausprobiert, greift nur bei Programmfehlern ein. Bei der riesigen Menge an Zuschauern und somit ebenso großen Menge an Befehlseingaben ist klar, dass das Spiel kaum zielgerichtet verläuft. So lassen die teils widersprüchlichen Befehle die Spielfigur minutenlang in einem Raum immer wieder hin- und herlaufen. Auf die Weise hat das Spiel nach 6 Tagen einen Fortschritt erreicht, den ein einzelner Spieler bereits nach wenigen Spielstunden erreicht hätte. Diese Art von Spiel hat man auch auf twitch.tv noch nicht gesehen, dementsprechend großer Beliebtheit erfreut sich der Stream. Es existiert sogar schon eine Parodie namens RNGplayspokemon, in welcher dasselbe Spiel von Eingaben durch einen Zufallsgenerator gesteuert wird.




























































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